A L L E I N E R Z I E H E N D
Und deswegen habe ich eine Nachricht an all die getrennten Väter:
An alle Papas da draußen, die denken, sie hätten nun ein perfektes Leben: Freiheit, Freunde, Flexibilität und nebenbei auch noch das Vatersein. Genug Schlaf, ruhige Nächte, keine Verantwortung. Saubere Autos, saubere Wohnungen, saubere Klamotten. Parfüm, Haare gemacht, die Anziehsachen falten-und fleckenfrei. Immer pünktlich. Immer frei in ihren Entscheidungen und vor allem: Offen für alles.
Nun, vielleicht habe ich all das tatsächlich nicht ,mal eben so`.
Vielleicht habe ich keine Zeit für mich, nie Ausgleiche und weiß schon längst nicht mehr, wie die Zufuhr von Ethanol meinen Körper und mein Wesen beeinflussen kann.
Okay, nicht nur vielleicht – sondern eher definitiv.
Es stimmt, ich lebe ein Leben, das geprägt ist vom Alltag, von Kinderbespaßung, vom Arbeiten und von der Haushaltsführung. Ich habe keine Zeit für Termine, routinebedingte Arztbesuche, geschweige denn für meinen Friseur. Ich schlafe die Nächte fast nie, meist weniger als zusammengewürfelte 5 Stunden. Meinen Freundeskreis, der in seiner Anzahl womöglich beschränkter ist, als die Öffnungstage des Berliner Flughafens, halte ich über Whatsapp-Sprachnachrichten und kurzen Smiley-Antworten am Leben. Meine Klamotten aus den Zeiten vor den Schwangerschaften versuche ich einigermaßen „newstyled“ zu kombinieren – ebenso wie meine Frisur manchmal eine „krasse Veränderung“ erfährt, weil eine Strähne aus Versehen mal anders liegt. Hobbies habe ich natürlich keine – ich bin dabei auszuklügeln, dass meine Arbeitszeiten mit den baldigen KiTa-Zeiten zusammengehen, versuche so viel zu arbeiten, wie mir möglich ist, um unseren Kindern eine Existenz zu sichern und zu wahren. Nö, ich knüpfe keine neuen Bekanntschaften, um mein Ego durch den aktuellen Marktwert meiner selbst auf den Prüfstand zu stellen. Und: Oh Gott. Ich trage doch kein Parfüm! Ich bin eher froh, mal durch Zufall ein neues Deo ausprobieren zu können.

Ich habe keine Zeit, um zu schlendern, zu quatschen oder gar ein Sonnenbad zu nehmen.
Wie doof wäre ich, anderes zu behaupten?
Denn, liebe Männer, die ihr denkt, dass ihr durch euer Junggessellenleben den Jackpot ergattert habt, jetzt hört euch Folgendes an:
Wir sind Mamas.
Wir sehen jeden einzelnen Entwicklungsschritt unserer Kinder, wir können quasi dabei mitschreiben, wenn sie Fortschritte machen und ihre eigene Persönlichkeit entfalten.
Ihr habt Freiheit – wir nehmen Teil an der Gestaltung der Kindheit unserer Kinder.
Ihr schlaft viel und gut – wir ernten dafür ein Lächeln nach jeder Träne, die wir aufgrund von Unwohlsein, Geistern, Albträumen oder allgemeiner Unruhe in der Nacht trocknen durften.
Ihr habt Freunde – wir das Vertrauen unserer Kinder, dass sie immer auf uns zählen können, da wir nicht von ihrer Seite weichen.
Ihr habt saubere Klamotten – wir dafür Abwechslung mit dem Liebsten, das war haben und somit hat jeder Fleck seinen Ursprung.
Ihr habt Spaß und Feierei – wir dafür jeden Abend das Wohlbefinden unserer Kleinsten in der Hand, wenn wir sie in den Schlaf begleiten dürfen.
Wenn sie wach werden sollten, rufen sie „Mama“. Wer ruft euch?
Ihr habt eure Termine – wir hingegen nehmen gemeinsame Zeiten und Termine mit den Kindern und für die Kinder wahr, denn wir eröffnen ihnen ein Leben, organisiert in Zusammenarbeit mit KiTa und Schule.
Ihr habt Hobbies? Wunderbar: Denn wir haben dafür ein Leben mit unseren Kindern.
Jedes Lachen, jeder Fortschritt, jede Miene bei neu probierten Geschmäckern, jede neue Größe, jede überwundene Erkältung, jeder Abend und jeder Morgen.

