Medizinische Sensation: Zwei Frauen tragen dasselbe Baby aus


Diese zwei Frauen haben mit Hilfe ihrer Liebe medizinische Geschichte geschrieben: Ashleigh und Bliss Coulter haben ein Baby bekommen, das sie beide ausgetragen haben. Eine Sensation, denn sie sind das erste Paar, das das gemacht hat.

Unser Wunderkind“, nennt die stolze Mama Ashleigh ihren Sohn Stetson.

„Ich wollte immer ein eigenes Kind“, so die 36-jährige Bliss. „Ich wollte immer schwanger sein“, so die 29-jährige Ashleigh gegenüber Good Morning America. Die Texanerinnen sind seit 2015 verheiratet und hatten schon lange einen Kinderwunsch. Schließlich wandten sie sich an die Reproduktionsexpertin Dr. Kathy Doody, die mit ihren Kollegen eine neuartige Technik der In-Vitro-Fertilisation entwickelt hatte.

Die Idee klingt so simpel, dass es verwundert, dass sie bisher noch nie umgesetzt wurde. Bei IVF wird eine Eizelle im Brutschrank befruchtet. Anschließend entwickelt sie sich – ebenfalls im Brutschrank – zu einem Embryo, der dann in den Uterus der Frau eingesetzt wird.

Im Falle von Ashleigh und Bliss übernahm Bliss sozusagen die Funktion des Brutschrankes. Ihre Eierstöcke wurden stimuliert und ihr eine sogenannte INVO-Zelle eingesetzt. Dort wurde eine reife Eizelle mit den Spermien eines Samenspenders befruchtet.

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Mittels Strahlentherapie reifte sie für fünf Tage in Bliss‘ Körper, bis sich daraus ein Embryo entwickelt hatte. „Es war so aufregend, zu wissen, dass ich in meinem Körper gerade unser eigenes, biologisches Baby heranwachsen lasse“, erzählte Bliss der NY Post.

Nach fünf Tagen entnahmen die Ärzte die Zelle und den Embryo wieder, froren ihn ein und setzten ihn dann Ashleigh ein, deren Körper natürlich zuvor mittels Hormonbehandlung darauf vorbereitet worden war.

Dabei hatten die beiden Frauen wohl großes Glück: Gleich beim ersten Versuch ging alles gut. Um das herauszufinden, mussten sie allerdings zehn Tage warten. Zehn Tage nach dem Einsetzen des Embryos wurde ein Bluttest gemacht, um eine eventuelle Schwangerschaft von Ashleigh festzustellen.

„Das waren die längsten zehn Tage unseres Lebens. Niemand hatte das zuvor gemacht und darum wussten wir nicht, ob es funktioniert hatte“, so Ashleigh. Die Erleichterung war riesig, als der Test positiv war und neun Monate später wurde bereits ihr kleiner Sohn Stetston geboren.

Im Juni 2018 erblickte er gesund und munter mit 3,7 Kilogramm das Licht der Welt. Seither ist er der ganze Stolz der Familie und wird von alle geliebt. Am meisten aber von seinen beiden Müttern, die nun auch wollen, dass diese Methode bekannt wird, weil sie nur die Hälfte der „normalen“ IVF kostet und lesbischen Paaren eine unglaubliche neue Möglichkeit bietet:

„Es ist ein toller Weg, um beide Menschen der Beziehung einzubeziehen“, findet Ashleigh. Für sie und Bliss war es genau die richtige Entscheidung, erklärt sie: „Bliss durfte Stetson fünf Tage in ihrem Bauch haben und war ein großer Teil des Befruchtungsprozesses und dann durfte ich ihn neun Monate austragen. Das hat es für uns beide so besonders gemacht – dass wir beide involviert waren. Sie war ein Teil davon und ich war ein Teil davon.“

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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