In der Schwangerschaft arbeitet dein Körper auf Hochtouren – und die Hormone spielen dabei die Hauptrolle. Sie sorgen dafür, dass dein Baby wachsen kann, dass du dich manchmal überglücklich und dann wieder völlig erschöpft fühlst. Doch welche Hormone sind eigentlich beteiligt? Und was passiert, wenn zum Beispiel das wichtige Schwangerschaftshormon Progesteron aus dem Gleichgewicht gerät? Hier erfährst du, was in deinem Körper wirklich los ist.
Wenn Hormone Regie führen – was sich in der Schwangerschaft verändert
Kaum ist der zweite Strich auf dem Test zu sehen, übernehmen die Hormone das Kommando – und zwar mit voller Wucht. Sie steuern Wachstum, Stimmung, Schlaf (oder das, was davon übrig ist 😉) und sorgen dafür, dass dein Körper die perfekte Umgebung für dein Baby schafft. Ohne dieses fein abgestimmte Zusammenspiel aus Östrogen, Progesteron, hCG & Co. würde keine Schwangerschaft so ablaufen, wie sie soll. Kurz gesagt: Diese kleinen biochemischen Boten sind die heimlichen Dirigentinnen deiner Schwangerschaft – manchmal leise, manchmal laut, aber immer mit großem Einfluss.

Verschiedene Hormone sorgen dafür, dass du dich mal müde und mal topfit fühlst.
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Die wichtigsten „Spieler“ im Hormonkarussell:
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Östrogen: Es sorgt dafür, dass Gebärmutter und Brüste wachsen – schließlich muss Platz geschaffen und die Brust auf die Milchproduktion vorbereitet werden. Angenehmer Nebeneffekt: Östrogen kann stimmungsaufhellend wirken. Kein Wunder also, dass du dich an manchen Tagen einfach pudelwohl fühlst.¹
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Progesteron: Es erhält die Schwangerschaft, indem es die Muskeltätigkeit der Gebärmutter hemmt – so werden vorzeitige Kontraktionen verhindert. Es lässt auch deine Brüste wachsen, bereitet sie auf die Milchbildung vor und wirkt dabei wunderbar beruhigend. Klar, dass du dich da öfter mal müde fühlst oder mehr träumst – dein Körper gönnt dir kleine Erholungspausen (auch wenn der Wecker das manchmal anders sieht).²
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Humanes Choriongonadotropin (hCG): Es ist quasi der Schwangerschafts-„Startpunkt“. Es sorgt dafür, dass die Schwangerschaft aufrechterhalten wird, verhindert weitere Eisprünge und stoppt die Menstruation. Forschende vermuten, dass ein hoher hCG-Spiegel übrigens der Grund für Übelkeit und Erbrechen zu Beginn sein könnte.³
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Prolaktin: Streng genommen ist es kein Schwangerschaftshormon, sondern erst nach der Geburt richtig aktiv. Es regt die Milchbildung an – und wirkt zugleich beruhigend. Kein Wunder, wenn du nach dem (nächtlichen) Stillen oft direkt wieder ins Land der Träume gleitest.⁴
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Oxytocin: Es kommt besonders zum großen Finale ins Spiel. Es regt die Wehentätigkeit an, hilft der Gebärmutter, sich nach der Geburt zurückzubilden, und sorgt für dieses unbeschreibliche Glücksgefühl, wenn du dein Baby zum ersten Mal im Arm hältst. Liebe in Hormonform, sozusagen.⁵
Progesteron – der stille Beschützer der Schwangerschaft
Progesteron ist ein echtes Multitalent und eines der wichtigsten Hormone während der Schwangerschaft. Es sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut optimal aufbaut und stabil bleibt – damit dein Baby sich dort sicher entwickeln kann. Außerdem entspannt es die Muskulatur, wirkt angstlösend, wirkt entwässernd, regt Stoffwechsel und Immunsystem an und hilft sogar deiner Haut und deinem Bindegewebe, sich zu regenerieren.⁶
Wenn du mehr zu Progesteron und dessen Rolle während einer Schwangerschaft erfahren möchtest, gehe auf die Website www.progesteron.de.

