Abschiedskuss: Junge küsst seine sterbende Mama zum letzten Mal

Diese Geschichte liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, aber als ich sie gelesen habe, hat sie mich unheimlich berührt. Denn sie zeigt einmal mehr, wie sehr wir unsere Familie, unser Leben und unsere Gesundheit zu schätzen wissen sollten.

John Petrak aus Cold Coast bei Brisbane hat vor drei Jahren seine Frau verloren, und die zwei Kinder des Paares ihre Mama. Das jüngere Kind hat seine Mama eigentlich gar nicht kennengelernt.

Foto: GoFundMe

Aber was war passiert?

Mama Imogen war schwanger mit dem zweiten Kind des Paares. Etwa anderthalb Monate vor der Entbindung bekam sie Ohrenschmerzen. Diese wurden immer schlimmer. Schließlich stellten die Ärzte fest, dass gefährliche Bakterien aus dem Gehörgang ins Gehirn gewandert waren und dieses angriffen.

Die Infektion war ins Gehirn gewandert und verursachte dort schlimme Schwellungen.

Mit der Folge, dass Imogens Hirn schwer geschädigt wurde.

Die Ärzte vermuteten eine Meningokokken-Infektion. Sie konnten nichts mehr für Imogen tun – und holten Baby Eleanor vier Wochen vor Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt.

Sie kam auf die Frühchenstation. John sagte:

„Sie ist so hübsch. Sie hat Imogens Augen, Lippen und Haare.“

Einige Stunden nach der Geburt seiner Schwester darf Imogens Sohn Abschied von seiner Mama nehmen, er drückt ihr einen letzten Kuss auf die Stirn.

Kurz danach stirbt Imogen.

John postete bei Facebook: „Um 12.11 Uhr wurde meine Tochter Eleanor geboren. Kurz nach 17 Uhr starb meine schöne Frau. Ich vermisse sie so sehr. Als ich nach Hause fuhr, war noch der von ihr vorbereitete Koffer im Auto. Zu Hause stand ihre Nähmaschine auf dem Tisch, mit einer unfertigen Arbeit für Eleanor. Jeder einzelne Plan, den wir hatten – ausgelöscht. Es tut so weh.“

Eine Freundin der Familie hatte eine GoFundMe-Seite eingerichtet, um Spenden für den Witwer zu sammeln. Sie sollten ihn dabei helfen, seiner Frau eine schöne Beerdigung auszurichten.

Innerhalb von drei Tagen kamen hier rund 100.000 Euro zusammen. Das Geld hat John sicher nicht gegen seinen Schmerz geholfen, aber es hat ihm zumindest ein Trauern ohne finanzielle Sorgen ermöglicht.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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