Leben

Erziehung ohne Geschlechter-Norm: Warum keiner weiß, ob dieses Kind ein Junge oder ein Mädchen ist

Diese Eltern geben der Geschlechter-Norm keine Chance:

Wer sich die süßen Fotos der Familie Myer auf Instagram anschaut, sieht eine rundum glückliche Familie.

Hi! We’ve made quite a few new friends since Alex Morris’ #THEYBY article came out in @NYmag and @TheCut this week. We want to introduce ourselves to you and welcome you into our world! I’m Kyl, Zoomer’s mom, Brent is Zoomer’s dad, and Zoomer is our incredible little toddler. Brent and I practice gender creative parenting. We didn’t assign a gender to Zoomer, we don’t disclose their sex to people who don’t need to know, and we use gender-neutral pronouns for Zoomer (they/them/their). We actively work to provide Zoomer with an environment that celebrates their individuality. We expose them to all kinds of toys, clothes, colors and activities and we encourage their interests and self-expression. Parenting this way has certainly reduced Zoomer’s experiences with gendered micro-aggressions and stereotypes. Additionally, we actively strive to teach Zoomer about diversity, inclusion, equality, autonomy, and social justice. We are able to do this with an amazing network of supportive and loving family members, friends, and caretakers. We are very proud and confident about our decision to raise Zoomer this way and we felt a responsibility to be a resource for people who are interested in learning more about gender creative parenting. As you’ll see, there is virtually NO negativity on our account. We are proud of the community we have cultivated here and we intentionally created a space that is accessible, respectful, kind and fun. We’re happy you’re here. Check out our website RaisingZoomer.com and my TEDx talk (google “Kyl Myers TED talk”). We hope you find what you’re looking for. Feel free to DM us with your questions. And if you feel so inclined, we’d love to know more about you! ⭐ What’s your name, where are you from, and what brought you here? ⭐ 💕 – The Courtney-Myers Family

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Nagellack und blaue Pullis, lange Haare und große Trucks als Lieblings-Spielzeug: Ihr fröhliches Kleinkind Zoomer ist zwei Jahre alt und probiert mit Begeisterung alles aus, was kleine Mädchen, ach nee, Jungs, hmmm, oder doch, Mädchen?… so mögen.

Moment, haben Kyl und Brent aus Utah denn nun eigentlich eine Tochter oder einen Sohn?

Happy Holidays from the Courtney-Myers Family. xo

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Egal, wie oft man sich durch das Instagram-Profil der hübschen Familie scrollt, man wird es nicht herausfinden.

Und das ist von den beiden Eltern genauso gewünscht. Sie gehören zum „Gender Creative Parenting Movement“, die die verbreitete Geschlechter-Norm von Kindern vermeiden möchte. Das Geschlecht eines Kindes sei zwar biologisch festgelegt, verrät aber rein gar nichts über seinen Charakter. „Das Geschlecht sagt uns nichts über die Persönlichkeit, das Temperament, die Lieblingsfarbe, die Ernährungsgewohnheiten, den Sinn für Humor, die Einstellung gegenüber dem Klimawandel oder irgendwelche anderen, einzigartigen Eigenschaften!“

Fragt man das Ehepaar nach Zoomers Geschlecht, antworten sie: „Das Kind ist ein ,theyby`“! Kyl und Brent wollen, dass Zoomer „die Freiheit hat, seine/ihre eigene Identität zu erforschen, die nicht von Einschränkungen und Erwartungen der traditionellen Geschlechter-Norm bestimmt ist.“

No member left behind.

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Die Myers glauben, dass sie ihrem Kind so in den ersten Jahren viele potenzielle Einschränkungen ersparen, die die „stereotypische“ Erziehung mit sich bringt.

Mama Kyl betont aber ausdrücklich, dass sie Zoomer nicht verbietet, geschlechtsspezifische Vorlieben auszuleben und dass sie ganz sicher nicht ergeben möchte, dass er/sie kein Geschlecht hat!