Altenpflegerin ist skeptisch gegenüber dem neuen Impfstoff
Als sie an ihrem Arbeitsplatz die Möglichkeit zur Impfung erhält, nutzt sie diese nicht: „Vor allem war ich doch skeptisch gegenüber dem nagelneuen Impfstoff. Man hatte ja so viel gehört, auch Verwandte und Bekannte meinten, sie wollten lieber etwas abwarten.“
Ein fataler Fehler, wie sie inzwischen weiß. Von einem Tag auf den anderen bricht das Virus bei ihr aus: „Schon die kleinste Bewegung war plötzlich unendlich mühsam, auch nur ein Stückchen Brot zu kauen, kostete viel Kraft. Es war, als könnte ich nichts mehr steuern.“ Weil sie zu schwach ist, um auf die Anrufe des Gesundheitsamtes zu reagieren, steht plötzlich die Polizei in ihrer Wohnung und leitet umgehend ihren Transport ins Krankenhaus ein.
„Ich werde wohl noch eine Weile brauchen, das alles zu verarbeiten“
Dort kommt die 60-Jährige auf die Intensivstation, immerhin muss sie nicht künstlich beatmet werden. Anders als viele andere, die zeitgleich mit ihr wegen einer Corona-Infektion eingeliefert werden. Doch auch für Barbara ist die Zeit im Krankenhaus alles andere als angenehm: „Ich selbst bekam heißen Sauerstoff, das Gerät dröhnte so stark, dass ich kaum schlafen konnte. Und die Gedanken kreisen ständig darum, was noch alles passieren kann. Das alles hat mich sehr traurig gestimmt, ich werde wohl noch eine Weile brauchen, das alles zu verarbeiten.“
Immerhin: Inzwischen geht es wieder bergauf für die Altenpflegerin. Schritt für Schritt kämpft sie sich zurück: „Ich bin inzwischen zurück auf einer Normalstation, kann mich wieder bewegen und schmecke auch wieder etwas, das Essen ist gut. Geblieben ist noch der Hustenreiz, an der Nase habe ich noch Schmerzen von den Schläuchen, und es laufen noch Untersuchungen.“ Es sei allerdings noch offen, wann die 60-Jährige wieder nach Hause kann, möglicherweise wird sie dann erstmal eine Reha machen müssen.
Barbara Meier „wirbt“ jetzt für die Corona-Impfung
Sie selbst wünscht sich, dass sie so schnell wie möglich wieder in ihren Beruf als Altenpflegerin zurückkehren kann: „Denn ich liebe meinen Beruf. Schon immer, denn man lernt soviel von den älteren Menschen, erfährt soviel Vertrauen und kann wirklich helfen.“
Durch ihre Corona-Erkrankung musste Barbara am eigenen Leib erfahren, wie bedrohlich eine Infektion mit Covid-19 sein kann. Ihre Entscheidung, sich nicht gegen Corona impfen zu lassen, war für sie im Nachhinin ein großer Fehler: „Jetzt bereue ich das natürlich, ich dumme Nudel“, erklärt die 60-Jährige gegenüber nordbayern.de – und spricht sich inzwischen öffentlich für eine Impfung aus. „Vor allem aber sollte jeder die Corona-Vorgaben wirklich ernst nehmen. Corona ist so ein großer Begriff – ich wusste so vieles nicht und glaube, dass es nicht nur mir so ging.”
Barbara lehnte Corona-Impfung ab – und landete auf der Intensivstation
Von
Lena Krause
17. Februar 2026