Die Fertia App ist ein einfühlsamer, digitaler Begleiter für Frauen mit Kinderwunsch und in der Schwangerschaft.
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Digitale Unterstützung: Wie dir die Fertia App helfen kann
Eine Schwangerschaft ist eine hochemotionale Zeit – besonders dann, wenn du schon einmal eine Fehl- oder Frühgeburt erlebt hast. Die Angst, dass „es wieder passiert“, begleitet viele Frauen (und Paare) in eine neue Schwangerschaft. „Schwangere benötigen daher eine besondere Betreuung, die neben der medizinischen auch eine emotionale Unterstützung umfasst. Nicht selten jedoch endet die ärztliche Begleitung dort, wo die seelische Verarbeitung erst beginnt“, erklärt einer der zwei ärztlichen Leiter, PD Dr. Dr. Kilian Vomstein. Und genau hier setzt die Fertia App an: ein einfühlsamer, digitaler Begleiter für Frauen mit Kinderwunsch und in der Schwangerschaft.
Die App bietet zwei Module – eines zum Thema Fehlgeburt und eines zum Thema Schwangerschaft. Das Schwangerschaftsmodul richtet sich speziell an werdende Mütter und liefert evidenzbasierte, wissenschaftlich fundierte Informationen (super, wo das Internet voll von Halbwahrheiten und Mythen ist, besonders bei medizinischen Themen) zur Stabilisierung einer Frühschwangerschaft, zur Vermeidung einer möglichen Fehlgeburt sowie über Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung einer Frühgeburt – plus emotionale Begleitung (und davon kann man in der Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht genug bekommen). „Wir wollten medizinisches Wissen, psychologische Unterstützung und digitale Zugänglichkeit miteinander verbinden“, so Vomstein.
Das bietet dir die Fertia App:
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Kurse zu Kinderwunsch und Hormonbalance
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Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion
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Symptom-Tracking und Wohlfühlfunktionen
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Zertifizierte Präventionskurse
Die Fertia App kostenlos im App- oder Playstore herunterladen.

Die Fertia App begleitet Frauen mit Zyklusstörungen oder Kinderwunsch, Schwangere oder Frauen mit Fehlgeburten. Foto: PR
PD Dr. Dr. Kilian Vomstein unterstreicht jedoch: „Fertia versteht sich als Ergänzung, nicht als Ersatz ärztlicher Betreuung. Sie soll Orientierung bieten, Wissen vermitteln und emotionale Unterstützung leisten – jedoch keine Diagnosen stellen oder Therapien ersetzen.“ Sie kann dir also ein wertvoller digitaler Begleiter sein, wenn du dich überfordert fühlst oder einfach jemanden „an deiner Seite“ brauchst – auch wenn’s nur auf dem Smartphone ist.
Hormonchaos nach der Geburt – und wie du damit umgehen kannst
Nach der Geburt fällt der Hormonspiegel rapide ab – besonders Östrogen und Progesteron stürzen in den Keller, da die Plazenta als einer der Hauptproduzenten, ab der Geburt wegfällt. Kein Wunder also, dass viele frischgebackene Mamas Stimmungsschwankungen oder den berühmten „Baby Blues“ erleben.
Dafür übernehmen jetzt andere Hauptakteure: Prolaktin und Oxytocin. Prolaktin kümmert sich um die Milchbildung, während Oxytocin die emotionale Bindung zu deinem Baby stärkt – und für diese unvergesslichen Gänsehautmomente beim Kuscheln sorgt.⁷
Körperliche und emotionale Umstellungen können Wochen, manchmal Monate – und ja, bei manchen auch länger – dauern. Mir ist nach der Geburt meiner ersten Tochter diese Vollbremsung des eigenen Lebens besonders schwer gefallen – eben noch selbstbestimmt den Alltag meistern und plötzlich richtet sich alles nach dem neuen, kleinen Menschen im Haus. Mal eben einkaufen fahren? Fehlanzeige.
Was jetzt hilft? Ganz einfach (na ja, theoretisch): ausreichend Ruhe, Unterstützung von Partner, Familie oder Freunden annehmen, geduldig mit sich selbst sein (ganz wichtig!). Und, wenn die Traurigkeit länger bleibt, Hilfe suchen. Du bist nicht allein – und es ist völlig okay, sich Unterstützung zu wünschen. Wir Mamas machen alle eine wahnsinnige Veränderung nach der Geburt durch und du gibst dein Bestes – und das ist immer genug!

Hormonschwankungen können richtig anstrengend sein – doch sie sind notwendig, um dein Baby wachsen zu lassen.
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Fazit: Dein Körper weiß, was er tut
Ja, Hormonschwankungen können nerven. Richtig doll sogar. Aber sie sind auch das, was dein Baby wachsen lässt und dich zur Mama werden lässt. Jede Veränderung, jede Gefühlswelle hat ihren Sinn – sie schützt, nährt und stärkt.
Dein Körper wird nach der Geburt langsam wieder in Balance kommen (auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt). Also atme tief durch, gönn dir Nachsicht – und vergiss nicht: Dein Körper leistet gerade etwas absolut Großartiges.
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Quellenangaben:
⁶ https://www.progesteron.de/progesteron/das-gelbkoerperhormon#Aufgaben%20und%20Funktion
