Foto als „eindringliche Mahnung“
Die ausdrucksstarke Momentaufnahme zeigt, wie tapfer Kinder sein können und wie viel sie aushalten müssen. Inmitten der Pandemie vergessen wir manchmal die vielen anderen Krisen unserer Zeitgeschichte – und leider auch die Menschen, die von diesen getroffen werden. Das Unicef-Bild des Jahres holt sie mit Wucht in unseren Alltag zurück als eine „eindringliche Mahnung.“
Die ehemaligen Bewohner Morias müssen seit dem Brand im Ersatzlager Kara Tepe unter katastrophalen Bedingungen leben, vielleicht sogar noch katastrophaler als zuvor. Deswegen schätzt Unicef dieses Foto als besonders wichtig ein. Es konfrontiere uns mit unserer Menschenpflicht, denn wir in Europa müssten endlich eine Antwort finden für die Kinder von Moria.
„Wir müssen gemeinsam mehr tun, um auch in ihr Leben Hoffnung zu bringen“, schließt die Schirmherrin.
„Helfen wir den Kindern!“
„Das Jahr 2020 hat für viele Mädchen und Jungen auf der Welt eine Eskalation an Katastrophen gebracht“, ergänzte Peter-Matthias Gaede, der stellvertretende Vorsitzende von Unicef Deutschland. Die Botschaft der Bilder aus dem diesjährigen Wettbewerb laute: „Helfen wir den Kindern!“
Tzortzinis Arbeiten wurden bereits in der New York Times veröffentlicht, er ist überwiegend als freier Fotograf tätig. Insgesamt beteiligten sich Fotografen aus der ganzen Welt an dem Wettbewerb. Mehr als 1.000 Bilder wurden laut Unicef eingereicht. Sie alle zeigen das Leben von Kindern im Krieg und auf der Flucht und dokumentieren das Aufwachsen in Armut.
Gleichzeitig symbolisierten die Bilder die enorme Widerstandskraft und den unendlichen Mut von Kindern.
Berührendes Unicef-Foto des Jahres: Kinder fliehen vor Flammen in Moria
Von
Lena Krause
23. Dezember 2020