Wenn Kinder alleine Fahrrad fahren: Tipps zur Sicherheit

Kinder sind die gefährdetsten Verkehrsteilnehmer, so Unfallstatistiken. Weil sie noch klein sind, werden sie leicht übersehen. Auch lassen sie sich leicht ablenken und können die Gefahren nicht erkennen. Leider wird das nicht besser, wenn die Kinder alleine Fahrrad fahren, und zwar im ganz normalen Straßenverkehr. Zwar macht es den Alltag leichter, wenn endlich die Einkäufe auf den nun Kindersitz-freien Gepäckträger kommen, dafür müssen Eltern nun viel besser auf ihre Kinder aufpassen.

Außerdem beginnt nun die Verkehrserziehung in der Praxis, und da gibt es viele Regeln, die Kinder verinnerlichen müssen, um sicher unterwegs zu sein. Immer mit dabei: Die Ermahnung zur Vorsicht und Rücksicht.

Gehweg oder Fahrbahn?

Erwachsene sollten sich immer vor Augen halten: Kinder bis neun Jahre können Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht richtig einschätzen; die Eltern sind also diejenigen, die beim gemeinsamen Radfahren die Entscheidungen treffen.

Trotzdem heißt das nicht, dass Kinder bis dahin nur auf dem Hof fahren dürfen. In Deutschland dürfen Kinder auf dem Gehweg fahren, wo sie auch etwas vor dem Autoverkehr geschützt sind. Dort dürfen sie bleiben, bis sie zehn Jahre alt sind. Alleine Fahrrad fahren sollten Kinder erst, wenn sie die Radfahrprüfung in der vierten Klasse der Grundschule bestanden haben oder mit dem 12. Lebensjahr.

Ein Gesetz, das seit 2017 gilt, macht außerdem das legal, was schon lange praktiziert wird: Eine Aufsichtsperson darf ebenfalls mitfahren. Schließlich ist es nicht wirklich alltagstauglich, wenn Mama oder Papa auf der Fahrbahn neben dem Kind herfahren müssen. Bis ein Kind acht Jahre alt ist, darf es dort nämlich gar nicht sein – es gilt die Gehweg-Pflicht! Die Ausnahme sind Radwege, die baulich von der Fahrbahn getrennt sind.

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Die Fahrrad-Grundregeln

Auf dem Gehweg, dem Radweg und der Straße gibt es einiges zu beachten und zu lehren, damit unsere Kinder sicher unterwegs sind:

  • Langsam fahren: Je besser man es kann, desto schneller darf man werden. Wird man unsicher oder kommt in eine Situation, die man nicht sofort überblicken kann, besser absteigen.
  • Das richtige Bremsen üben und vom Kind konsequent einfordern: Einfach abzuspringen ist gefährlich!
  • An Straßen und vor Ausfahrten gut aufpassen und je nach Können entweder langsam fahren oder ganz stehenbleiben: Ist das Muster des Gehwegs plötzlich weg oder der Bordstein abgesenkt, dann ist es eine Ausfahrt.
  • Abstand zu parkenden Autos halten, mind 80 cm, weil immer die Tür aufgehen kann
  • Vorsicht vor dem Toten Winkel beim LKW: LKWs lassen wir die Vorfahrt und warten, bis sie weg sind, weil man sich nicht sicher sein kann, ob sie einen gesehen haben. Auch nicht in Kurven neben LKWs herfahren, weil ihre Spurhaltung nicht optimal ist.
  • Verkehrsschilder beachten: Vor allem das STOPP – da muss mindestens ein Bein am Boden sein.
  • Nicht verkehrt herum auf dem Fahrradweg fahren, es gilt das Rechtsfahrgebot.
  • Besondere Vorsicht an Bus- und Bahnhaltestellen. Immer Abstand zu Straßenbahnen halten. Sie können so gut wie nicht reagieren.
  • Beim Straßenüberqueren schieben.

Diese Regeln sollten Eltern ihren Kinder immer wieder klarmachen. Beim Fahrradfahren sollten sie immer wieder ruhig erklären, warum man wie reagieren muss.

Wenn Kinder alleine Fahrrad fahren: Die richtige Ausrüstung

Sicheres Radfahren beginnt auch schon zuhause, nämlich mit der richtigen Ausrüstung. Dazu gehört auf jeden Fall ein Rad, das den Vorschriften entspricht. Es sollte regelmäßig vom Fachmann überprüft werden, zwei funktionierende, unabhängige Bremsen, Licht und Reflektoren haben.

Trägt das Kind außerdem helle Kleidung und/oder Reflektoren und Warnweste, wird es von Autofahrern besser und vor allem früher gesehen. Laut ADAC vergrößert sich die Entfernung, aus der das Kind wahrgenommen wird, von 25 auf 130 Meter, wenn es Reflektoren trägt.

Eine der wichtigsten Grundregen ist wohl, immer einen Helm zu tragen. Er ist ein wahrer Lebensretter. Hier gilt, wie bei fast allem, dass Kinder durch Vorbilder lernen. Also Mamas und Papas: Ebenfalls einen Helm aufsetzen!

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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