Abrechnung mit dem Ex: „Wenn die Kinder nachts aufwachen, rufen sie nach Mama. Und wer ruft dich?“

Bloggerin Mona wurde im August 2017 Mama eines temperamentvollen Sohnes, wie sie selbst sagt. ImSeptember 2018 kam dann die kleine Luna auf die Welt – ungeplant, aber heiß geliebt.

Seitdem stellen zwei kleine Kinder den Alltag der Mama auf den Kopf, sie schwankt täglich zwischen purem Glück und großer Müdigkeit.

Und dann kam die Trennung von ihrem Mann – und sie stemmt den täglichen Wahnsinn einer Familie zum Großteil alleine:

„Hallo liebe weite Welt.

Lang ist es her.

Viel ist passiert.

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Lenny und Luna entwickeln sich prima. Luna krabbelt jetzt im Affenzahn und albert ständig mit ihrem Bruder rum. Ich liebe es, ihnen beim Lachen zuzusehen.

Die Nächte mit Lenny sind entspannter geworden, er schläft dennoch nach wie vor bei mir. Während Luna nachts definitiv noch eine Flasche benötigt und oftmals mit Bauchschmerzen zu kämpfen hat.

Nachts braucht Luna noch ihr Fläschchen. Symbolbild, Foto: Bigstock

Dann heißt es schunkeln, auf dem Pezzi-Ball wippen und dabei immer die Hoffnung haben, dass wenigstens Lenny dabei weiterschläft.

Es ist ein Spagat auf allen Ebenen.

Ja.

Und zu allem Überfluss ist der Kelch auch an mir nicht vorbeigegangen:

Seit gut 2 Monaten sieht es nicht mehr nur so aus, als sei ich es, sondern bin ich es wirklich:

A L L E I N E R Z I E H E N D

Und deswegen habe ich eine Nachricht an all die getrennten Väter:

An alle Papas da draußen, die denken, sie hätten nun ein perfektes Leben: Freiheit, Freunde, Flexibilität und nebenbei auch noch das Vatersein. Genug Schlaf, ruhige Nächte, keine Verantwortung. Saubere Autos, saubere Wohnungen, saubere Klamotten. Parfüm, Haare gemacht, die Anziehsachen falten-und fleckenfrei. Immer pünktlich. Immer frei in ihren Entscheidungen und vor allem: Offen für alles.

Nun, vielleicht habe ich all das tatsächlich nicht ,mal eben so`.

Vielleicht habe ich keine Zeit für mich, nie Ausgleiche und weiß schon längst nicht mehr, wie die Zufuhr von Ethanol meinen Körper und mein Wesen beeinflussen kann.

Okay, nicht nur vielleicht – sondern eher definitiv.

Es stimmt, ich lebe ein Leben, das geprägt ist vom Alltag, von Kinderbespaßung, vom Arbeiten und von der Haushaltsführung. Ich habe keine Zeit für Termine, routinebedingte Arztbesuche, geschweige denn für meinen Friseur. Ich schlafe die Nächte fast nie, meist weniger als zusammengewürfelte 5 Stunden. Meinen Freundeskreis, der in seiner Anzahl womöglich beschränkter ist, als die Öffnungstage des Berliner Flughafens, halte ich über Whatsapp-Sprachnachrichten und kurzen Smiley-Antworten am Leben. Meine Klamotten aus den Zeiten vor den Schwangerschaften versuche ich einigermaßen „newstyled“ zu kombinieren – ebenso wie meine Frisur manchmal eine „krasse Veränderung“ erfährt, weil eine Strähne aus Versehen mal anders liegt. Hobbies habe ich natürlich keine – ich bin dabei auszuklügeln, dass meine Arbeitszeiten mit den baldigen KiTa-Zeiten zusammengehen,  versuche so viel zu arbeiten, wie mir möglich ist, um unseren Kindern eine Existenz zu sichern und zu wahren. Nö, ich knüpfe keine neuen Bekanntschaften, um mein Ego durch den aktuellen Marktwert meiner selbst auf den Prüfstand zu stellen. Und: Oh Gott. Ich trage doch kein Parfüm! Ich bin eher froh, mal durch Zufall ein neues Deo ausprobieren zu können.

Schminken? ich glaube das habe ich inzwischen verlernt. Symbolbild: unsplash / sam burries

Ich habe keine Zeit, um zu schlendern, zu quatschen oder gar ein Sonnenbad zu nehmen.

