Corona-Kinderkrankengeld für Eltern: Alles, was ihr jetzt wissen müsst!

Die meisten von uns haben es schon befürchtet und seit der letzten Corona-Konferenz von Bund und Ländern vor ein paar Tagen ist es offiziell: Die Schulen bleiben erstmal geschlossen und auch viele Kitas befinden sich weiterhin im eingeschränktem Betrieb. In vielen Fällen müssen Eltern also ihre Kinder zu Hause betreuen. Doch wie soll das gehen, wenn die Eltern berufstätig sind? Immerhin, die Kanzlerin und ihre Ministerpräsidenten haben das berücksichtigt: Sie verkündeten, dass Eltern sich in diesem Jahr doppelt so lange krankschreiben lassen können wie üblich, wenn sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. Es gibt das Corona-Kinderkrankengeld.

Zehn weitere Krankentage pro Elternteil für die Kinderbetreuung

Gemeinsam haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass das sogenannte Kinderkrankengeld erhöht wird. Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, können dafür bis zu zehn zusätzliche Tage pro Elternteil bezahlt freinehmen. Alleinerziehende erhalten entsprechend 20 Extra-Tage. Insgesamt können sich Eltern also im neuen Jahr 40 Tage lang für ihr Kind krankschreiben lassen. Für diese Tage erhalten Betroffene dann das Kinderkrankengeld.

Angela Merkel betonte, dass die Krankentage-Regelung ausdrücklich nicht nur für den Fall einer Erkrankung des Kindes gedacht sei, sondern auch dafür, wenn Eltern ihre Kinder zu Hause selbst betreuen müssen!

Corona-Kinderkrankengeld auch bei freiwilliger Betreuung

Immer wieder appellierte die Bundesregierung an Eltern, ihre Kinder soweit wie möglich zu Hause zu lassen und nicht in die Kita zu schicken. Für manche berufstätigen Eltern mag das wie Hohn geklungen haben, schließlich war es ihnen bisher schlicht und ergreifend nicht möglich, die Kinder selbst zu beaufsichtigen ohne finanzielle Einbußen zu riskieren. Deswegen soll das neue Angebot auch für Eltern gelten, deren Kita grundsätzlich weiter geöffnet ist, die aber freiwillig der Bitte nachkommen, ihre Kinder nicht in die Betreuungseinrichtung zu bringen.

So könnt ihr das Corona-Kinderkrankengeld beantragen:

Das Kinderkrankengeld wird meistens nicht vom Arbeitgeber, sondern von den Krankenkassen gezahlt und beträgt rund 90 Prozent des Nettoverdienstes. Privatversicherte haben keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Bisher ist noch nicht abschließend geklärt, wie das Corona-Kinderkrankengeld beantragt wird, das im Falle von Schul- und Kitaschließungen greift.

So lief es allerdings bisher – wenn das Kind krank war und zu Hause betreut werden musste:

  1. Attest vom Kinderarzt holen
  2. Die Rückseite des Atteste eigenhändig ausfüllen. Dort werden Name und Anschrift, Geburtsdatum, Bankverbindung und Versichertennummer abgefragt.
  3. Angeben, dass ihr laut Arbeitsvertrag keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung habt und gegebenenfalls angeben, dass ihr alleinerziehend seid.
  4. Das Attest unterschreiben und an die Krankenkasse schicken. Euer Arbeitgeber bekommt eine Kopie oder einen Durchschlag per Post oder E-Mail.

Aber nicht vergessen: Das Krankengeld wird zwar ausgehend vom Nettoverdienst berechnet, es handelt sich aber um ein Brutto-Krankengeld. Mit anderen Worten: Es gibt noch Abzüge. Hier gibt es aber schon erste Vorstöße, die darauf hindeuten, dass es in naher Zukunft einen vollen Ausgleich geben könnte.

Die Bundesregierung verspricht sich von der neuen Regelung zum Kinderkrankengeld schnelle und unbürokratische Hilfe für Eltern. Gleichzeitig soll es ihnen Sicherheit geben in dieser unübersichtlichen Zeit.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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