Schwangerschaftstests: Alles, was du wissen solltest

Nur wenige „fünf Minuten“ haben sich in meinem Leben bisher so laaang angefühlt wie diejenigen, in denen ich auf das Ergebnis eines Schwangerschaftstests gewartet habe. Ein paar Mal in meinem Leben habe ich einen gemacht. Die ersten zwei, drei, noch mit dem Hintergrund: „Ogottogottogooooott, bin ich etwa schwanger!?“ Negativ. Puh!

Dann sicher so zwei, von denen ich mir ein positives Ergebnis erhofft habe. Negativ. Männo.

Und schließlich DEN EINEN, der mir meine Vermutung bestätigte, dass es geklappt hatte. Positiv. Krass. Wunderschön. Aber irgendwie auch abstrakt und nicht zu begreifen.

Ein kleines Stück Plastik, das so viele Emotionen auslösen kann. Das unser Leben verändern kann. Aber was wissen wir wir eigentlich sonst über Schwangerschaftstests?

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Schwangerschaftstests gab es irgendwie schon immer

Die Frage: „Bin ich schwanger?“ bewegt Frauen natürlich seit Menschengedenken. Und so stammt die erste bekannte Form des Tests tatsächlich auch aus dem Jahre 1350 vor Christi! Die alten Ägypter(innen) pinkelten auf Weizen oder Gerste. Daran glaubten sie, sehen zu können, ob sie schwanger waren und meinten, sogar das Geschlecht des Babys erkennen zu können. Zum Grinsen, oder? Allerdings wurde diese Methode in den 1960er Jahren getestet – und die Probanden waren nicht schlecht erstaunt, dass der Test der neugierigen Ägypterinnen zu 70 Prozent recht hatte. Jetzt kein sooo schlechter Schnitt, oder?

So arbeiten die Tests heute

Wer gerade keine Gerste zur Hand hat – oder auf Nummer sicher gehen möchte – kauft heute einen modernen Heimtest aus der Drogerie. Diese können das Schwangerschaftshormon HCG im Urin messen. Es wird normalerweise nach der Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutterschleimhaut produziert.

Es gibt den richtigen Zeitpunkt für Schwangerschaftstests

Super für alle, deren Periode ziemlich regelmäßig kommt: Der beste (früheste) Zeitpunkt, um einen Schwangerschaftstest zu machen, sind die Tage nach der ausgefallenen Blutung. Denn dann hatte das Ei genügend Zeit, sich schön einzunisten und die sich entwickelnde Plazenta hat begonnen, HCG zu produzieren. Unregelmäßige Zyklen machen es ein komplizierter, einen genauen Tag für den Test zu empfehlen. Es kann hier leichter passieren, dass der Test ein falsches Ergebnis zeigt. Im Zweifel lieber ein wenig länger warten.

Ist da nun ein zweiter Strich oder nicht? Foto: Bigstock

Es gibt keinen besseren oder schlechteren Test

Bei Schwangerschaftstests ist es wie bei allen Produkten: Im Regal finden wir diverse Marken, günstigere und ziemlich teure Tests. In der Regel kann jeder einzelne von ihnen eine Schwangerschaft feststellen. Einige benötigen mehr HCG im Urin als andere, um „anzuschlagen“, bei einigen ist die Wartezeit aufs Ergebnis ein paar (ich weiß, sehr zähe) Minuten länger… Aber funktionieren sollten sie alle.

Und was ist mit diesen Früh-Tests?

Schwangerschafts-Frühtests sind empfindlicher als normale, d.h, sie können schon einen noch recht niedrigen HCG-Wert feststellen. Sie können etwa ab dem vierten Tag (je nach Produkt) vor der Fälligkeit der Periode angewendet werden. Denn zu diesem Zeitpunkt zeigt der HCG-Wert MEISTENS ein aussagekräftiges Ergebnis an.

Wann zeigt ein Schwangerschaftstest ein falsches negatives Ergebnis an?

Dafür kann es viele Gründe geben. Meistens ist der Test dann zu früh gemacht worden – es zählt quasi jeder Tag für nachweisbare HCG-Werte. Oder: Der Test wurde falsch angewendet, war abgelaufen oder der Urin zu stark verdünnt. Und: Sonderbarerweise gibt es Frauen, bei denen ein Heim-Schwangerschaftstest einfach nicht funktioniert. Keiner weiß, warum. Übrigens: Es gibt mehr falsch negative Ergebnisse als positive! Aber trotzdem wollte ich wissen:

Wann zeigt ein Schwangerschaftstest ein falsches positives Ergebnis an?

Wie gesagt, das kommt seltener vor. Meistens hat ein falsches positives Ergebnis umfassendere Gründe: Eileiterschwangerschaften, eine kürzlich erfolgte Fehlgeburt oder medizinische Kinderwunsch-Behandlungen aller Art können dem Tests eine Schwangerschaft vorgaukeln. Auch Erkrankungen wie Zysten, Eierstockkrebs oder Nierenprobleme können einen Test auf „positiv“ verfälschen. Allerdings gibt es natürlich auch einfach Anwenderfehler.

Es ist ratsam, immer das Kleingedruckte zu lesen

Die Tests sind herrlich unkompliziert – einfach draufpinkeln und dann bibbern. Stimmt. Aber man sollte sich trotz aller Aufregung die Zeit nehmen, einmal alles durchzulesen. Der erste Blick sollte auf das „Mindesthaltbarkeitsdatum“ gehen, das hier eher ein „Verbrauchsdatum“ ist. Ein angelaufener Test kann nicht mehr garantiert ein zuverlässiges Ergebnis liefern. Und jeder Test hat seine eigenen Ansprüche: Einige hält man direkt für xx Sekunden in den Urinstrahl (eine Herausforderung für sich), bei anderen fängt man den Urin auf und taucht die Testspitze ein. Wenn der Test ab dem fünften Tag nach der fälligen Periode empfohlen wird, sollte man ihn nicht schon drei Tage danach machen. Und so weiter… Klingt überpenibel? Ja, ich weiß, aber wir wollen doch alle ein richtiges Ergebnis bekommen!

So siehts aus. Ich bin übrigens ganz froh, dass wir nicht mehr auf die Gerste angewiesen sind! Denn unglaubliche 70 Prozent Trefferquote hin oder her – manchmal ist doch nichts so wichtig wie ein zuverlässiges Ergebnis auf die Frage der Fragen: Werde ich bald Mama?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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