Straffälliger Vater, Adoption: Aber jetzt habe ich meine absolute Traumfamilie!

Wie ist es, wenn sich der Partner nach der Geburt des gemeinsamen Kindes als echter Alptraum-Papa entwickelt? Wenn er mehr Last als Unterstützung in der anstrengenden ersten Zeit mit Baby ist?

Unsere echte Mama Martina (34) aus Augsburg erzählt uns ihre turbulente Geschichte – mit Schicksalsschlägen, die eigentlich für drei Leben reichen würden. Die aber zum Glück – Spoileralarm! – mit einem echten Happy End endet:

„Ich kannte meinen damaligen Freund gerade mal neun Monate, als ich 2012 unsere  Tochter Anna-Sofie zur Welt brachte. Sie war tatsächlich ein ‚Souvenir‘ aus unserer ersten Nacht.

Ich war verliebt und freute mich auf unser Kind – obwohl ich noch während der Schwangerschaft erfuhr, dass er mich mehrfach mit einer anderen Frau betrog.

Leider erlebte ich nach der Geburt statt eines harmonischen Familienlebens ein echtes Drama. Mein Freund wandelte sich total, er fing an zu trinken.

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Ich erfuhr nach und nach, dass er insgesamt bereits 14 Vorstrafen hatte, wegen Drogengeschichten, Körperverletzung, Trunkenheit am Steuer…

Mit unserer Kleinen war ich eigentlich fast immer alleine. Er war unterwegs und soff bis zum frühen Morgen. Wenn er heim kam, fiel er ins Bett und schlief bis in den Nachmittag hinein. Man kann wirklich sagen, ich war mit Partner alleinerziehend.

Aus diesem Grund trennte ich mich im März 2013 von ihm.

Im September 2013 ging es dann wieder bergauf. Ich verliebte mich in meinen jetzigen Mann René, er zog schnell zu uns. Meine Tochter nannte ihn sofort Papa und für ihn war das auch völlig in Ordnung.

Bereits im Oktober 2013 wurde ich schwanger. Dieses Baby verlor ich aber im Dezember.

Ich war fix und fertig und brauchte eine Pause vom Thema Kinderwunsch.

Doch dann probierten wir es wieder – mit Erfolg. Im April 2015 kam unser gemeinsamer Sohn Elias zur Welt. Wir waren überglücklich!

Wir hatten und haben eine Menge mit unserem Schatz zu tun: Er hat eine doppelte Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte und damit verbunden ist eine Entwicklungsverzögerung und eine Gedeihstörung. Er spricht bis heute kaum und essen ist sehr mühsam für ihn. So wiegt er mit seinen zwei Jahren bei 85 Zentimetern auch nur neun Kilogramm. Er wird aber prima gefördert und bekommt in seiner Krippe Logopädie, Frühförderung und Heilpädagogik. So macht er toll seinen Weg und wir sind unheimlich stolz auf unser Kind.

 

Foto:privat

Aber auch meine Große war für meinen Mann immer wie seine eigene Tochter und deshalb beschlossen wir, dass er sie adoptiert. Der Antrag war schnell gestellt.

Dann kam aber das böse Erwachen: Der leibliche Vater wollte nicht zustimmen – obwohl er sich nie, wirklich nie um seine Tochter gekümmert hatte. Über Unterhalt will ich hier gar nicht sprechen, ich sah keinen Cent. Wenn ich dieses Thema ansprach, warf er mir vor, dass ich mir von dem Geld nur ein schönes Leben machen wollte.

Er fing an, mich über WhatsApp zu bedrohen und schwor mir, dass er dieser Adoption niemals zustimmen würde.

Da zeigte ich ihn wegen Unterhaltsverpflichtung an und er wanderte (mal wieder) ins Gefängnis.

Aus diesem Grund musste seine Zustimmung zur Adoption ersetzt werden. Dies zog ein zweijähriges Gerichtsverfahren mit mehreren Anhörungen und ewig vielen Problemen nach sich. Doch wir vier hielten zusammen.

Foto: privat

Und im Oktober 2017 war endlich alles, alles durch. René adoptierte Anna-Sofie (inzwischen 5 Jahre) und wir sind eine glückliche Familie, die nun auch auf dem Papier endlich zusammengehört.

In unseren Herzen waren wir das sowieso schon immer. Aber jetzt können wir endlich unser Leben ganz in Ruhe leben.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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