Schwangerschaftsstreifen entfernen: So geht’s!

Fast alle Frauen, die ein Kind erwarten, fürchten sie: die lästigen Dehnungsstreifen auf Bauch, Beinen, Brüsten und Po. Schätzungen gehen davon aus, dass 50 bis 80 % aller Schwangeren sie im Laufe der Schwangerschaft bekommen. Dabei ist die Ausprägung sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen sieht man nur wenige, ganz leichte Streifen, bei anderen ziehen sie sich deutlich über den gesamten Bauch. Zwar sind die kleinen Risse völlig harmlos, für die Betroffenen werden sie trotzdem häufig mehr als „nur“ ein kosmetisches Problem. Schwangerschaftsstreifen zu entfernen, ist leider nicht ganz einfach. Wir erklären dir, wir es trotzdem klappen kann.

1. Was sind Schwangerschaftsstreifen überhaupt?

Schwangerschaftsstreifen sind kleine Risse in der Haut, die dadurch entstehen, dass sie zu stark gedehnt wird. Der Name stammt daher, dass sie bei Frauen meistens in der Schwangerschaft entstehen. Allgemein werden die Risse auch als Dehnungsstreifen bezeichnet. Sie treten vor allem an Bauch, Beinen, Po und Brust auf, und können bei jeder Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

2. Wodurch entstehen die Dehnungsstreifen?

Wie gesagt entstehen Dehnungsstreifen dadurch, dass die Haut an bestimmten Stellen zu stark gedehnt wird und reißt. Dabei ist nicht die oberste Hautschicht betroffen, sondern die so genannte Unterhaut. In der Schwangerschaft wird die Haut durch die Gewichtszunahme und die hormonellen Veränderungen stark beansprucht. Das Gewebe wird dünner und kann dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten. Durch die Risse scheinen die Blutgefäße durch, die unter der Haut liegen. Dadurch sehen Schwangerschaftsstreifen oft rötlich oder bläulich aus.

3. Wie lassen sich die Schwangerschaftsstreifen wieder entfernen?

Wenn die Dehnungsstreifen erst mal da sind, wird man sie leider nicht so schnell wieder los. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, wie du die ungeliebten Schwangerschaftsstreifen entfernen (lassen) kannst. Einiges kannst du selbst zuhause ausprobieren, bei anderen Varianten solltest du lieber Experten ranlassen.

Cremes gegen Schwangerschaftsstreifen

Du hast sie bestimmt schon in verschiedenen Läden entdeckt: spezielle Cremes, die gegen Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen helfen sollen. Sie enthalten viel Vitamin E, da es die Haut strafft, repariert und sie elastisch hält. Vollständig entfernen kannst du die Schwangerschaftsstreifen mit solch einer Creme meistens allerdings nicht. Sie ist daher optimal für dich geeignet, wenn du nur wenige, schwach erkennbare Streifen hast, die du weiter kaschieren möchtest.

Schwangerschaftsstreifen per Laser entfernen

Diese Methode ist sehr effektiv, um ungeliebte Schwangerschaftsstreifen endgültig zu entfernen. Dabei arbeitet ein Spezialist mit einem Laser, der Lichtblitze in die Haut schickt. Diese regen den Körper dazu an, neues Kollagen zu bilden. Dadurch erneuert sich das Gewebe, was zur Folge hat, dass die Streifen verschwinden. Die Behandlung geht schnell, jedoch kann deine Haut kurzzeitig anschwellen oder rote Flecken bilden. Diesbezüglich brauchst du dir aber keine Sorgen machen, da die Schwellung meistens von selbst nach ein bis zwei Tagen zurückgeht. Generell sind die Sitzungen beim Dermatologen nicht unbedingt kostengünstig. Du solltest dafür rund 350 Euro oder mehr einplanen.

