Wenn die Zeit nicht alle Wunden heilt: Vater rächt nach 33 Jahren den Mord an seiner Tochter

Am 2. Mai 1985 begann trat das Grauen in das Leben von Juan José Fernández und seiner Familie: Seine vierjährige Tochter Ana verschwand im andalusischen Huétor Santillán, einem Dorf nahe Granada. Zwei Tage später fand man sie schließlich tot in einem Brunnen, der in einem verlassenen Gemüsegarten stand.

Es war Mord.

Die Obduktion ergab, dass die kleine Ana an Wasser und Schlamm aus dem Brunnen erstickte.

Noch am selben Tag nahm die Polizei den Täter fest, Enrique Sánchez, den 22-jährigen Cousin von Anas Mutter. Schnell gestand er den Mord: Er hatte das Mädchen in einen verlassenen Garten gelockt, um sie zu vergewaltigen. Als Ana sich zu sehr wehrte, versuchte er, sie zu erwürgen. Auch das gelang ihm nicht, deshalb warf er sie in den drei Meter tiefen Brunnen und verschloss diesen. Danach ging er nach Hause.

Sánchez wurde insgesamt zu 40 Jahren Haft verurteilt. Etwas mehr als 20 saß er davon ab, dann kam er wieder frei. Eine Ohrfeige für die Angehörigen des ermordeten Mädchens. Denn ihr Verlust ist zu groß, als dass sie dem Täter jemals vergeben könnten.Und so holte den Sánchez jetzt, 33 Jahre nach dem Mord, seine Vergangenheit schmerzhaft wieder ein.

Anas Vater Juan José Fernández, inzwischen 70 Jahre alt, sah den Mörder seiner Tochter zufällig auf der Straße. Frei. Mitten im Leben.

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Der Metzger verlor jegliche Kontrolle und stach mit einem Fleischermesser auf den Mann ein, der das Glück seiner Familie zerstört hatte. Er rief: „Ich werde dich töten!“ und verletzte ihn an Händen und Nase. Passanten schritten ein, bevor Schlimmeres passieren konnte.

Nun werden sich die beiden Männer nach 33 Jahren tatsächlich schon bald wieder vor dem Gericht gegenübersitzen – nur diesmal mit vertauschten Rollen. Aus dem grausamen Täter wurde hier das Opfer – und das „ehemalige“ Opfer muss sich nun selbst als Täter vor dem Gesetz verantworten.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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