Wie ihr aus eurem Baby ein Genie macht

Zugegeben: Ich halte nicht viel von übermäßiger Frühförderung (m)eines Babies. Ich war mal Au-Pair, und ich habe die Kinder meiner Gast-Familie eigentlich die ganze Zeit nur vom Chinesisch- zum Ballett- zum Turn- zum Musik- zum Kunstunterricht gefahren. Und Samstags gab es noch ein Fußballspiel. Sie waren 3, 4 und 5, und schienen mir nicht besonders glücklich.

15 Jahre später habe ich selbst ein Baby, und will nichts mehr, als dass es eine schöne Kindheit hat, und die Welt spielerisch entdeckt. Aber ich weiß auch, dass die Welt nicht fair ist. Und ein großer Teil der Unfairness liegt darin, dass es manchen Menschen einfach leichter fällt, zu lernen. Das macht sie nicht zwingend glücklicher, aber es räumt schon mal die ersten Hindernisse aus dem Weg: Den Stress, wenn man JEDEN Tag Angst vor der Schule, vor schlechten Noten, vor den Lehrern hat. Und später, weil man studieren KANN, was man WILL. Was noch später dazu führen könnte, dass man einen besseren, oder besser bezahlten Job ergattern wird.
Aber dafür von Pekip- zu Musik- zu Turnstunde hetzen? Nee. Aber was ganz einfach geht: Täglich eine Stunde Musik hören. Scheinbar ist das der Trick zu einem hellen Geist, zumindest, wenn es die richtige Musik zur richtigen Zeit ist. Davon ist zumindest der Amerikaner Rick Beato, Erfinder der Nuryl-App, überzeugt. Es gibt ein Video auf nuryl.com, in dem sein etwa 5-jähriger Sohn auf Chinesisch(!) das Prinzip der App erklärt. Einige Minuten später schlägt Rick auf dem Klavier mehrere Tasten auf einmal an, und sein Sohn hört die Töne raus – er hat das absolute Gehör. Nun kann das Kind einfach ein Wunderkind sein (seine kleine Schwester übrigens auch), oder es ist was dran, an der App.
Im Prinzip geht es darum: In den ersten 1000 Tagen im Leben eines Menschen entwickelt sich das Hirn rasant: Milliarden Neuronen im Gehirn formen neue Verbindungen, mehr als jemals wieder im Leben. Und je mehr Verbindungen sich bilden, desto besser. Dieses Zeitfenster, vom etwa 5. Schwangerschaftsmonat bis zum zweiten Lebensjahr, sollte man nutzen, um das Gehirn mit Musik zu stimulieren. Und zwar nicht irgendeine, sondern hochkomplexe, „High Information“-Musik. Leider sind das nicht nette, melodische Popsongs oder gar Kinderlieder, sondern am ehesten Jazz- und klassische Musikstücke. Rick sagt, wenn Kinder von klein auf diese hochkomplexen Harmonien hören, fällt es ihren Gehirnen später viel leichter, auch irgendwelche anderen Töne zu verarbeiten. Sie lernen leichter Sprachen (neben Chinesisch spricht das Kind im Video später auch Deutsch), haben ein größeres Erinnerungsvermögen, können Sachverhalte besser durchdenken und verstehen.

Funktioniert das wirklich? Ganz ehrlich: Ich habe diese App runtergeladen, weil ich das Gefühl habe, wenn es nichts bringt – schaden wird es auch nicht. Wir haben der Musik im kritischen 9. und 10. Monat (der wichtigste Zeitraum für die Entwicklung von den Hirnbereichen, die für Sprache, Hören und Wahrnehmung zuständig sind) recht oft gelauscht, dann schlich sich etwas der Schlendrian ein. Leider bin ich einfach kein Jazz-Fan, und Klassikmusik mag ich nur, wenn sie eine schöne Melodie hat.

Mein Kind nervt es dagegen nicht, wir haben die App im Hintergrund laufen, wenn wir spielen – man soll sich mit den Kindern beschäftigen, während die Musik läuft. Ist mein Kind deshalb weiter entwickelt als andere Kinder? Nö. Es ist ein motorischer Frühstarter, und es kann sich mit seinen anderthalb Jahren sehr gut intensiv allein mit etwas beschäftigen, was anderes ist nicht bemerkenswert.
Aber was tut man nicht alles für’s Kind. Zum Beispiel neun Euro ($9.99) monatlich (oder ca. 70 Euro ($79.99) im Jahr für nervige Musik ausgeben, in der Hoffnung, dass es ihrem kleinen Gehirn später leichter fallen wird als meinem damals, dem Matheunterricht zu folgen.

 

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