Inhalieren bei Husten: Tipps von Mama und Krankenschwester

Husten bei Kindern – ein Dauerthema im Winter. Kaum ist ein Infekt überstanden, klopft schon der nächste an die Tür. Für uns Eltern bedeutet das: schlaflose Nächte, Sorgen und die Frage, wie wir unseren Kindern helfen können.

So geht es auch Alisa Galke-Zachenhuber. Sie ist Mama eines kleinen Sohnes – und Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation. Tagsüber sieht sie schwere Atemwegsinfekte, rasselnde Bronchien und angestrengte Atmung. Und abends liegt sie neben ihrem eigenen Kind und zählt die Minuten bis zum nächsten Hustenanfall.

Auch wenn Alisa als Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation routiniert arbeitet, schlägt ihr Herz direkt höher, sobald ihr eigener Sohn krank ist. Vor wenigen Wochen bekam er einen Pseudokrupp-Anfall – ein Moment, der selbst für eine Expertin beängstigend ist.

Zum Glück hat sie immer einen kleinen Helfer parat, der in ihrer Familie Tradition hat. Denn Alisa litt als Kind selbst an Asthma und weiß genau, was in solchen Situationen hilft. Heute inspiriert sie andere: Trotz Asthmaerkrankung ist sie aktiv, liebt Sport und arbeitet zusätzlich als Schwimmtrainerin für Babys und Kinder in der Schwimmschule ihrer Eltern.

Husten bei Kindern: Das Herz sagt Panik, der Kopf sagt Einordnung

Husten bei Kindern kann richtig dramatisch klingen. Kein Wunder, dass wir als Eltern schnell verunsichert sind. Doch Alisa nimmt direkt den Druck raus: „Husten bei Kindern klingt oft beängstigend. Dabei ist er eigentlich ein Schutzmechanismus und räumt die Atemwege frei. Er verhindert, dass sich das Sekret tiefer in die Lunge setzt und schützt den Körper damit vor Komplikationen.“

Alisa kennt den Struggle von Mamas genau, denn auch als Profi ist man zuhause eben doch einfach nur Mama: „Ich weiß fachlich, was Husten ist. Aber emotional trifft er mich trotzdem jedes Mal. Denn wenn es um das eigene Kind geht, schaltet auch bei der erfahrensten Krankenschwester der Mama-Modus ein.“

Ob man mit einem hustenden Kind zum Arzt sollte, hängt für Alisa vor allem davon ab, wie es dem Kind sonst geht. Sie schaut dann immer auf das Gesamtbild:  Wie sieht die Atmung aus? Ist die Temperatur besonders hoch? Trinkt dein Kind noch ausreichend? Spielt und lacht es manchmal oder wirkt es total schlapp? Je nachdem kannst du entscheiden, ob ein Check in der Praxis sinnvoll ist.

Und ein wichtiger Hinweis für alle frischgebackenen Mamas: Babys unter sechs Monaten sollten bei Husten immer einmal ärztlich angeschaut werden.

Mama und Kind sitzen im Wohnzimmer auf dem Boden während das Kind das Inhalationsgerät einschaltet.

Sobald ihr Sohn erkältet ist, greift Alisa zu ihrem PARI COMPACT2. Foto: Echte Mamas

Warum Inhalieren bei Husten so gut tut

Inhalieren befeuchtet die Atemwege und hilft, hartnäckigen Schleim zu lösen. Alisa schwört dabei auf isotone Kochsalzlösung aus der Apotheke. Die lässt sich nicht nur perfekt mit dem Inhalator vernebeln, sie ist auch super vielseitig: Du kannst sie zum Beispiel auch als Nasentropfen für Babys und Säuglinge oder als reinigende Spülung bei kleinen Wunden nutzen. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung reicht sie völlig aus, um die Atemwege zu befeuchten und so die natürliche Selbstreinigungsfunktion der Atemwege zu unterstützen.