Nadeln gegen Schwangerschaftsstreifen

Hört sich schmerzhaft an, ist aber eigentlich mehr mit einem kleinen Pieksen vergleichbar: Beim so genannten Microneedling rollt eine kleine Nadelwalze über deine Haut und regt sie dadurch zur Regeneration an. Die oberste Hautschicht, die Epidermis, schleust durch die kleinen Stiche beispielsweise Wirkstoffe wie Vitamine und Antioxidantien in tiefere Hautschichten.

Auch Ultraschall kann gegen Dehnungsstreifen helfen:

Wenn Nadeln dir nicht ganz geheuer sind, kannst du dich alternativ für die etwas sanftere Ultraschallmethode entscheiden. Durch die Ultraschallschwingungen entstehen auf deiner Haut kleine Zwischenräume. Sie erleichtern es deinem Gewebe, sich selbst zu regenerieren. Um deine Schwangerschaftsstreifen langfristig zu entfernen, solltest du in etwa zehn Sitzungen zu je 20 Minuten einplanen. Eine Sitzung kostet dich dabei rund 30 Euro.

Chemische Peelings, um Schwangerschaftsstreifen zu entfernern

Sogenannte TCA-Peelings kannst du ebenfalls einsetzen, um wirksam gegen deine Schwangerschaftsstreifen vorzugehen. Diese tiefdringenden, mit Trichloressigsäure-Lösung angereicherten chemischen Cremes regen die Haut an, sich mit Kollagen selbst zu straffen.

Kryotherapie: Stickstoff gegen Schwangerschaftsstreifen

Bei der Kryotherapie werden deine betroffenen Körperstellen mit flüssigem Stickstoff behandelt. Die Kälte zerstört hierbei das veränderte Gewebe.

Schwangerschaftsstreifen mit der Korea-Methode entfernen

Die Korea-Methode geht auf eine von Südkoreanern entwickelte Technik zurück. Sie verbindet die sogenannte intradermale Radiofrequenz mit der Platelet-Rich-Plasma-Therapie (PRP). Spezialisten erwärmen hier zunächst die Haut durch Radiofrequenz, um Verwachsungen aufzulösen. Anschließend entnehmen sie Blut, um Plasma und Serum zu trennen. Auf diese Weise gewinnen sie die im Serum enthaltenen Wachstumsfaktoren, die im Labor vervielfacht und erneut in die Haut gespritzt werden. Hat die Methode Erfolg, erneuert sich die Haut und wird elastischer.

4. Kann ich Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?

Ja. Es gibt einige Tipps, die du beachten kannst, um Schwangerschaftsstreifen so gut wie möglich vorzubeugen. Dazu gehören neben einer ausgewogenen Ernährung und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr auch Massagen, Wechselduschen und regelmäßiges Eincremen, zum Beispiel mit einem speziellen Schwangerschaftsöl. Aber auch, wenn du all diese Tipps befolgst, gibt es leider keine Garantie dafür, dass du wirklich keine Schwangerschaftsstreifen bekommst. Denn es hängt auch viel von deiner Veranlagung und deinem Bindegewebe ab.

5. Zu guter Letzt: Warum die Dehnungsstreifen nicht akzeptieren?

Eines möchten wir dir noch mit auf den Weg geben: Du brauchst dich für deine Schwangerschaftsstreifen nicht zu schämen! Mindestens jede zweite Frau bekommt sie während der Schwangerschaft. Versuche, deine Dehnungsstreifen auch positiv zu betrachten. Sie können dich jeden Tag an etwas Großartiges erinnern: Die Geburt, deinen kleinen Schatz und daran, was für eine tolle Frau und Mutter du bist.

Du leidest unter deinen Dehnungsstreifen oder siehst sie als besonderes Merkmal, das zu dir gehört? In unserer geschlossenen Facebook-Gruppe „Wir sind Echte Mamas“ kannst du dich mit anderen Müttern austauschen. Wir freuen uns auf dich!

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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