8 Tipps für weniger Stress beim Einkauf mit Kindern

Der Supermarkteinkauf ist schon ohne Kind kein Wellness-Trip. Aber wenigstens ist er dann schneller wieder vorbei. Anders mit Kindern: All die verlockenden Naschis in den kunterbunten Tüten! Und mit den Einkaufswagen lässt es sich prima kreuz und quer durch schmale Regalreihen sausen. Die sind natürlich auch zum Versteckspiel prima geeignet… Uff, mir läuft schon der Schweiß runter, wenn ich das hier nur schreibe. Kennst du? Dann kommen hier unsere besten (und erprobten Tipps), mit denen der Einkauf gleich entspannter wird.

1. Esst vorher eine Kleinigkeit

Hungrige Kids und ein Markt voller Verlockungen – das führt spätestens bei der Quengelware vor der Kasse zum Eklat. Ein kleiner süßer Snack vorab, etwa eine Banane, kann Wunder bewirken. Auch bei dir selbst: Wenn dein Blutzuckerspiegel im Keller ist, bist du weniger belastbar.

2. Gebt den Kindern kleine Jobs

„Hmm… meinst du, du findest vielleicht das Toilettenpapier?“ Wetten, dass so der Ehrgeiz deines Kindes geweckt wird. Im Grunde finden Kinder es nämlich super, hilfreich zu sein. Und so wird der Einkauf beinahe zu einer Schnitzeljagd. Außerdem können sie zum Beispiel helfen, die Waren aufs Band zu legen.

3. Schreibt die Liste gemeinsam

Wenn dein Kind mitbestimmen durfte, was auf der Einkaufsliste steht, kommt es lieber mit. Du könntest dein Kind zum Beispiel fragen, was es am folgenden Tag zu Mittag essen möchte oder es sich zwischen verschiedenen Obstsorten entscheiden lassen. Auch das leidige Süßigkeiten-Thema könnt ihr direkt vorwegnehmen. Zum Beispiel: „Heute kaufen wir keine Süßigkeiten, weil wir noch eine Menge von deinem Geburtstag haben. Aber dafür darfst du dir hinterher gerne einen Teil davon nehmen.“ Zieht ihr gleich mit dieser Klarheit los, beugt das manch einer Quengelattacke vor.

4. Wählt eine passende Tageszeit

Dein Kind hat am frühen Nachmittag immer seinen müden Tiefpunkt? Kein guter Zeitpunkt, um es in Geschäfte zu schleppen. Auch der frühe Abend und der Samstagvormittag werden schnell zur Qual, weil es dann besonders voll ist. Geht lieber außerhalb der Stoßzeiten und wenn euer Kind hellwach ist in den Supermarkt.

5. Finger weg von den Kinder-Einkaufswagen!

Es sei denn, ihr habt echt starke Nerven. Wenn euer Kind seinen Mini-Wagen brav  und vorsichtig durch die Reihen schiebt – super. Viel wahrscheinlicher pest es aber mit Karacho aufs nächste Regal oder fremde Hacken zu. Auch falls es das nicht tut, sind kleine Kollisionen fast nicht zu vermeiden. Die Dinger sind oft echt blöd zu schieben, bzw. fehlt kleinen Kindern oft noch die motorische Geschicklichkeit, sie passgenau zu steuern und zu wenden. Und ihr seid dann mit Ermahnen und Entschuldigen beschäftigt.

6. Gelassen bleiben, wenn es doch mal zum Wutanfall kommt

Passiert den besten von uns, lässt sich leider nicht immer vermeiden. Am schlimmsten findet man ja oft die Blicke der anderen. „Denken die jetzt alle, ich habe die Situation nicht im Griff?“ Und wenn schon! Die meisten von ihnen wirst du nie wiedersehen. Je gelassener du selbst bleibst, desto wahrscheinlicher beruhigt sich dein Kind bald wieder. Legt euch auch gleich ein dickes Fell für ungebetene Ratschläge anderer Kunden zu. Keine Diskussionen, über du dich noch Stunden später ärgerst – einfach hier rein, da raus, lautet die Devise. Dem Kind vor Schreck nachzugeben, ist jedenfalls keine gute Idee. So lernt es, dass dein Nein bloß Jein bedeutet –  und wird beim nächsten Mal vielleicht noch beharrlicher motzen.

7. Die Zeit mit kleinen Spielen vertreiben

Die Schlange ist doch ganz schön lang? Jetzt bloß keine Langeweile aufkommen lassen. Denn die ist der Todfeind für einen entspannten Todfeind. Eine Runde „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder eine einfache Kopfrechen-Aufgabe für Größere lenkt auch gleich noch von der Quengelware ab.

8. Kleine Belohnungen sind erlaubt

Dem Kind ist es egal, dass du auch keine Lust auf einen Supermarktausflug hattest, schließlich hast DU es dahin geschleift. Vielleicht könnt ihr jetzt etwas unternehmen (und schon vorab ankündigen), was dem Kind Spaß macht? Das kann ein Ausflug auf den Spielplatz oder das Vorlesen aus dem Lieblingsbuch sein. Auch ein kleines Lob schadet nicht. Benenne aber am besten konkret, was es gemacht hat: „Danke, dass du mir geholfen hast, die vielen Sachen aufs Band zu legen.“ Oder: „Toll, dass du an die Milch gedacht hast. Die hätte ich beinahe vergessen.“

Jana Stieler

Ich lebe mit Mann und Sohn im Süden Hamburgs – am Rande der Harburger „Berge“ (Süddeutsche mal kurz weghören: Der höchste Punkt misst immerhin sagenhafte 155 Meter ü. M.). Wenn ich nicht gerade einen Text verfasse, liebe ich Outdoor-Abenteuer mit meiner Familie, lange Buch-Badewannen-Sessions mit mir allein und abendliches Serien-Binge-Watching.

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