Sitzt der Husten besonders fest, kann hypertone Kochsalzlösung helfen. Durch ihren höheren Salzgehalt zieht sie Wasser in den Schleim, macht ihn dünnflüssiger und unterstützt so das Abhusten. Gleichzeitig kann sie die Atemwege etwas abschwellen lassen.

Wenn der Husten richtig schlimm ist – zum Beispiel bei Bronchitis oder RSV – sind manchmal zusätzliche Medikamente wie Salbutamol nötig. Sie wirken entkrampfend auf die Bronchien und werden bei Bedarf von der Ärztin oder dem Arzt verordnet. Auch Alisas kleiner Sohn hat wegen einer hartnäckigen Bronchitis schon mit Salbutamol inhaliert. „Seine Atmung war unfassbar schnell und pressend,“ sagt Alisa. Eine echte Erleichterung war dann das Inhalieren mit dem Medikament, denn das Atmen fiel ihm endlich wieder leichter und zumindest der schlimmste Husten war bald überstanden.

So hält es Alisa zuhause mit dem Inhalieren: „Ich persönlich beginne damit inzwischen sehr früh – oft schon, wenn ich merke: verstopfte Nase, trockener Husten, erhöhte Temperatur. Lieber früh unterstützen als später hinterherlaufen!“

So integrieren wir das Inhalieren in den Familienalltag

Inhalieren klappt zuhause immer super? Das ist von der Realität meistens weit entfernt. Das geht auch Alisa als erfahrene Krankenschwester so: „Hand aufs Herz: Still sitzen und inhalieren klingt in der Theorie gut. In der Praxis? Mein Sohn sieht das oft ganz anders.

Was bei uns hilft, ist Geduld – und kleine Ausnahmen. Unser Kind wächst eigentlich ohne Medienzeit auf. Aber beim Inhalieren darf ausnahmsweise ein kurzes Video laufen. Warum? Weil es funktioniert. Und weil der Nebel dann tatsächlich in der Lunge ankommt – und nicht im Wohnzimmer.

Wenn Kinder zappeln, sitzt die Maske nicht richtig. Dann verpufft die Kochsalzlösung in der Raumluft. Eine gut sitzende, altersgerechte Maske ist deshalb enorm wichtig – das sage ich nicht nur als Mama, sondern auch als Krankenschwester.“

Alisas Erfahrung mit dem PARI COMPACT2

Wenn Alisa zuhause mit ihrem Sohn inhaliert, greift sie zum PARI COMPACT2. Das Gerät eignet sich bereits für Babys ab sechs Monaten und kann sowohl mit Kochsalzlösung als auch – wenn vom Arzt verordnet – mit Medikamenten verwendet werden. Isotone Kochsalzlösung mit 0,9 % NaCl gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Dort kannst du auch nach der Kochsalzlösung von PARI mit Ecotin fragen. Dieser Wirkstoff legt sich wie ein Schutzfilm über die Schleimhäute der Atemwege, beruhigt und lindert Entzündungssymptome – ideal bei hartnäckigem Husten.

Alisa liebt die einfache Handhabung des PARI COMPACT2. Aufbau, Inhalation – alles läuft fast wie von selbst. Die Inhalationszeit von ca. 7 Minuten ist kurz genug, sodass selbst kleine Wirbelwinde nicht völlig die Geduld verlieren. Praktisch: Ein Inhalationsgerät reicht für die ganze Familie – für jedes Familienmitglied wird lediglich ein eigenes Yearpack mit Vernebler und ggf. Maske benötigt.

Die Reinigung ist unkompliziert: Einzelteile unter fließendem Wasser abspülen, mit Spülmittel waschen und einmal pro Woche abkochen – so haben Bakterien und Viren keine Chance.

Mama und Kleinkind kuscheln, während Mama das Inhalationsgerät in der Hand hält.

