Sich perfekt auf die Geburt eines Babys vorzubereiten, ist nahezu unmöglich, denn wie genau diese ablaufen wird, lässt sich vorher nie sagen. Mit der Anmeldung im Krankenhaus wissen Schwangere aber wenigstens, wo sie ihr Kind bekommen werden. Oder nicht?
Ein Ehepaar aus Berlin machte eine ganz andere Erfahrung, die vor allem für die junge Mutter zum Trauma wurde.
Das Paar hatte sich für die Geburt ihrer Tochter im Krankenhaus Neukölln in Berlin angemeldet. Einige Tage vor dem errechneten Termin platzte jedoch die Fruchtblase und die Wehen setzten ein. Das Paar machte sich auf den Weg in die Klinik. Dort wurden sie jedoch abgewiesen.
Der Grund: Alle Kreißsäle seien belegt.
Die diensthabende Ärztin schickte die mit den Wehen kämpfende Frau und ihren Partner in das zwanzig Fahrminuten entfernte Auguste-Victoria-Krankenhaus. Allein, im eigenen PKW!
Sie schafften es gerade bis auf das Krankenhausgelände, denn weiter als auf den Parkplatz kamen sie nicht. Die Presswehen hatten bereits eingesetzt und die Schwangere konnte sie nicht länger unterdrücken. Schließlich gebar sie ihr kleines Mädchen im Auto auf dem Klinikparkplatz – glücklicherweise gesund und ohne Komplikationen.
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), dem das Paar seine Geschichte erzählt hatte, bat auch die Klinik Neukölln um eine Stellungnahme. Dort rechtfertigte man das Abweisen des Paares so: „Solange das notwendige Personal nicht vorhanden ist, bleibt aus Sicherheitsgründen nur eine Verlegung der Schwangeren in eine andere Klinik…“
Von einer „Verlegung“ kann aber in diesem Fall wohl kaum die Rede sein. Weil laut Aussage der werdenden Mutter das Krankenhauses nicht einmal ein Krankentransport angeboten hat, will sie dementsprechend juristische Schritte einleiten.
Die Ursache für einen Extremfall wie diesen – der nicht unbedingt ein Einzelfall sein muss – ist auch der Mangel und die dauerhafte Überlastung der Hebammen im Kreißsaal.
Nicht alle Krankenhäuser sind auf die derzeit steigenden Geburtenraten vorbereitet bzw. haben ausreichendes, medizinisches Personal in allen Bereichen. Mit der Schließung weiterer Kreißsäle aus Kostengründen könnte sich die Lage verschlimmern, wenn an anderer Stelle nicht mehr Betten geschaffen werden.
Wir hoffen trotzdem, dass wir solche Geschichten nicht öfter erzählen müssen.
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