Weiche Babyhaut? Leider nicht. Mein Baby hat Neurodermitis.

„Weiche Babyhaut … die hatte mein Maxi nie. Schon kurz nach seiner Geburt fiel mir auf, dass er vereinzelte trockene Stellen und leichten Milchschorf hatte. Noch dachte ich, das sei normal. Ich kuschelte mit meinem Baby, cremte und pflegte seine Haut und genoß die magischen ersten Wochen mit meinem Neugeborenen.

Ich heiße Aileen, bin 30 Jahre und wohne mit meinem Mann und meinen beiden Söhnen in einem kleinen Ort bei Hannover. Zu der Zeit lebte ich den ganz normalen Alltag, wie all die anderen Mamas auch. Bis zum 24. November 2018. Maxi war sechs Monate alt und hatte an diesem Tag seinen ersten schlimmen Neurodermitis-Schub, wie mir später die Ärztin bestätigte. Er weinte und kratzte sich blutig, hatte offene Stellen an Knien und Armen. Maxi war aufgelöst. Und ich auch.

Trockene Haut Neurodermitis

Trockene, rissige Haut – bei Maxi fast immer der Fall. Foto: Nilay Pavlovic

Sein erster schlimmer Schub kam an einem Sonntag Abend, aber ich wollte nicht bis Montag mit dem Arztbesuch warten. Ich habe als Kind selbst unter Neurodermitis gelitten – weiß also, wie unangenehm dieser Juckreiz ist. Und Maxi war noch so klein, er verstand überhaupt nicht, was los war und quälte sich. Also fuhren wir in die Notaufnahme.

Die Wartezeit kam mir ewig vor. Als wir endlich dran kamen, packte ich Maxi aus und sah den besorgten Gesichtsausdruck der Ärztin. Bitte sag, dass es nur eine allergische Reaktion ist, dass es morgen abflaut, dachte ich. Leider sagte sie, was ich nicht hören wollte: „Das sieht nach einem starken Neurodermitis-Schub aus.“

Maxi hat Neurodermitis. Und ich habe es ihm vererbt.

„Die Wahrscheinlichkeit liegt bei rund 40%, dass eine Neurodermitis-kranke Mama ein Kind auf die Welt bringt, das die Hauterkrankung ebenfalls hat“, klärte sie mich auf. Ich sah auf meine Hände, denen man die Neurodermitis ansieht. Die leicht verdickte, raue Haut erinnert mich daran, wie ich mich als Kind herumgequält habe.

Mama und Sohn haben Neurodermitis

Neurodermitis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vererbt. Foto: Nilay Pavlovic

Ich hatte ihm die Krankheit vererbt. Schlimmer, als ich sie hatte. Da lag mein Baby mit wunden Stellen und wimmerte. „Bleibt das so schlimm bei ihm?“ fragte ich. Die Ärztin meinte, sie kann mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher sagen, wie es sich entwickeln wird. Für den Moment schrieb sie uns Badezusätze und Cremes auf und verwies uns an den Kinderarzt. Am Montag nahm sich unser Kinderarzt viel Zeit, untersuchte Maxi eingehend – und bestätigte: „Maxi hat Neurodermitis.“ Er versuchte, mir Mut zu machen: „Fast jedes siebte Kind leidet darunter. Oft verwächst sich das aber bis zum fünften Lebensjahr.“

Ein weiterer Auslöser für Maxis Neurodermitis – eine Lebensmittel-Allergie

Später stellte der Kinderarzt fest, dass Maxi eine Nahrungsmittel-Allergie hat, die unter anderem seine Schübe auslöst: Er diagnostizierte eine Kuhmilch-Eiweiß-Allergie.
Mein Kleiner reagierte mit Ausschlag aufs Stillen, wenn ich etwas Entsprechendes gegessen hatte: Also verzichtete ich auf sämtliche Milchprodukte. Vorbei war, beziehungsweise ist Maxis Neurodermitis dadurch leider nicht. Die Krankheit ist chronisch, und tritt immer wieder in Schüben auf. Manchmal völlig unerklärlich, wie aus dem Nichts, aber oft weil er etwas Falsches gegessen hat oder durch kleine Infekte wie eine Erkältung. Manchmal ist es nur schwach ausgeprägt, manchmal mit schrecklichem Juckreiz verbunden.“

Hilft die richtige Pflege bei Neurodermitis?

Die richtige Creme kann die Häufigkeit der Schübe vermindern bzw. den Verlauf mildern. Für die so wichtige tägliche Neurodermitis-Basispflege gibt es zum Beispiel den „AtopiControl“ Balsam von Eucerin. Da sich der Balsam leichter verteilen läßt und schneller in die Haut einzieht als eine Creme, mögen es manche Kinder lieber auf der Haut.

Der neue „AtopiControl“ Balsam für trockene Haut und Neurodermitis.

