Zu nackt für Social Media: Facebook sperrt Foto von Geburt


Francie hat ihr zweites Kind zu Hause zur Welt gebracht, bei sich auf dem Bett, so gut wie alleine. Ihr Mann kam fast zu spät, schaffte es aber noch, den allerersten gemeinsamen Moment von Mutter und neugeborener Tochter auf einem Foto festzuhalten.

Genau über dieses Foto ist eine hitzige Diskussion entbrannt, denn sie postete es auf Facebook. Genau ein Jahr nach der Geburt stellte sie es in eine private Gruppe, deren Thema Geburten und die Diskussion über verschiedene Arten, ein Kind zur Welt zu bringen, ist. Dazu schrieb Francie: „Mein Herz sagt mir, dass ich das Bild teilen soll, das Gefühl von Stärke, das ich durch diese Geburt und den Eintritt meiner Tochter in diese Welt erhalten habe, soll auch anderen Frauen Kraft geben.“

Gleich danach ging es rund: Das Bild wurde gesperrt und Francie sogar kurzzeitig von Facebook geworfen. Nun stellten sich viele die Frage, wie nackt zu nackt ist und vor allem, in welchem Kontext Nacktheit anstößig ist.

Auf dem Foto ist Francie komplett nackt und eine ihrer Brüste ist deutlich zu sehen. Auch ein paar Schamhaare kann man erkennen, mehr allerdings nicht. Der Fokus liegt darauf, dass sie ihr Baby in den Händen hält, offenbar erschöpft und überglücklich. Dessen Nabelschnur führt zwischen die Beine der Mutter.

Leonardo Mayorga

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Facebook hat in seinen Richtlinien festgelegt, dass Bilder entfernt werden, die sexuelle Inhalte zeigen – dazu gehört auch Nacktheit. Weibliche Brustwarzen sind nicht erlaubt, das Stillen von Babys nach einer großen Protestwelle inzwischen schon.

Diverse Fotos von Geburten sind ebenfalls online. Das von Francie allerdings durfte nicht bleiben. Und das, obwohl es einfach nur einen echten, ehrlichen und intensiven Moment zeigt, der nichts mit Pornografie oder sonstigen anstößigen Inhalten zu tun hat.

„Ich bin ehrlich perplex davon, wie eine Frau dafür beschämt wird, weil man die Macht hat, es zu tun, indem sie ein Foto löschen muss, das sie gepostet hat, um ihre Geburt zu zeigen, die Schönheit ihres Körpers, ihren Mut, an einer Stelle gepostet, wo die Rückmeldung von so vielen Frauen positiv war, voller Achtung und Lobpreisung, und in einer privaten Gruppe, in der alle Mitglieder angefragt hatten, um ein Teil von ihr zu sein“, gab sich auch Hausgeburts-Hebamme Kimm Sun gegenüber dem New York Magazine schockiert.

Francie hingegen nahm die Sache gelassen. Sie erklärte, sie sei sich im Klaren darüber gewesen, dass das Foto sehr viel zeige. Aber durch die entstandene Debatte darüber wurde es öfters gesehen als ohne. Und so meint sie: „Wenn es auch nur eine Person gibt, die dieses Bild ansehen kann und der es das Gefühl gibt, dass sie Dinge verwirklichen kann, von denen sie dachte, dass sie sie nicht kann, oder wenn es deren Definition davon, was möglich ist, verändert hat, dann war es das wert.“

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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