Für viele einkommensschwache Familien könnte es bald weniger Unterstützung geben: Die Bundesregierung will den Sofortzuschlag für Kinder streichen.

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    Steigende Lebensmittelpreise, höhere Mieten und immer neue Ausgaben für den Familienalltag – viele Eltern müssen ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen. Umso größer dürfte für viele Betroffene jetzt diese Nachricht sein: Die Bundesregierung will den sogenannten Sofortzuschlag für Kinder streichen, wie verschiedene Medien berichten.

    Seit Juli 2022 erhalten einkommensschwache Familien für ihre Kinder einen monatlichen Sofortzuschlag. Er wurde damals eingeführt, um Kinder und Jugendliche, die von Armut betroffen sind, kurzfristig besser zu unterstützen. Zunächst lag der Zuschlag bei 20 Euro pro Monat, später wurde er auf 25 Euro erhöht.

    Das plant die Bundesregierung

    Nun hat das Bundeskabinett ein Haushaltsbegleitgesetz beschlossen, das den Sofortzuschlag wieder abschaffen soll. Betroffen wären Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus einkommensschwachen Familien, die den Zuschlag bislang als Teil des Kinderzuschlags erhalten.

    Gut zu Wissen

    Den Kinder-Sofortzuschlag gibt es seit Juli 2022. Er wurde eingeführt, um Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien zusätzlich zu unterstützen und ihre Chancen zu verbessern. Die Leistung beträgt derzeit 25 Euro pro Kind und Monat und ist bereits im Kinderzuschlag beziehungsweise in bestimmten Sozialleistungen enthalten. Eigentlich war der Zuschlag als Übergang gedacht, bis eine Kindergrundsicherung eingeführt wird – diese Reform wurde jedoch nie umgesetzt.

    Der Kinderzuschlag selbst soll bestehen bleiben, derzeit kann er bis zu 297 Euro pro Kind und Monat betragen – in diesem Betrag sind die zusätzlichen 25 Euro bereits enthalten. Künftig würden diese 25 Euro entfallen.

    Warum der Zuschlag gestrichen werden soll

    Mit der Abschaffung möchte der Bund nach eigenen Angaben rund 450 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Das Geld soll zur Konsolidierung des Bundeshaushalts beitragen. Insgesamt plant die Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2027 Ausgaben von rund 555,4 Milliarden Euro.

    Gleichzeitig sind auch in anderen Bereichen Einsparungen vorgesehen, etwa bei Finanzhilfen für den Klima- und Transformationsfonds sowie bei Zuschüssen zur Renten- und Krankenversicherung.

    Eigentlich war der Zuschlag nur als Übergang gedacht

    Der Sofortzuschlag wurde 2022 als erste Maßnahme gegen Kinderarmut eingeführt. Damals erklärte die damalige Bundesfamilienministerin Lisa Paus, er solle Familien entlasten, bis die geplante Kindergrundsicherung komme.

    Diese Kindergrundsicherung sollte verschiedene staatliche Familienleistungen bündeln und verbessern. Das Vorhaben der damaligen Ampel-Regierung wurde jedoch nicht umgesetzt. Nun soll auch der Sofortzuschlag wieder wegfallen.

    Für uns bleibt ein bitterer Beigeschmack

    Wenn gespart werden muss, sollte das nicht zulasten der Kinder gehen. Gerade diejenigen, die ohnehin mit weniger aufwachsen, brauchen Unterstützung statt weiterer Kürzungen.

    Was denkst du darüber? Ist es nachvollziehbar, an dieser Stelle zu sparen?

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