Liebe Alice, wie ist es eigentlich, Moderatorin bei Echte Mamas zu sein?

„Echte Mamas“ sind fehlbar, oft müde und manchmal verzweifelt, doch sie sind Mütter aus tiefstem Herzen. Und viele von ihnen treffen sich bei „Echte Mamas“, Deutschlands größter Social Community für Mütter. Hier tauschen sich Mamas aus und sind füreinander da.

Weil das so gut ankommt, gibt es neben der großen Hauptgruppe inzwischen über hundert speziellere Gruppen, für verschiedene Themen und Städte.

Damit wir vom Echte-Mamas-Team hier den Überblick behalten können (zumindest meistens, ähem), bekommen wir wertvolle Unterstützung von lieben Mamas, die sich in den Gruppen als Moderatorinnen engagieren. Eine von ihnen ist Alice, 28, aus Thüringen. Sie ist Mutter zweier Kinder (9 und 3 Jahre).

Eine „Echte Mama“ – unsere wunderbare Moderatorin Alice

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Wir haben Alice mal ein paar Fragen gestellt: Was macht sie im „wahren Leben“, warum findet sie die „Echte Mamas“-Gruppen so wichtig und was bedeutet es, Moderatorin einer solchen Gruppe zu sein.

Alice, seit wie vielen Jahren bist du Moderatorin bei „Echte Mamas“ – und wie bist du überhaupt zu dieser Aufgabe gekommen?

Ich bin seit Dezember 2016 Moderatorin in der Gruppe. Damals erfolgte ein Posting der anderen Administratoren und Moderatoren, die dringend nach Unterstützung suchten. Ich habe mich daraufhin beworben und war super happy, dass ich tatsächlich ausgewählt wurde.

Du bist nun also schon seit über zwei Jahren Teil unseres Teams, wow! Warum engagierst du dich noch immer als Moderatorin?

Weil mir die Gruppe, die Mitglieder und natürlich meine „Kollegen“ sehr ans Herz gewachsen sind.
Es ist wirklich wahnsinnig toll zu sehen, wie sich Mamas gegenseitig unterstützen, sich Mut machen und wertvolle Tipps geben.

Warum findest du die „Echte Mamas“-Gruppe sinnvoll?

Aus tausend verschiedenen Gründen! Die Mamas geben sich ein Gemeinschaftsgefühl, wie in einer großen Familie mit ganz vielen Freunden. Und es gibt so viel Neues zu lernen, jeden Tag. Das ist super spannend. Der Austausch in der Gruppe ist einfach noch viel persönlicher, als sich einen Ratgeber nach dem anderen durchzulesen. Natürlich bewegen wir uns in einem virtuellen Rahmen, aber die Mamas fiebern füreinander mit, sind emotional, freuen sich mit- und füreinander, unterstützen sich und sprechen über Dinge, die sie bewegen und die sie im privaten Umfeld vielleicht nicht ansprechen können.

Was machst du beruflich? Und bringst du deinen Job in die Moderation mit ein?

Ich bin gelernte Fachangestellte für Arbeitsförderung und arbeite in einem Jobcenter als Sachbearbeiterin im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende, für viele bekannt unter „Hartz 4“.

Wenn ich die rechtliche Lage abschätzen kann, trete ich mit den hilfesuchenden Mamas in Kontakt und berate sie, erkläre Bescheide und helfe ihnen in diesen rechtlichen Angelegenheiten super gerne weiter. Zu meinem Job gehören auch objektive Situationseinschätzungen, sowie Konfliktmanagement, was in der Gruppe auch oft hilfreich sein kann.

Hast du eine Geschichte aus der Gruppe, die dir immer noch in Erinnerung ist? Die dich besonders beschäftigt hat?

