WHO: Es ist unwahrscheinlich, dass Corona irgendwann verschwindet

„Hey, und was machst du als erstes, wenn Corona vorbei ist!?“

Das ist eine beliebte Frage geworden in der letzten Zeit. Sie zeigt all unsere Sehnsucht nach Normalität. Damach, dass unser Leben wie vorher ist.

Nun, es war ja eh schon strittig, ob Corona irgendwann „vorbei“ ist.

Nun sagt aber auch die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass die Chance, den Erreger noch zu eliminieren, sehr klein sei. „Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet“, sagte Michael Ryan, der die WHO den Kampf gegen Sars-CoV-2 koordiniert.

In diesem Zuge erinnert er an HIV.

Auch das HI-Virus ist nie wieder verschwunden. Im Fall von HIV sei es aber mit der Zeit gelungen, Medikamente und Präventionsmaßnahmen zu schaffen, sodass das Virus zumindest seinen größten Schrecken verloren habe. „Ich will die Krankheiten nicht vergleichen, aber wir müssen realistisch sein“, wird Ryan auf ntv.de zitiert.

Es gebe eine kleine Chance, Sars-CoV-2 auszurotten.

Die Voraussetzungen dafür sind aber schwierig: Es müsse ein hocheffektiver Impfstoff gefunden werden, er müsse im ausreichenden Maß hergestellt werden und Menschen weltweit müssten einverstanden sein, sich impfen zu lassen. „Jeder einzelne dieser Schritte ist voller Herausforderungen“, sagte Ryan.

Lockerungen sind nicht das Ende dieser Krise!

Ryan warnt zudem davor, die aktuellen Lockerungen der Maßnahmen als Ende der Krise zu werten. Bis wir in eine Art Normalität zurückgekehrt seine, läge noch ein langer Weg vor uns. Nur mit einem umfangreichen Programm zur Überwachung der Neuansteckungen seien die Maßnahmen sinnvoll. Ryan fordert umfangreiche Tests, um mögliche Infektionsketten überwachen zu können. Nur zu warten, bis die Zahl der Infizierten in Krankenhäusern steige, halte er für sehr gefährlich. Denn das könne Wochen dauern – und dann sei es längst zu spät, die Infektion unter Kontrolle zu halten.

WHO-Expertin Maria van Kerkhove betonte in diesem Zusammenhang: Mit den richtigen Maßnahmen zur Erkennung von Infizierten, der Isolierung von Angesteckten und effektiver Behandlung könne das Virus aber unter Kontrolle gebracht werden.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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