10 heldenhafte Dinge, die wir Mamas jeden Tag tun – und keiner merkt’s!

Heute wird weltweit der internationale Frauentag gefeiert. Und das ist auch immer ein Tag der Mütter, wie wir finden. Wir Mamas leisten jeden Tag Heldenhaftes, ohne darüber nachzudenken. Kein Wunder, dass es auch anderen viel zu oft nicht auffällt. Es sind oft die Kleinigkeiten, die zählen. Die Fürsorge für unsere Kinder und Familie.

Zeit, einmal die Top 10 der täglichen Mama-Heldentaten aufzuzählen:

    1. Während alle noch schlafen, steht Mama auf und schmiert Pausenbrote, räumt den Geschirrspüler aus und ein, deckt den Frühstückstisch, lässt ihren Kaffee kalt werden während sie das erste aufgewachte Kind begrüßt und dem zweiten schreienden Kind den Schnuller wieder in den Mund steckt. Das alles natürlich in Nachthemd und mit kalten Füßen, zum Anziehen war nun wirklich noch keine Zeit.
  1. Am Frühstückstisch herrscht Anarchie: Joghurt-Deckel fliegen durch die Luft, Füße werden dem kleinen Bruder ins Gesicht gehalten, der darauf hin so lachen muss, dass ihm das Müsli aus dem Mund fällt, neue Pixie-Bücher müssen genau jetzt sofort vorgelesen werden, bittebittebitte, Mama, und der Einjährige brüllt dazwischen. Grund zum Durchdrehen? Nicht doch. Mama steht drüber, erzieht, füttert und liest vor. Nur selbst frühstücken, das schafft sie nicht. Der Papa ist derweil beruflich unterwegs.
  2. Auf zum Kindergarten. Nach dem normalen Anzieh-Chaos heißt es: Vorbild sein und Fahrrad fahren. Aber sicher. Also Helme über Mützen anziehen, die ständig verrutschen und das Kind darunter wütend machen. Sich das mit Händen, Füßen und Zähnen wehrendes Kleinkind im Fahrradanhänger anschnallen. Das große Kind auf seinem Mini-Fahrrad im Schneckentempo vor sich herfahren lassen, dabei mit Argus-Augen jede Einfahrt, jeden Hund und jeden grimmig guckenden Opa observieren.
  3. Auf zur Arbeiten. Auf dem Weg noch schnell per Telefon einen Arzttermin ausmachen. Im Büro ankommen, schnell die Jacke aufhängen und zur ersten Besprechung des Tages hetzen. Ohne Pause durcharbeiten, es muss ja alles geschafft werden, bevor sie die Kinder aus der KiTa holt. Als Teilzeitkraft verdient man nicht nur weniger, man ist auch gestresster.

  4. Hungrige Kinder am Nachmittag: Mama holt sich klebrige, matschige Finger, während sie eine Orange, eine Banane und eine Birne in kindgerechte Stückchen schneidet. Kaum sind die Finger gewaschen, puhlt sie das ausgespuckte Obst vom Teppich. Besser, als den Kindern versteckten Zucker in Form von Quetschies, Keksen oder Fruchtriegeln zu geben. Oder?
  5. Im Namen des Mannes die Geburtstagskarte für seine Tante unterschreiben, weil er es vergessen hat. Nebenbei das Tortenrezept für Schwiegermamas 65. Geburtstag heraussuchen und den Schwager per SMS an den bevorstehenden Geburtstag seines Patenkindes erinnern. Mama ist schließlich die Generalsekretärin der Familie.
  6. Kaum befindet sich das Kleinkind auf fremden Boden, zum Beispiel beim Nachbarskind schaltet Mama den Röntgenblick ein und nicht mehr aus: Liegen irgendwo verschluckbare Kleinteile? Steht irgendwo eine Kaffeetasse in erreichbarer Höhe? Steckdosen ohne Sicherung? Dreck? Ohne das der Zwerg es merkt, wird sein Umfeld die ganze Zeit auf Sicherheit gescannt – von der eigenen Mama.
  7. Es ist doch passiert, die Murmel steckt im Kindermund? Keine Panik, Mamas Finger sind schon da. Und werden von spitzen kleinen Milchzähnchen malträtiert, während sie das Kind vor Schlimmeren bewahren.
  8. Draußen fällt Regen, es geht ein kalter Wind. Niemand will raus. Auch kein Kind. Also ist Mama der Kletterberg, das Pferd, der Clown, der Versteckspielpartner, die Turnlehrerin für den bewegungsfreudigen Nachwuchs. Und holt sich wunde Knie, einen schmerzenden Rücken, verwuschelte Haare (das Pferd musste ja gestriegelt werden).
  9. Draußen fällt Nieselregen. Niemand will raus. Nur die Kinder. Mama zieht Regenhosen an, sucht Gummistiefel, verhandelt über die Vor- und Nachteile von Handschuhen und fängt Zwerge ein, die mit dreckigen Stiefeln zurück ins Wohnzimmer stapfen. Dann steht sie draußen und friert. Hilft dem kleinen Kind aufs Bobbycar und friert. Ermahnt das andere Kind, keinen Matsch in Nachbars Garten zu werfen und friert. Schiebt das Kind auf dem Bobbycar an und friert. Hilft dem großen Kind aufs Klettergerüst und friert. Und freut sich riesig, wenn der Nachbarsjunge mit der Nachbarsmama raus kommt. Gemeinsam friert man doch gleich schöner.
  10. Es ist abends. Hat die Mama jetzt Zeit für sich? Jetzt wäscht sie schnell noch ab, räumt auf, macht Wäsche und schreibt ihrer besten Freundin eine Geburtstags-SMS. Danach schläft sie auf dem Sofa ein.Was sollte uns der Frauentag noch sagen?

So einen Tag zu meistern, ist wirklich heldenhaft, allerdings sollte die Heldin sich nicht ausnützen lassen, Hilfe holen und auch genügend Zeit für sich einplanen. Niemand kann immer eine Super-Heldin sein!

Julia Jung

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