Corona: Warum Kontakte von Schwangeren jetzt höchste Impf-Prio haben

Bist du gerade schwanger oder hast direkten Kontakt zu einer Schwangeren? Dann ist das neue Impfangebot für Kontaktpersonen von Schwangeren für dich relevant.

Eines vorweg: Bisher deutet nichts darauf hin, dass das ungeborene Baby durch eine Corona-Infektion der Mutter gefährdet ist. Es gibt keine Hinweise auf eine erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Ebenso gilt es als sehr unwahrscheinlich, dass sich das Kind im Mutterleib anstecken kann. Das sind die guten Nachrichten.

Wieso gibts ein Impfangebot für Kontaktpersonen von Schwangeren?

Denn was den Wissenschaftlern durchaus Sorgen macht, ist das Leben der Mutter. Wie verschiedene Studien aus den USA, Brasilien und China zeigen, haben schwangere Frauen mit einer Corona-Infektion ein 70 Prozent höheres Risiko daran zu versterben, als Frauen gleichen Alters, die nicht schwanger sind. Schwangere gehören also zur Risikogruppe. Aber die Stiko empfiehlt schwangeren und stillenden Frauen aktuell trotzdem nicht, sich impfen zu lassen.

Zur Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen nämlich noch zu wenig Erkenntnisse vor. Trotzdem ergibt sich natürlich die Frage, wie es gelingen kann, schwangere Frauen vor einer Ansteckung ausreichend zu schützen. Schließlich sind da Papas, Freunde und Großeltern, die vielen schwangeren Frauen zur Seite stehen, aber gleichzeitig zum Ansteckungsrisiko für sie werden.

Zu diesem Zweck gibt es nun ein Impf-Angebot für Kontaktpersonen von Schwangeren. Wenn die Personen in der direkten Umgebung geimpft sind, sinkt schließlich auch das eigene Risiko, sich anzustecken. Bis zu zwei enge Kontaktpersonen können von der Schwangeren ausgesucht werden, die dann die Corona-Impfung erhalten.

Was muss ich tun, um das Impfangebot wahrzunehmen?

Zunächst solltest du wissen, dass nicht alle Kommunen dazu verpflichtet sind, ein solches Angebot zu machen. Wie die Impfung von Kontaktpersonen Schwangerer organisiert ist, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Am besten rufst du bei deinem zuständigen Impfzentrum an, um zu erfahren, ob es diese Möglichkeit bei dir überhaupt gibt.

In NRW beispielsweise läuft es dann so: Es gibt online eine „Bescheinigung der Impfberechtigung als Kontaktperson”, die ihr herunterladen und ausfüllen müsst. Außerdem muss die Impfberechtigung nachgewiesen werden, am besten mit einer Kopie des Mutterpasses.

Möchtest du das Angebot nutzen oder hast du dich vielleicht sogar schon als Kontaktperson impfen lassen? Schreib uns gerne von deiner Erfahrung!

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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