Jeder Tag.
Während ihr euch an den gemachten Tisch setzt und der ,Hero-Wochenend-Daddy` seid.
Tauschen? Neid? Eifersucht? Sehnsucht?
Nein. Wir haben unsere Meinung über euch. Und zwar jede Mama ihr ganz eigene über ihren eigenen Ex-Mann. Was wir zum Großteil aber gemeinsam haben:
Wir wollen einfach nur ein friedliches Miteinander der Kinder zuliebe.
Wahrscheinlich kommt aus genau solch einer Situation im Leben das Sprichwort: ,Frauen sind das stärkere Geschlecht.` Denn ihr habt versagt, als es schwer wurde.
Ihr sucht eine neue Liebe?
Gerne. Wir behalten die unsere. Denn die Liebe der Kinder, der Dank in ihren Augen für alles, was wir tagtäglich leisten – das kann euch keine Frau dieser Welt geben.
Es ist keine Strafe, dass wir allein mit den Kleinen sind – denn ein Leben mit ihnen, trotz mancher Anstrengung und Hürde, ist so wie es ist:
VOLLKOMMEN ♡
Ja. Redet schlecht, stellt euch als Opfer dar. Erzählt, wie furchtbar verbittert wir Frauen seien, wie langweilig und eintönig das Leben mit uns war.
Hattet ihr es schlecht bei uns? Oh, aber ja doch. Sehr sogar.
Ihr wolltet wahrscheinlich stets unser Bestes, habt euch den Arsch für uns aufgerissen und uns war es am Ende nie genug, geschweige denn recht? So wird es sein.
Wir wünschen euch wirklich von Herzen, dass ihr glücklich werdet. Findet euren inneren Frieden und euren Lebenssinn. Erfahrt, was temporär Kraft gibt – und was auf ewig fürs Leben wirklich wichtig ist.
Lernt selbst, wer Freund und wer Feind ist.
Aber werdet erwachsen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Hüterin eurer Schäfchen. Denn sie leistet 24 Stunden lang einen verdammt harten und guten Job.
Schon allein dafür solltet ihr neben eurem kleinen Stolz auch ein minibisschen Respekt für uns übrig haben.
Kümmert euch um eure Kinder, seid ihnen ein Papa. Denn für uns seid ihr ersetzbar.
Eure Mona ♡“

Mona aus Nordrhein-Westfalen ist Zweifach-Mama. In ihrem Blog Planvoll-planlos erzählt sie von ihrem oft schwierigen Alltag, um anderen Mamas in der gleichen Situation Mut zu machen. Schaut unbedingt mal rein!

Ich kann dich von Mama zu Mama verstehen, aber man muss wirklich aufpassen mit dem verallgemeinern. Mein Kumpel ist ungeplant Papa geworden. Vor der Geburt ist seine damalige Freundin zurück zu ihren Eltern, 2 Stunden entfernt, Schluss gemacht ohne ersichtlichen Grund. Er hat ewig gekämpft um vernünftigen Kontakt zu seiner Tochter haben zu dürfen. Musste und muss auch dick Unterhalt zahlen und jedes Treffen ist mit Streit mit der Ex verbunden. Fürchterlich. Es bricht mir das Herz, wenn er davon erzählt.
Ich bin Vater von zwei wundervollen Kindern und Kämpfe seit einem Jahr vor Gericht um die gemeinsame Obsorge, habe keine andere Frau! Die Kindesmutter hat mir meine Kinder total Endfremdet und macht alles das meine Kinder mich nicht und ich sie nicht Sehe! Jetzt muss die Kindesmutter endlich zu einer Psychologin, vom Gericht angefordert ob sie Erziehungsfähig ist!! L.g Michael
Ich kenne es leider auch so, wie Mona es beschreibt…der Vater des Kleinen kommt jeden 2ten Sonntag und holt ihn von 10 bis 17 Uhr…wenn er nicht gerade wieder was geplant hat…Erklärung er kann ned so oft, er hat ja eine neue Familie…mir tut es leid für unseren Sohn…aber wer ned will, der hat schon und er verpasst alles…ich habe jetzt für mich u meinen Sohn entschlossen, dass alleinige Sorgerecht zu beantragen…weil er nimmt eh nur seine Rechte in Anspruch u keine Pflichten…jedenfalls tun mir die Papas mega leid, die so gerne für ihre Zwerge da sein wollen, aber die Ex Damen es nicht wollen und mit allen Mitteln zu verhindern wissen, nur um den Vater was gemeines zu tun…u einfach der gekränkte Stolz im Weg steht…Kinder brauchen beide Elternteile, sofern die Kinder nicht in Gefahr sein würden…wer freiwillig ned wirklich will, hat selbst schuld…aber wir sind erwachsen u trotzdem noch die Eltern der Kleinen u sollten an einem Strang ziehen, egal wo der Weg des jeweiligen hin führt…man muss nicht zusammen sein, um zusammen agieren zu können und an einem Strang zu ziehen…es geht nur um eines was wichtig ist, nämlich unsere KINDER!!!
Wir reden nur im Notfall miteinander, aber der Vater darf und will die Kinder sehen, von mir aus kann auch ein Wechselmodell ausprobiert werden, denn die Kinder sind 90 Prozent der Zeit bei mir. Wir bekommen keine Kohle vom jeweils anderen, auch nicht für die Kinder. Allerdings stecke ich mir den Steuervorteil ein. Irgendwann muss man wahrscheinlich damit abschließen, dass man Paar gewesen ist. Der ex-Partner muss nicht mit einem täglich diskutieren über alles mögliche. Man macht Urlaubsplanung, sucht sich Hilfe bei der Betreuung, damit man mal Luft holen kann… und lebt fortan sein eigenes Leben. Bei uns ging die Trennung von mir aus. Insgesamt finde ich den Artikel absolut verständlich, aber doch etwas zu kurzsichtig. Hol dir Hilfe, dann kannst du wieder leben. Man ist nicht nur Mama, sondern auch Frau!