Ja, eine ganz aktuelle Geschichte sogar. Die hat mich wirklich sehr bewegt. Eine junge Mama, mit türkischer Staatsbürgerschaft, lebt in Deutschland und wollte mit ihrem kleinen Kind in der Türkei Urlaub machen, ihre Mama und ihre Schwiegermama besuchen. Auf dem Rückweg wurde ihrem Kind die Einreise nach Deutschland verweigert, sodass das kleine Mäuschen in der Türkei bei der Oma bleiben musste. Die Mutter ist dann alleine nach Deutschland gereist, um hier alle rechtlichen Angelegenheiten klären zu können. Wie schrecklich muss so eine Situation für eine Mama sein? Sie war völlig fertig mit den Nerven, wollte nur noch weinen. Und das Ganze hat sich seit Oktober 2018 gezogen. Sie hat ihr Kind so oft wie möglich besucht und mir jetzt mitgeteilt, dass ihr kleiner Schatz endlich zurück zu ihr nach Hause darf. Das hat mich so unfassbar bewegt, ich war so erleichtert, als ich ihre Nachricht erhalten habe. Endlich hat alles ein gutes Ende.

Mitglieder bedanken sich bestimmt oft bei dir – macht dich das stolz?

Und wie! Das ist meine tägliche Motivation und für mich viel mehr wert, als Geld!

Gruppenmoderation kann aber sicher auch oft ganz schön anstrengend und herausfordernd sein, oder? Wie gehst du damit um? Nervt dich etwas besonders?

Ich sehe das eigentlich ganz locker. Viele Mamas bedeutet viele verschiedene Wertvorstellungen. Da kann es schon mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Meine Aufgabe ist es, Streits zu schlichten, Diskussionen zu beenden und für Harmonie zu sorgen, das nervt mich aber nicht, denn als zweifach Mama ist man ohnehin abgehärtet ;-). Außerdem bin ich ja nicht alleine. Wir Moderatoren organisieren uns untereinander und verteilen Aufgaben.

Das Einzige, was ich nicht besonders mag, ist, wenn innerhalb einer Diskussion die „Netiquette“ verloren geht und die Argumentation/Diskussion unterhalb der Gürtellinie stattfindet. Das muss nicht sein.

Es gibt ja in der Hauptgruppe „Wir sind Echte Mamas – unsere Fragen und Antworten!“ mehrere Moderatoren. Tauscht ihr euch aus und besprecht Situationen in der Gruppe?

Wir Moderatoren haben einen Gruppenchat. Den nutzen wir wirklich den ganzen Tag über, tauschen uns darin aus. Viel über Optimierungen für unsere Mitglieder, über die Beiträge der Mamas und auch oft über Privates. Denn viele von uns kennen sich mittlerweile auch persönlich, wir sind wie Freundinnen.

Die Gruppe ist vor allem so erfolgreich, weil Mütter sich gegenseitig mit Erfahrungen und Tipps helfen können. Welchen Tipp/Ratschlag hättest du dir für dein Muttersein gewünscht?

Bei meinem Großen war ich gerade einmal 19 Jahre alt und ehrlich gesagt, hatte ich unendlich viele Fragen, die mich auch überforderten. Mit meinen Freundinnen war ein Austauschen nicht möglich, denn ich war die erste werdende Mami in der Clique. Deshalb wäre ich damals so so dankbar gewesen, hätte es so eine Gruppe gegeben. Ich bin mir sicher, ich hätte so einiges anders gemacht – vom Stillen bis hin zu Koliken.

Aber auch heute lerne ich noch viel von unseren ganzen Mamas. Meine Tochter ist 3 Jahre alt und eine ganz andere Persönlichkeit als mein Sohn. Natürlich ergeben sich auch da wieder ganz andere Fragen. Ich bin bestimmt noch immer keine unfehlbare Supermami, aber wer ist das schon?! Dafür nehme ich jeden Tag ganz wundervolle Tipps und Tricks aus der Gruppe mit, die ich auch schon häufig erfolgreich umgesetzt habe. Am liebsten würde ich die Mamas dafür abknutschen, so dankbar bin ich manchmal.

Und jetzt noch zum Schluss: Dein Lebensmotto?

„Wenn es holprig wird, steigt man nicht aus, sondern schnallt sich an!“ Denn so lange man optimistisch bleibt und an sich glaubt, kann man alles schaffen.

Wir danken Alice für dieses Interview – und für ihre tolle Arbeit, die sie jeden Tag als Moderatorin für Echte Mamas leistet.

Tamara Müller

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