Für die Kleinen ist es oftmals gar nicht so leicht, beim Inhalieren ruhig sitzen zu bleiben. Ganz viel Geduld und auch mal die Lieblingsserie können sehr gut dabei helfen. Foto: Echte Mamas

Typische Fehler beim Inhalieren und wie du sie vermeiden kannst

Als Kinderkrankenschwester weiß Alisa: richtige Handhabung und Hygiene sind beim Inhalieren entscheidend. Diese Fehler sieht sie immer wieder:

  • Zu wenig Geduld
    „Nach zwei Atemzügen abbrechen bringt wenig. Besser ruhig sitzen bleiben, bis die verordnete Menge vernebelt ist.“ sagt Alisa. Bücher, Kuscheltiere oder auch mal Medien helfen, die Zeit zu überbrücken.
  • Falsche Maske
    „Halb auf dem Gesicht hängend verdampft das meiste in die Zimmerluft,“ weiß Alisa. Die Maske sollte gut am Gesicht anliegen und zum Alter des Kindes passen.
    Der PARI COMPACT2 liefert eine Baby- und eine Kindermaske, sowie ein Mundstück: Ab 3 Jahren mit Mundstück inhalieren.
  • Falsche Zusätze
    Nur mit Kochsalzlösung verwenden! Medikamente bitte nur nach ärztlicher Empfehlung. „Keine ätherischen Öle – auch wenn Oma sagt, das hätte früher immer geholfen!“, betont Alisa.
  • Schmutziges Gerät
    Regelmäßig reinigen: nach jedem Gebrauch abspülen, mit Spülmittel waschen und wöchentlich abkochen, damit sich keine Keime ansammeln.
  • Falsche Position
    Auch Babys und kleine Kinder sollten nur im Sitzen bzw. aufrecht inhalieren. Bei Babys klappt das wunderbar beim Kuscheln auf Mamas oder Papas Brust. Herzschlag, Wärme und vertrauter Geruch beruhigen – und helfen deinem Baby ganz nebenbei beim Erholen. Das wird schon bei den ganz kleinen Babys auf Alisas Station genutzt: „Wir legen in der Klinik in jeder möglichen Situation die Babys und Kinder den Eltern zum Kuscheln auf die Brust oder den Arm. Egal wie viele Kabel da am Patienten hängen. Studien belegen neuerdings sogar, dass der Geruch von Muttermilch die Schmerzen von Frühgeborenen und Babys lindern kann. Ein toller Gedanke, oder?“
Mama tropft Kochsalzlösung in den Inhalator.

Alisas Tipp: Kochsalzlösung lässt sich auch bei Schnupfnasen hervorragend einsetzen. Foto: Echte Mamas

Entspannter durch die Erkältungszeit

Neben dem Inhalieren setzt Alisa auf einfache Routinen, die den Alltag in der Erkältungszeit deutlich erleichtern. Ausreichend Flüssigkeit ist dabei essentiell: Sie hält die Schleimhäute feucht und hilft, Schleim leichter zu lösen. Ebenso wichtig sind Ruhe und Schlaf, denn sie stärken die Immunabwehr und unterstützen die Genesung.

Auch die Umgebung spielt eine große Rolle: Eine gute Luftfeuchtigkeit lindert Reizungen und Husten, während frische Luft die Atemwege entlastet. Bei verstopfter Nase schwört Alisa auf eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung, die Schleim löst und die Atmung erleichtert.

Für die Nacht erhöht sie das Kopfende des Bettes leicht, indem sie die Matratze anwinkelt. So rutscht der Schleim weniger nach hinten und das Kind hustet weniger. Und ein Punkt, der oftmals unterschätzt wird: gründliche Händehygiene. Regelmäßiges Händewaschen reduziert die Ansteckungsgefahr und schützt die ganze Familie.

Mit diesen kleinen, gut machbaren Routinen kommt ihr entspannter durch die Erkältungszeit – und euer Kind wird schneller fit.

Astrid Biemann

Mit meinem Mann und zwei Kindern lebe ich im schönen Umland von Hamburg in einem Haus mit kleinem Garten, den ich trotz nicht vorhandenem grünem Daumen hege und pflege. Zwischen Fußballtraining, Seepferdchen, Schule und Kita schreibe ich, wann immer ich kann. Und bei Echte Mamas über Themen, die mich täglich bewegen. Besser geht’s nicht!

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