Beikost-Start: Damit werden Babys in anderen Ländern gefüttert

In Deutschland gibt es viele Regeln, wenn es um die Beikost von Babys geht.

Begonnen werden sollte, so die Kinderärzte, zwischen dem vierten und sechsten Monat. Mama und Papa suchen sich für die ersten Löffelchen ein Gemüse ihrer Wahl, das dann püriert eine Woche lang gefüttert wird.

Danach kommt Kartoffel dazu, später folgt zusätzlich der Abendbrei, dann erst kommt der Obst-Getreide-Brei für den Nachmittag. Salz und Gewürze sind böse, böse, böse – genau wie Zucker!

unsplash / Tanaphong Toochinda

Auch Frucht-Zucker darf erst ein paar Wochen nach dem ersten Gemüse eingeführt werden. So oder so ähnlich lautet der Plan, den viele Eltern zur U4 in die Hand gedrückt bekommen. Diese relativ strikten Regeln sollen dafür sorgen, dass das Baby keine Allergien bekommt und auch im Erwachsenenalter noch immer glücklich und zufrieden seine Möhrchen knabbert.

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Zu Recht fragen sich dann viele Eltern: Geht das nicht auch anders?!

Wir haben uns auf die Suche begeben und herausgefunden, was Babys in anderen Teilen der Welt als erstes Essen vorgesetzt bekommen.

Andere Länder, andere Sitten

Und siehe da! Welche Beikost empfohlen wird, hängt vor allem von der Kultur ab und nicht von universell geltenden Forschungsergebnissen.

Man nehme beispielsweise die Gewürze: Während sie hierzulande am Anfang nichts in Babynahrung zu suchen haben, werden in Indien schon sechs Monate alte Babys an Minze, Koriander, Zimt und Kurkuma gewöhnt. Dort gibt es übrigens als ersten Brei eine Mischung aus Ghee mit Reis und Linsen, beides Lebensmittel, die in Deutschland erst viel später auf dem Speiseplan stehen.

Reis

unsplash / Anes Sabitovic

Reis ist in vielen Ländern eine beliebte erste Mahlzeit für die Kleinen. Im asiatischen Raum – wie Japan, China oder Vietnam – starten sie meist mit einem Reisbrei in die Welt des Essens. Nach ein paar Tagen wird dieser mit Gemüse wie Karotten oder Kürbis aufgepeppt, schon bald kommen auch Lebensmittel wie Fisch und Tofu dazu. Auf den Philippinen wird der Reisbrei meist mit Knoblauch und Ingwer gewürzt, bevor er in Babys Mund und Magen kommt; in Indonesien kommt noch Leber dazu.

Linsen und auch Bohnen sind ebenfalls als Beikost-Start beliebt: In der Dominikanischen Republik werden beide zu einem Mus zerstampft, in Mexiko und Nigeria und Costa Rica sind schwarze Bohnen oft  die erste Mahlzeit. In Mexiko werden angeblich sogar Chili-Pulver und Zitronensaft dazu gemischt.

Taro und Obst

In Ozeanien und anderen tropischen Ländern sind Taro-Knollen (geschmacklich wie ein Mix aus Esskastanie und Kartoffel) eines der Grundnahrungsmittel. Kein Wunder, dass auch Babys als erstes Taro zu essen bekommen. Allerdings ist in den wärmeren Gebieten auch Obst oftmals die erste Wahl bei der Beikost. Mango, Maracuja oder Bananen dürfen Babys dort kosten – lecker!

unsplash / Norma Melendez

Allerdings gibt es auch Gebiete, in denen Reis, Gemüse und Obst rar ist: Die Inuit-Babys im Norden bekommen darum zum Beikost-Start Seehunde-Blubber. Blubber ist das zentimeterdicke Unterhautfettgewebe, die nicht nur Robben und Seehunde, sondern auch Wale haben. Zusätzlich gibt es für sie Algen, Kräuter und Wurzeln.

Erdnüsse!

Wegen des Allergierisikos in Deutschland als Essen für Kinder verpönt, sind Erdnüsse in Israel der Renner. Erwachsene, Kinder und sogar Babys verschlingen „Bamba“ – Erdnussflips – in Massen. Und lustigerweise gibt es dort trotzdem viel weniger Menschen, die auf Erdnüsse allergisch sind.

Wie man sieht, gibt es sehr viele unterschiedliche Arten, sein Baby von der (Mutter-)Milch zum Familienessen zu bringen. Wichtig ist wohl vor allem, dass das Kind genügend Nährstoffe bekommt, um zu wachsen und dass es mit Freude gemeinsam mit der Familie die verschiedenen Lebensmittel entdeckt.


Mehr zum Thema Beikost-Einführung gibt es beim Forschungsinstitut für Kinderernährung, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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