Der neue „AtopiControl“ Balsam für trockene Haut und Neurodermitis. Foto: PR

Im Balsam sind enthalten:

  • Omega-6-Fettsäuren wie natürliches Nachtkerzensamenöl und Traubernkernöl sind wichtige Bausteine, um die Hautbarriere wieder aufzubauen und gleichzeitig rissigen Stellen vorzubeugen.
  • Licochalcone A, gewonnen aus der chinesischen Süßholwurzel: Dieser natürliche Inhaltsstoff beruhigt gereizte Haut und mildert Rötungen.

180 Mütter aus unserer Echte Mamas-Community haben den „AtopiControl“ Balsam getestet (hier findet ihr die Ergebnisse im Detail).

Die „AtopiControl“-Basispflege ist frei von Duftstoffen, Farbstoffen und Parabenen. Deshalb ist sie bereits für ganz kleine Mäuse ab 3 Monaten geeignet. Balsam und Lotion sind in der Apotheke erhältlich. Weitere Informationen hier.

Neurodermitis ist hart, aber Lachen kommt nicht zu kurz

Maxi ist trotz seiner Neurodermitis ein kleiner Strahlemann. Foto: Nilay Pavlovic

„Meine Hoffnung: Dass sich die Symptome der Krankheit abschwächen oder sich die Neurodermitis sogar komplett „verwächst“. Drückt uns die Daumen!“

Aileen ist eine Echte Mama aus unserer Kinder mit Neurodermitis-Community und teilt ihren Weg mit uns. Danke, liebe Aileen, für deine Offenheit! Hier lest ihr, wie häufig der kleine Maxi heute Neurodermitis-Schübe hat, wie Aileen und ihre Familie das Jucken in den Griff bekommen und wie sie ihren Alltag meistern.

Fakten zu Neurodermitis

    • Neurodermitis wird auch atypische Dermatitis oder endogenes Ekzem genannt
    • „Aileen und Maxi sind nicht alleine: In Deutschland sind etwa vier Millionen Menschen betroffen. Damit ist Neurodermitis die häufigste chronische Hauterkrankung hierzulande“, so Eucerin-Expertin Dr. Sophia Bergmann.
    • Bei Babys kann Neurodermitis ab dem dritten Lebensmonat vorkommen
    • Fast jedes siebte (!) Kind in Deutschland leidet darunter
    • Neurodermitis ist nicht ansteckend und kann sich verwachsen
    • Die Erkrankung verläuft schubweise
    • Viele weitere Informationen unter www.neurodermitis-hautwissen.de

Symptome von Neurodermitis

„Bei Babys treten Schuppenkrusten auf stark geröteten Hautstellen meist im Gesicht auf (Achtung, der Milchschorf kann, aber muss nicht eine Vorstufe von Neurodermitis sein und ist nicht zu verwechseln mit dem meist völlig harmlosen Kopfgneis). Wenn daraus schuppige, juckende Ekzeme entstehen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Neurodermitis. Besonders betroffen sind Knie, Handgelenke und Ellenbeugen, der Nacken, das gesamte kleine Gesicht (manchmal auch die Lippen und sogar die Augenlider), Oberschenkel und Hände. Auffällig ist, dass Kratzmale bei vielen kleinen Patienten als weiße (nicht wie bei gesunder Haut als rote) Streifen auf der Haut erscheinen“, erläutert die Eucerin-Expertin.

Vitesse Schleinig

Aus der Münchner Verlagswelt kam ich vor rund zehn Jahren in die Hamburger Online-Welt, wo ich seither texte, was die Tastatur hergibt. Das Leben mit meinem Mann und unserem 3-Jährigen nehme ich mit Humor, Liebe – und viel Yoga. Und ich bin überzeugt, dass aus willensstarken Kindern großartige Erwachsene werden. Ganz bestimmt!

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Kommentare

  1. […] „Manchmal wird Mamas eingeredet, Babys hätten Neurodermitis, weil sie nicht genug geliebt werden oder in einem Zuhause voller Spannungen aufwachsen. Auf der anderen Seite gibt es Stimmen, die das Gegenteil behaupten: Neurodermitis sei Folge davon, dass Eltern ihre Kleinen verhätscheln und zu stark sensibilisieren. Wenn ich so etwas höre, bin ich sauer und sprachlos zugleich“, sagt die 30-jährige Aileen aus unserer  Gruppe „Echte Mamas von Kindern mit Neurodermitis“. Ihr Sohn (19 Monate) hat schwere Neurodermitis, seit er ein halbes Jahr alt ist.  […]

  2. Mein Sohn (25 Monate alt) hat ebenfalls Neurodermitis und das sehr stark. Wir sind bereits von verschiedenen Ärzten bis hin zur Homöopathie und Osteopathie unterwegs gewesen und bisher hilft wirklich nichts. Ich habe schon lange die Vermutung, dass auch eine Allergie vorliegt. Wie wurde die Allergie bei Maxi denn diagnostiziert? Uns wurde eine Blutabnahme vorgeschlagen, die die Ärzte aber bei einem so kleinen Kind recht ungern durchführen möchten.

    Ich finde es toll, dass ich diesen Artikel gefunden habe. Es spendet Trost zu wissen, dass so viele Eltern mir ihren Kleinen mit leiden.

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