„Hi, ich bin Kathi und möchte euch heute von unserem ereignisreichen, ungewöhnlichen Hochzeitstag erzählen:
Am 30. Mai 2026 hatten mein Mann und ich eine kleine Standesamtliche Hochzeit geplant – bevor unser Baby geboren wird.
Ich war in der 37. Schwangerschaftswoche, es war knapp, aber wir hatten ja noch Zeit, so dachte ich jedenfalls.
Also organisierten wir noch mit bestem Gewissen eine kleine Hochzeit, schließlich fühlte ich mich bis dahin gut und von der Frauenärztin gab es auch keine Bedenken. Klein bedeutet bei unseren Familien ca. 50 Personen. Geplant war eine Trauung im Standesamt um 12.30 Uhr mit einer anschließenden Party im Garten meiner Eltern.
Am Morgen des 30. Mai bin ich noch zu meinen Eltern gefahren, um ihnen bei den letzten Vorbereitungen zu helfen. Ich habe mich anschließend in Ruhe fertig gemacht und war fit.
Bis ich um 10 Uhr dann wahrscheinlich einen Blasensprung hatte. Es war aber nicht so wie im Film, dass plötzlich die Fruchtblase platzt und alles voller Wasser ist.
Ich habe noch gedacht: Es sind ja nur noch drei Wochen bis zum ET, wahrscheinlich bin ich langsam wirklich „undicht“.
Ich hab dann auch leichte Schmerzen bekommen, aber sie nicht mit Geburtswehen in Verbindung gebracht. Auch hier dachte ich noch, dass es bestimmt Senkwehen sind, weil sich mein Bauch noch nicht gesenkt hatte.
Ich habe mir eingeredet: „Das sind einfach Senkwehen. Beruhige dich. Du bist einfach etwas aufgeregt wegen der Hochzeit und wenn die Trauung vorbei ist, wird es weniger stressig und dann geht das von alleine wieder weg und du hast noch ein paar Wochen bis das Baby kommt.“
Die „Senkwehen“ sind dann immer wieder gekommen und gegangen, ich habe dann noch meinen Freund angerufen und ihm gesagt, dass ich so blöde Senkwehen habe. Er hat in dem Moment gedacht, dass ich gestresst bin und vor Aufregung übertreibe.
Wir sind zum Standesamt gefahren und die Schmerzen wurden immer stärker.
Ich wusste teilweise nicht mehr genau, wie ich mich bewegen sollte. Wir sind dann zu Fuß ins Standesamt reingegangen und ich habe zum dem Zeitpunkt auch kaum noch Gäst:innen begrüßt, weil ich mich nicht mehr gut gefühlt habe – ich wollte einfach schnell die Trauung hinter mich bringen.
Die Standesbeamtin hat schnell gemerkt, dass etwas los ist und hatte direkt Panik – und als wir dann vorne vor ihr saßen, musste ich schon Wehen veratmen.
Im Standesamt ging alles dann sehr schnell
Die Standesbeamtin wollte anfangen und als ich minütlich Wehen bekam, fragte sie uns, ob sie lieber die schnelle Version durchziehen soll. Wir schauten uns beide an und sagten: Ja!
Sie fragte dann nur, ob wir beide mit der Heirat einverstanden sind, was wir mit Ja beantwortet haben, dann haben wir noch schnell die Ringe getauscht und unterschrieben.
Wir waren in neun Minuten verheiratet, in diesen neun Minuten hatte ich alle drei Minuten wehen.
Also wurde der Rettungswagen gerufen, was auch genau richtig war.
Da waren wir direkt das Highlight des Tages, ein Brautpaar im Anzug und Hochzeitskleid hatten sie auch noch nie.
Die Geburt ging sofort los
Dann sind die Herztöne noch schlechter geworden und es hieß auf einmal „Notkaiserschnitt“, was für mich die absolute Hölle gewesen wäre.
Ich habe dann die nächste Presswehe genutzt und noch mal gepresst und dann hat die Ärztin gesagt, dass wir es nochmal versuchen, sie hat dann mit der Saugglocke mitgezogen und dann kam unser Baby, hat geschrien und wurde mir auf die Brust gelegt. Unserem Jungen ging es gut.
Das war um 12:58 Uhr. Wir haben innerhalb von eineinhalb Stunden geheiratet und sind Eltern geworden.
Das ist ja heftig 😳 Diesen Tag wird einfach niemand mehr vergessen 😍
Diese Geschichte hat mich echt verblüfft! Wie lustig die Mama aber auch im Nachhinein darüber schreibt 😀 Mein Favorit ist das Bild mit dem Hochzeitskuchen im Krankenhaus ❤️ Zum Glück ist alles gut ausgegangen!
Wenn Kirchenglocken und Babygeschrei gleichzeitig starten! Wie unfassbar ist diese Echte Geschichte denn?! Ich glaube, so eine Geburtsgeschichte hab ich noch nie gehört 😆