Strumpfhose statt Maske? Warum Nylons besser gegen Corona schützen

Medizinische Maske, FFP2, Visiere… In den letzten Monaten, man muss ja inzwischen schon fast Jahren sagen, sind wir alle gezwungenermaßen zu kleinen Profis geworden, was Mund-Nasen-Schutze angeht. Seeeufz. Aber nützt ja nichts.

Ganz neu war mir allerdings dieses zweckentfremdete Produkt, dass sich in einer britischen Studie als äußerst wirksam gegen eine Corona-Infektion erwiesen hat:

Forscher der Cambridge University haben herausgefunden, dass uns ausgerechnet Strumpfhosen mega gut vor den gefürchteten Viren schützen können!

O-kay…. Hä!? Das war mein erster Gedanke, als ich diese Überschrift gelesen habe.

Um das Interessanteste mal vorweg zu nehmen: Dafür trägt man sie natürlich nicht an den Beinen.

Untersucht wurde vielmehr das Problem, dass die herkömmlichen Mund-Nasen-Schutze oftmals nicht eng genug anliegen, als dass sie alle Viruspartikel abfangen könnten. Die Wissenschaftler haben daher sieben verschiedene Methoden untersucht, die die Wirksamkeit der Masken erhöhen könnten. Getestet wurden u.a. Gummibänder, Klebeband, Pflaster und eben auch Strumpfhosen.

Foto: PLOS One

Vier Freiwillige testeten die ungewöhnlichen Hilfsmittel und trugen dabei diverse Maskentypen. Um allen Eventualitäten zu begegnen, führten die Probanden Übungen durch, die alle alltäglichen Aktivitäten abdeckten: Sprechen, Lächeln, Kopf in alle Richtungen drehen, Atmen 😉 …

Und was soll ich sagen: Die Strumpfhosen waren in Sachen „Virusfang“ die absoluten Spitzenreiter.

Allerdings gaben die Wissenschaftler zu bedenken, dass Strumpfhosen in der Öffentlichkeit „wahrscheinlich nicht über längere Zeiträume hinweg toleriert werden“.

Und: So simpel und so effektiv der Nylon-Hack auch ist – die Probanden empfanden es insgesamt als eher umbequem, sich ein Stück Strumpfhose über die Maske zu ziehen. Sie bereiteten ein „hohes Maß an Unbehagen“ und Probleme beim Sprechen.

Das war den Wissenschaftlern allerdings schon vorher klar. Ihr Ziel war es demnach nicht, die Menschen für die restliche Pandemie mit Nylons im Gesicht auf die Straße zu schicken – sondern diese Erkenntnisse an Masken-Entwickler weiterzugeben, die diese bei künftigen Modellen berücksichtigen können.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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