Pigmentflecken – endlich gibt es etwas, das wirklich hilft

Pigmentstörungen, braune Flecken, Altersflecken, Sommersprossen – Hyperpigmentierung hat so viele Namen, wie es Ursachen dafür gibt. Aber egal, wie man die Pigmentflecken nennt, sicher ist: Fast alle Betroffenen stören sie gewaltig. Das ist auch kein Wunder, denn die Flecken lassen einen im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen. Etwa 12 Jahre älter wird ein Gesicht geschätzt, wenn es viele Pigmentstörungen aufweist. Für die meisten Menschen bedeutet Schönheit eben auch schöne, ebenmäßige Haut.

Aber was kann man tun, wenn die kleinen melaninbildenden Zellen (die mit ihrer Pigmentierung unsere Hautzellen vor schädlicher UV-Strahlung schützen) an manchen Stellen verrückt spielen und einfach zu viele Farbpigmente produzieren? Es gibt viele Produkte und Behandlungsmöglichkeiten. Aber die Flecken sind schwierig zu behandeln, und äußerst hartnäckig. Das heißt, sie kommen auch immer wieder, wenn meine seine Haut nicht rigoros vor der Sonne schützt.

Aber zuerst einmal: Wie entstehen Pigmentstörungen?

Pigmentstörungen bekommt man meist im Gesicht, am Hals oder auf dem Dekolletée, oder auch auf den Händen. Eben jene Stellen, die viel UV-Licht ausgesetzt und nicht von Kleidung geschützt sind. Sie können viele Gründe haben: Ganz oben auf der Ursachen-Liste steht die Sonne, aber auch kleine Verletzungen, Entzündungen und Hormonschwankungen (wie zum Beispiel in der Schwangerschaft) können Auslöser sein – aber auch dann werden sie durch die Sonne verstärkt.

Das hat einen einfachen Grund: Die Melanozyten in unserer Haut produzieren den Hautfarbstoff Melanin. Je mehr Melanin wir in unserer Haut haben, desto brauner sind wir. Wenn wir in der Sonne sind und UV-Strahlen auf unsere Haut treffen, werden die Melanozyten aktiv und produzieren vermehrt das braune Melanin, das sich um den wichtigen Zellkern im Inneren der Zellen legt, um ihn so zu schützen. Wenn alles gut läuft, werden wir dadurch gleichmäßig braun.
Zu viel, zu intensive Sonne kann Melanozyten aber irgendwann so triggern, dass sie „aus dem Ruder laufen“ und einfach punktuell viel zu viel braunen Farbstoff produzieren, der sich dann tief im Gewebe einlagert.

Deshalb hat man Pigmentstörungen meist an den Stellen, die im Leben schon viel Sonne abbekommen haben. Wenn ihr diesen Sommer einen Pigmentfleck entdeckt, ist das daher kein Resultat vom letzten Badeurlaub, sondern man hat ihn eher die letzten 10-20+ Jahre langsam erworben.

Anders ist das im Fall eines Melasmas, auch Schwangerschaftsmaske genannt. Der Name kommt daher, weil die braunen, zackigen Flecken oft wie eine Maske auf der Stirn und um die Augen verteilt sind und meist während der Schwangerschaft entstehen. Die Flecken zeigen sich manchmal auch auf der Oberlippe – unschön, weil das von weitem aussieht wie ein Damenbart. Die Hormonschwankungen in der Schwangerschaft (oder auch wenn man Hormone wie z.B. die Pille nimmt) sind die Ursache für die braunen Flecken. Wenn man Glück hat, verschwinden sie aber nach der Schwangerschaft wieder.

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Wie behandelt man Pigmentflecken?

Die Zahl der Menschen mit Pigmentsstörungen steigt stetig, nicht ganz ist klar, warum. Weil wir schon im Kindesalter in den Winterferien in die Sonne fliegen? Hat es etwas mit Abgaspartikeln, die auf der Haut landen, zu tun? Es gibt viele Studien, genau weiß man es nicht. Sicher aber ist, dass in diesem Bereich sehr viel geforscht wird. Bisher war bei der Entwicklung von Anti-Pigment-Produkten das Problem, dass man das menschliche Tyrosinase-Enzym, dass eine Rolle bei der Bildung des Melanin-Farbstoffs spielt, nicht im Labor nachbilden konnte. Stattdessen griff man auf Tyrosinase  von Pilzen zurück. Das machte Sinn, da sich Pilze nach einem ähnlichen Prinzip wie unsere Haut auch braun verfärben können. Und auch wieder nicht, denn die Wirkstoffe, die bei Pilzen die Tyrosinase hemmen, funktionieren in der menschlichen Haut nur marginal.

Bis jetzt.

Neue Hilfe bei Pigmentstörungen

Der erste wichtige Schritt gelang den Beiersdorfer Forschern durch die Isolation der menschlichen Tyrosinase. Das Enzym Tyrosinase kommt in pflanzlichen, tierischen und menschlichen Zellen vor und löst die Melaninproduktion aus. Bislang stand Forschern nur ein aus Pilzen gewonnenes Enzym als Basis für Untersuchungen zur Verfügung. Doch die Wirkstoffe, die im Pilz-Modell das Enzym Tyrosinase hemmen, funktionieren nicht sehr gut in der menschlichen Haut. „Durch die Tests an der menschlichen statt an der Pilz-Tyrosinase konnte es uns gelingen, nach zehn Jahren Forschung und Entwicklung unter 50 000 getesteten Pflegewirkstoffen einen so außerordentlich effektiven wie Thiamidol® zu finden. Das Beste daran: Er ist sicher, und bezahlbar.

Alle Produkte der Anti-Pigment-Range von Eucerin / Foto: PR

Ganz wichtig: Einmal hyperaktive Melanozyten wieder „herunter zu regeln“, ist nicht leicht. Man muss die Produkte wirklich regelmäßig anwenden. Und: Auch eine geringe Dosis UV-Licht sorgt wieder von einen Anstoß der Überproduktion – daher immer einen hohen Lichtschutz tragen. Wenn man das einhält, sollte man bereits nach zwei Wochen Cremen mit den Anti-Pigment-Produkten von Eucerin ein Verblassen der Pigmentflecken sehen.

Tipp: Es ist ratsam, Pigmentflecken von einem Hautarzt begutachten zu lassen. Nicht zuletzt, um sicherzugehen, dass es sich nicht um einen entarteten Leberfleck handelt.

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