Wie doof wäre ich, anderes zu behaupten?

Denn, liebe Männer, die ihr denkt, dass ihr durch euer Junggessellenleben den Jackpot ergattert habt, jetzt hört euch Folgendes an:

Wir sind Mamas.

Wir sehen jeden einzelnen Entwicklungsschritt unserer Kinder, wir können quasi dabei mitschreiben, wenn sie Fortschritte machen und ihre eigene Persönlichkeit entfalten.

Ihr habt Freiheit – wir nehmen Teil an der Gestaltung der Kindheit unserer Kinder.

Ihr schlaft viel und gut – wir ernten dafür ein Lächeln nach jeder Träne, die wir aufgrund von Unwohlsein, Geistern, Albträumen oder allgemeiner Unruhe in der Nacht trocknen durften.

Ihr habt Freunde – wir das Vertrauen unserer Kinder, dass sie immer auf uns zählen können, da wir nicht von ihrer Seite weichen.

Ihr habt saubere Klamotten – wir dafür Abwechslung mit dem Liebsten, das war haben und somit hat jeder Fleck seinen Ursprung.

Ihr habt Spaß und Feierei – wir dafür jeden Abend das Wohlbefinden unserer Kleinsten in der Hand, wenn wir sie in den Schlaf begleiten dürfen.

Wenn sie wach werden sollten, rufen sie „Mama“. Wer ruft euch?

Ihr habt eure Termine – wir hingegen nehmen gemeinsame Zeiten und Termine mit den Kindern und für die Kinder wahr, denn wir eröffnen ihnen ein Leben, organisiert in Zusammenarbeit mit KiTa und Schule.

Ihr habt Hobbies? Wunderbar: Denn wir haben dafür ein Leben mit unseren Kindern.

Jedes Lachen, jeder Fortschritt, jede Miene bei neu probierten Geschmäckern, jede neue Größe, jede überwundene Erkältung, jeder Abend und jeder Morgen.

Geschafft! Wir Mamas bekommen jeden Entwicklungsschritt unserer Kinder mit. Symbolbild. Foto: Bigstock

Jeder Tag.

Während ihr euch an den gemachten Tisch setzt und der ,Hero-Wochenend-Daddy` seid.

Tauschen? Neid? Eifersucht? Sehnsucht?

Nein. Wir haben unsere Meinung über euch. Und zwar jede Mama ihr ganz eigene über ihren eigenen Ex-Mann. Was wir zum Großteil aber gemeinsam haben:

Wir wollen einfach nur ein friedliches Miteinander der Kinder zuliebe.

Wahrscheinlich kommt aus genau solch einer Situation im Leben das Sprichwort: ,Frauen sind das stärkere Geschlecht.` Denn ihr habt versagt, als es schwer wurde.

Ihr sucht eine neue Liebe?

Gerne. Wir behalten die unsere. Denn die Liebe der Kinder, der Dank in ihren Augen für alles, was wir tagtäglich leisten – das kann euch keine Frau dieser Welt geben.

Es ist keine Strafe, dass wir allein mit den Kleinen sind – denn ein Leben mit ihnen, trotz mancher Anstrengung und Hürde, ist so wie es ist:

VOLLKOMMEN ♡

Ja. Redet schlecht, stellt euch als Opfer dar. Erzählt, wie furchtbar verbittert wir Frauen seien, wie langweilig und eintönig das Leben mit uns war.

Hattet ihr es schlecht bei uns? Oh, aber ja doch. Sehr sogar.

Ihr wolltet wahrscheinlich stets unser Bestes, habt euch den Arsch für uns aufgerissen und uns war es am Ende nie genug, geschweige denn recht? So wird es sein.

Wir wünschen euch wirklich von Herzen, dass ihr glücklich werdet. Findet euren inneren Frieden und euren Lebenssinn. Erfahrt, was temporär Kraft gibt – und was auf ewig fürs Leben wirklich wichtig ist.

Lernt selbst, wer Freund und wer Feind ist.

Aber werdet erwachsen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Hüterin eurer Schäfchen. Denn sie leistet 24 Stunden lang einen verdammt harten und guten Job.

Schon allein dafür solltet ihr neben eurem kleinen Stolz auch ein minibisschen Respekt für uns übrig haben.

Kümmert euch um eure Kinder, seid ihnen ein Papa. Denn für uns seid ihr ersetzbar.

