Dadurch, dass hier nur Familien leben, haben unsere Kinder immer jemanden zum Spielen.
Das ist toll, im Sommer, wenn alle auf ihren Terrassen sitzen, kann man die Kinder unbesorgt umherstromern lassen.
Bis vor einigen Monaten gab es nur eine Ausnahme hier in der sehr offenen Nachbarschaft. Ausgerechnet unsere direkten Nachbarn igelten sich ein und vermieden jeden näheren Kontakt.
Dabei dachte ich mir schon immer, dass es so gut passen könnte mit uns. Sie haben ebenfalls einen Jungen und eine Tochter, und zwar etwa im selben Alter wie meine beiden. Aber nö, die beiden Kinder spielten wohl nur miteinander oder wurden regelmäßig zum Musikunterricht, Kinderturnen etc. gekarrt.
Kontakt hatten wir nur, wenn dem Paar nebenan ein Zweig unserer Hecke, der in ihren Garten ragte, aufgefallen war oder meine Kinder ein Bonbonpapier in die Mülltonne der Nachbarn geworfen hatten. „Korrekt“ können die, das sage ich euch.
Seit dem ersten Lockdown hat sich das Blatt aber gewendet. Und zwar… komplett.
Ich arbeitete komplett im Homeoffice, unsere Nachbarn mussten ab und zu ins Büro düsen. Als die Kinder dann auch komplett zu Hause waren, klingelte doch tatsächlich eines Tages unsere Nachbarin bei uns und fragte, ob ihre Kinder am kommenden Nachmittag ein paar Stunden bei uns spielen könnten, sie und ihr Mann hätten einen wichtigen Termin.
Ich freute mich richtig! Mal sehen, ob unsere Kinder „harmonieren“ würden.
Das taten sie, die vier verstanden sich prächtig. Alle bettelten regelrecht, dass sie jetzt häufiger miteinander spielen dürften.
Und das dürfen sie. Von uns aus kein Problem! Und von unseren Nachbarn aus – immer und immer lieber.
Es entwickelte sich langsam. Es hat lange gedauert, bis ich grantig wurde. Aber das Maß ist voll.
Die Nachbarskinder waren fortan immer bei uns – und sind es bis jetzt. Sie genießen unseren Garten, in dem man Toben darf, der eine Schaukel, eine Hängematte und im Sommer ein riesiges Planschbecken zu bieten hat. Sie genießen es, dass es hier immer geschnippeltes Obst und bunte Saftcocktails gibt. Sie genießen es, dass man hier auch mal etwas Fernsehen darf. Sie essen mit, wenn wir grillen, sie verschlingen riesige Tortenstücke am Nachmittag.
Bitte denkt nicht schlecht von mir. Ich finde es herrlich, wenn hier Leben ist in der Bude. Ich mag die beiden Kinder sehr, sie sind echt süß. Es reißt uns auch kein Loch in den Geldbeutel, wenn sie hier regelmäßig mitfuttern.
Trotzdem habe ich den Spaß daran verloren. Denn meine Kinder sind NIEMALS bei unseren Nachbarn eingeladen. Ich habe noch nie ein Dankeschön gehört oder die Frage, ob es uns zu viel wird. Es ist alles selbstverständlich. Es wird nicht gewertschätzt.
Und es nimmt Überhand: Neulich kam der Nachbarsjunge rüber, setzte sich zu mir und erzählte stolz: ,Mama hat erlaubt, dass ich heute ein Eis esse!`Zu süß, wie er sich freute. Ich fragte ihn, was er denn wohl für ein Eis essen würde? Seine Antwort? ,Weiß nicht, welches habt ihr denn in der Truhe?` WTF???? Echt jetzt? Seine Mutter hatte ihm erlaubt, bei uns ein Eis zu essen?????
Oder, einen anderen Tag: Die Nachbarin trat an die Hecke, um ihre Kinder – die gerade mit meinen im Garten Twister spielten – zu rufen. Als diese fragten, warum sie denn kommen sollten, erklärte sie ihnen, das sie einen Abstecher in die Eisdiele machen wollten. Und ja, da zogen die drei bestens gelaunt los. Ohne meine Kinder. Wäre es wirklich zu viel verlangt gewesen, meine beiden einmal mitzunehmen, um sich so zu revanchieren?
Ich werde immer saurer und merke, dass ich schon genervt bin, wenn ich die Nachbarskinder wieder in unserem Garten sehe. Dabei können die beiden ja nun gar nichts dafür.
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?“
Vielen Dank, liebe Mama, dass Du Deine Geschichte mit uns geteilt hast.
Alle Namen sind auf Wunsch der Mutter geändert.
WIR FREUEN UNS AUF DEINE GESCHICHTE!
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Gott bist du blöd raus mit dem Pack
Hallo, ich kenne das auch, auch wenn meine schon viel größer sind. Heute bin ich aber irrsinnig froh darüber, immer alle, egal wen, bei uns willkommen geheißen zu haben, denn heute kommt meine 17 jährige mit ihren Freundinnen um bei uns im Wohnzimmer Filme zu sehen oder auf der Terrasse zu quatschen. Immer wieder finde ich heim 14 jährigen einen übernachtungsfreund, die 2 zocken dann oder sehen sich Filme an. Was soll ich sagen? Ich bin dankbar. Dankbar dafür, dass ich meine Türen immer für alle Freunde jederzeit offen hatte und immer was zu essen und zu trinken bereit hatte. Ja, es war mitunter sehr anstrengend. Selber 3 Kinder, Job, Haus.. und alle wollten zu uns. Im Sommer Pool im Winter Eisfläche. Heute sehen mich meine pubertierenden „Kinder“ nicht als peinlich oder das Zuhause als beschämend an, sondern die kommen: zu mir. Offene Türen, immer was zu essen, offene Ohren für wichtige Gespräche. Dafür hat es sich gelohnt! Mein Haus ist (fast) immer voller junger Erwachsen-werdender, die sich hier wohlfühlen❤️Und meine? Sitzen nicht irgendwo in Parks oder unter Brücken, sondern dürfen immer und jederzeit ihre Freunde mitbringen❤️❤️
Hallo, die Geschichte habe ich aufmerksam gelesen. Ich verstehe was du meinst und was dich daran verärgert. Wieso sprichst du die Eltern nicht selbst an? Du sammelst den ganzen Groll in dir an und das ist nicht gut weder für dich noch für sonst jemanden und schon gar nicht für die Kinder. Warum fragst du die Mutter nicht ob deine Kinder mal rüberkommen dürfen zum Spielen, Grillen, Eisessen, etc.? Ganz ohne Vorwurf! Einfach nur als Frage. Wenn Sie verneint, dann frage nach dem Grund. Wenn sie bejaht vereinbare verbindlich einen „Termin“. Was kann schlimmstenfalls passieren? Nur das alles so ist wie vorher ♀️ Man sollte Kindern auch vorleben das man mit Situationen die einem nicht passen nicht unbedingt leben muss. Das offene Gespräch löst so viele Konflikte. Und nein, deine Probleme solltest du nicht von den Kindern lösen lassen, denn so wie ich das gelesen habe hast ja nur du das Problem und nicht deine Kinder. Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Lösen der unschönen Situation und ich gestehe das ich neugierig bin wie es ausgeht. Viele liebe Grüße
Hallo, wenn es dich stört würde ich mit den Eltern ins Gespräch gehen, sonst kann es passieren das es dann zum großen knall kommt und dann überhaupt kein Kontakt mehr besteht , kenn ich aus meiner eigenen Kindheit.
Vielleicht nehmen das die anderen ELtern auch nicht so wahr…