Schwangerschafts-Depression: Es trifft fast jede fünfte Frau!

Es passt einfach nicht zusammen: Endlich ist man schwanger, dem Baby geht es gut, man selbst hat die schlimmsten Übelkeitsanfälle überstanden und eigentlich sollte doch nun der Nestbautrieb starten. Aber dann: Niedergeschlagenheit, Ängste, Antriebslosigkeit. So darf es einem doch in der Schwangerschaft nicht gehen, oder? Und doch trifft es mehr als 18 Prozent aller Frauen, die ein Kind erwarten, berichtet das Ärzteblatt. Sie bekommen eine sogenannte peripartale Depression. Eine Schwangerschafts-Depression.

„Wer mag darüber schon sprechen, wenn doch eigentlich alles gerade besonders schön sein sollte?“, sagt auch Marei Theunert, Familientherapeutin aus der Nähe von Hamburg. Sie hat schon öfter Frauen erlebt, die mit einer Wochenbettdepression zu ihr kommen und dann berichteten, dass es ihnen schon während der Schwangerschaft nicht gut ging.

Es ist aber auch eine schwierige Situation, in der sich die werdende Mama befindet: Die Aussicht auf diesen Wendepunkt im Leben, sie weiß überhaupt nicht, was sie erwartet, gleichzeitig verändert der Körper sich. „Viele Frauen sind sehr verunsichert und fragen sich, welche Gefühle eigentlich normal sind. Sie schieben die Stimmungsveränderung auf den veränderten Hormonhaushalt im Körper“, erklärt Theunert. Viele verfallen in ständiges Grübeln. Dabei beziehen sie sich oftmals fast nur auf das Ungeborene. „Ein Teufelskreis, weil die Frau davon wiederum Schuldgefühle bekommt“ so Theunert.

Schuldgefühle deshalb, weil der Druck von außen manchmal einfach zu hoch ist. Oder die Frau sich selbst unter Druck setzt, wenn sie von sich selbst erwartet, voller Vorfreude sein zu müssen. Wenn das dann nicht so ist, mag das die Schwangere kaum zugeben. Sie zieht sich zurück, was es nur noch schlimmer macht. „Es ist leider so, heutzutage muss man in so einer Situation glücklich sein. Obwohl eigentlich jeder weiß, dass das unmöglich ist“, sagt auch Theunert.

Meistens spielen auch andere Gründe mit rein: Zum Beispiel Probleme in der Paarbeziehung. „Während der Schwangerschaft verändert sich manchmal auch der Blick auf den Partner. Er wird schließlich zum Vater des Kindes. Er wiederum hat nun bald eine Mutter als Frau, auch das ist nicht für jeden selbstverständlich“, erklärt Theunert. Und auch der Ausblick auf die neuen Rollen im Leben können manche tief verunsichern und Ängste wecken – erste Anzeichen der Schwangerschafts-Depression.

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Dabei spielt es keine große Rolle, ob die Schwangerschaft geplant war oder nicht. „Die Depression kann jede Schwangere treffen, Alter, Kinderzahl oder Paarstatus haben darauf keinen direkten Einfluss“, so Theunert. Viel eher trifft es Frauen, die bereits in ihrem Leben vor der Schwangerschaft unter depressiven Schüben litten oder andere psychische Krankheiten haben oder hatten. Wenn dann allerdings Paar-Probleme oder etwa auch finanzielle Sorgen dazu kommen, kann das zu einer Schwangerschafts-Depression führen.

Obwohl es so viele Frauen trifft, ist die Peripartale Depression kein von Wissenschaftlern definiertes Krankheitsbild. „Sie wird zu den Depressionen, die rund um die Geburt auftreten können, gerechnet“, erklärt Theunert. Nur etwa ein Drittel aller Frauen suchen sich Hilfe, zum Beispiel bei ihrer Hebamme oder dem Arzt. Diese können dann weiterhelfen und geeignete Therapeuten wie Marei Theunert vorschlagen.

Unbehandelt kann sich die Depression im Wochenbett fortsetzen und sich schlimmstenfalls zu einer chronischen Störung entwickeln. Auch dem Kind kann die Krankheit schon während der Schwangerschaft schaden, vermuten Experten. Die Babys haben zum Beispiel ein höheres Risiko für Bindungs- oder Regulationsstörungen. Sie schreien dann viel, leiden unter unspezifischem Bauchweh und können sich auch bei der Mutter gar nicht oder nur sehr schwer beruhigen.

Dabei hilft oft schon der Austausch mit anderen, um das Abrutschen in schwere depressive Schübe zu verhindern. Wer sich seinen Freunden oder der Familie nicht anvertrauen mag, findet eventuell online Gleichgesinnte.

Julia Jung

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