Eure Mona ♡“

 

Foto: privat

Mona aus Nordrhein-Westfalen ist Zweifach-Mama. In ihrem Blog Planvoll-planlos erzählt sie von ihrem oft schwierigen Alltag, um anderen Mamas in der gleichen Situation Mut zu machen. Schaut unbedingt mal rein!

 

 

 

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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Kommentare

  1. Ehrlich, ist ja schade das Sie die ganze Arbeit alleine am Hals hat,
    aber dieser Artikel hat weniger Fakten als ein Naziblog.

  2. Interessant mein Mann hatte mehrere Frauen und hat sie alle mit der gleichen Begründung abserviert? Oder ist die Begründung ein Sesam-öffne-dich der Männer. Eine anerkannte Rechtfertigung? Ich bin erstaunt….
    Allen Frauen und Männern die das Familienleben alleine managen alles Gute. Wir schaffen das ich weiß es. ?

  3. Dieser Artikel is schrecklich!

    Was ist mit den Papas die abserveirt wurden, entfremdet wurden weil die sogenannte Mama ihre Gefühle nicht im Griff hat und somit glaubt dass es das beste für das Kind ist?
    Das der Stolz und der Hass dem Ex-Partner gegenüber größer als die Liebe zum eigenen Kind ist!
    Wie viele Papas würden gerne Teilhaben an der Entwicklung des Kindes und dürfen nicht. Hauptsache er zahlt brav und viel. Dieser Artikel strotz nur so vor Hass!!
    Bring deine Gefühle auf klar Schiff und überlege dass er die Kinder genauso vermisst wie du es auch tun würdest!
    LG eine weitere alleinerziehende Mama

  4. Liebe Andrea, vielen Dank für deinen Kommentar! Du hast total recht, echt gibt auch wahnsinnig viele Papas, denen „übel mitgespielt“ wird. Aber es gibt eben auch Fälle wie diesen hier. Wir möchten alle Seiten zu Wort kommen lassen. Dieser Text ist die persönliche Sicht EINER Mama – und soll kein Rundumschlag gegen alle Väter sein, die sich trennen. Liebe Grüße!

  5. Tausend dank für diesen wundervollen Artikel. Endlich mal jemand der wahre Worte spricht. Deine Worte haben mich etwas gestärkt, denn ich stecke grad in solch einer Situation.10 Jährige Beziehung, eine wundervolle Tochter, das zweite Wunder im Bauch und er hatte nichts besseres zu tun sich eine neue zu suchen , 9 Jahre jünger und natürlich hat sie keine Verpflichtungen.. Es sei alles so unbeschwert mit ihr .. Ich bewundere dich und ziehe meinen Hut .Mama sein ist nicht leicht und erst recht nicht wenn das vertrauen auf so üble art und weise benutzt wurde .Natürlich gibt es auch Alleinerziehende Väter , aber meinen Vorrednerinnen kann ich mich nicht anschließen, der Großteil sind die Frauen die sich um ihre Kinder kümmern ..
    Bleib so tapfer wie du bist.
    Unsere Kinder werden es uns später danken.
    Ganz viel Liebe an dich .

  6. So kanns laufen. Oder zuhause ist etwas Stress kaum ist der Mann in Reha schon gehen die Gefühle mit den Menschen durch. Frau betrogen …er kommt heim wieder packt seine Sachen und zack bis du mit 2kindern ebenfalls aufeinmal alleinerziehend im Alter von 2und 1 da man aber meist schon Erfahrung hat wenn Mann den ganzen Tag nicht da war fällt es etwas leichter das zu überwinden. Schlimm ist nur wenn er sich aufeinmal nicht mehr meldet und dann ist er wieder da mit seiner neuen und du sollst für die eigenen Kinder so tun als wäre es ok die neue genau so für die Kinder die neue zu akzeptieren ? Vor ein paar Jahren hab ich beide gehasst jetzt bin ich froh das sie ihn hat und ich ihn nicht mehr habe sondern tatsächlich nach langer Zeit Alleinerziehende Mama jetzt schon über 3jahre neu in einer Beziehung bin und wir neuen Nachwuchs bekommen. Also für mich egal ob Frau oder Mann überlegt euch mit wem ihr ins Bett hüpft genau den die Kinder haben trotzdem recht auf beides egal wie sehr man verletzt wurde ich dulde es einfach ihnen zu lieben aller paar Wochen das sie ihn mal etwas für sich haben können wenn er Zeit hat weil ein Vater oder Mutter kann keiner ersetzten wenn er mal da war. Auch wenn man ihn oder sie hasst es brauch Zeit aber man kann es lernen das zu akzeptieren schließlich müssen die kleinen Herzen der Kinder das selber alles lernen und die haben es am schwierigsten

  7. Fakt ist ja zu wenig Zeit für uns selbst Mamas

    Schöne Outfits bei ganz kleinen Kinder zu tragen eher weniger Basic besser warum falls das baby spuckt oder im Strahl bricht

    Zeit für friseur ? Nööö der dutt oder Pferdezopf reicht WISO tcha wir haben keine Zeit.

    Party ausgehen im Leben nicht wohin mit dem Kind? Und länger als wie 23uhr ist eh nicht drin da wir ständig gähnen würden.

    Haushalt Einkauf viel noch ein weiteres Kind was in die Kita oder Schule muss das baby brauch Flasche oder muss gestillt werden das geht nicht eben zack zack die Wohnung muss gemacht werden die Kinderzimmer viel und die Kinder selbst brauchen auch Zeit kochen gehört auch dazu die Pflege bei Kindern usw arzttermine.

    Das ist knochenjob.
    Beginn des Tages bei mir 5:30
    Ende zwischen 21:30bis 22uhr und ich geh nicht mal auf die Couch sondern direkt ins Bett weil ich platt bin und froh bin wenn ich dann nix mehr mache

  8. Der Artikel ist (sorry) zum kotzen. Ich selber bin, auf neudeutsch eine sog. Bonusmama. Ich kenne die Problematik der allein erziehenden Frauen aber auch die andere Seite. Daher… Weniger heulen meine Damen. Es sind Eure und nicht meine Kinder die von „fremden“ Frauen großgezogen werden. Ich habe nach all dem was ich erlebt habe KEIN Mitleid mit Alleinerziehenden…

  9. Widerlicher Artikel, ich kann es nicht mehr hören und schäme mich für mein Geschlecht bei solch einseitiger Beweihreucherung. Papas sind nicht ersetzbar bis er sich oder aber auch nicht selten sie ihn dazu macht!

  10. Du bist einfach nur toll und großartig!! Genau so ist es und nicht anders – der Großteil der Männer spiegelt sich in deinem Text wieder !! stark – stärker – MAMA!!!

  11. Hallo,
    also an Alle, die meinen, dieser Artikel wäre kein Fakt. Ihr seid unwissend oder zragt die rosarote Brille. Ich bin selbst alleinerziehend und wuppe alles alleine. Ich korrigiere sogar die Fehler, die der Kindsvater macht. Sie waren bisher gravierend. Einer endete in einer OP. Einfach aus purer Faulheit zur Verantwortung und zum Teil sogar aus Desinteresse an Wissen über Krankheiten. Er versucht es mit Geld oder Geschenken an (leider) unseren Sohn auszugleichen. Klappt nur nicht. Den Kinder sind ehrlich und hart im Umgang mit ihrem Gegenüber. Liebe und Verständnis sind alles was sie brauchen.
    Selbstverständlich gibt es auch alleinerziehende Väter und sie machen auch das Gleiche durch wie wir. Da gibt es kein Aber. Ich wünschte nur, dass man uns Alleinerziehenden mehr Respekt für diese Leistung zollt. Mir ist schon oft zu Ohren gekommen: Soll sie doch früher zur Arbeit losfahren, damit sie pünktliche kommt oder : Ja, wenn die Arbeit nicht erledigt ist, muss sie länger bleiben, ganz einfach.
    Sowas hört man nur von kinderlosen und respektlosen Menschen. Die stellen sich das so einfach vor. Es ist verletzend, wenn soetwas gesagt wird. Sie sind jedoch zu feige, es mir ins Gesicht zu sagen. Diesen Menschen wünsche ich von Herzen, dass sie auch mal solch eine Situation durchmachen, damit sie sehen, wie es uns ergeht. Und dann würde ich sie gerne darauf ansprechen und sagen: Ja, dann fahre doch früher los, wenn du es nicht pünktlich schaffst zu Arbeit. Die Anwort und das Gesicht möchte ich dann mal sehen.
    Ich wünsche allen trotzdem ein schönes Weihnachtsfest und eine guten Rutsch ins neue Jahr.

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