Oster-„Ruhetage“: Das sind die Ergebnisse des Corona-Gipfels

Es nimmt einfach kein Ende: Mittlerweile befinden wir uns seit über einem Jahr im On-Off-Lockdown und ein Ende ist einfach nicht im Sicht. Schon vor der heutigen Corona-Konferenz hatte die Kanzlerin klargestellt: Es werden wieder härtere Seiten aufgezogen.

Mittlerweile befinden wir uns in der dritten Welle und deswegen gaben Bund und Länder schon vor dem Gipfel bekannt, dass die aktuellen Öffnungsschritte und Lockerungen zurückgenommen werden. Das liegt daran, dass die gesamtdeutsche Inzidenzzahl mittlerweile wieder über dem kritischen Wert von 100 liegt. Besonders Eltern machten sich deswegen im Vorfeld Sorgen, ob Schulen und Kitas geöffnet bleiben. Viele Deutsche hofften außerdem noch auf einen möglichen Osterurlaub.

DIE ERGEBNISSE DER HEUTIGEN CORONA-KONFERENZ IM ÜBERBLICK

„Wir haben eine neue Pandemie“, erläuterte Merkel bei der Pressekonferenz um kurz nach 3 Uhr (!) nach Ende des Gipfels, wie die BILD berichtet. „Die Mutation hat übernommen.“ Diese sei deutlich tödlicher und deutlich infektiöser. Man müsse nun hohe Infektionszahlen vermeiden, weil auch die Wahrscheinlichkeit bestünde, dass sich neue Mutationen bilden.

Verlängerung des Lockdowns

Aus diesem Grund verkündete die Kanzlerin eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April 2021. Somit bleiben auch alle bisherigen Corona-Schutzmaßnahmen bestehen.

Ostern wird es besonders streng!

Die Ostertage sollen genutzt werden, um die dritte Welle zu brechen – durch eine Reduzierung aller Kontakte.

• Gründonnerstag und Ostersamstag werden als „Ruhetage“ definiert und mit „weitgehenden Kontaktbeschränkungen sowie einem Ansammlungsverbot vom 1. bis 5. April verbunden“

• Auch Supermärkte sind betroffen. „Ausschließlich der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne wird am Samstag geöffnet“, heißt es im Beschluss. Am Donnerstag, den 1. April, hat auch der Lebensmitteleinzelhandel dicht.

• Religiöse Veranstaltungen sollen nicht stattfinden. Christen sollen das Osterfest per Video-Schalte feiern, Juden das Pessach-Fest nicht in Synagogen begehen, Muslime nicht zum Freitagsgebet in die Moschee. Bund und Länder werden mit dieser „Bitte“ auf die Religionsgemeinschaften zugehen.

• Private Treffen mit maximal fünf Menschen zwei Haushalten sind erlaubt. Kinder bis 14 werden dabei nicht mitgezählt, Paare gelten als ein Hausstand.

Und: Auch nach Ostern sind Öffnungen nicht garantiert. Über die Zeit nach dem 5. April heißt es: „Soweit in den kommenden Tagen die Kriterien für einen Öffnungsschritt nach dem MPK-Beschluss vom 3. März 2021 erfüllt werden, erfolgt dessen Umsetzung ab dem 6. April 2021.“

Regierung erinnert an „Notbremse“

Im Beschlussentwurf wurde noch mal festgehalten, dass die Notbremse „konsequent“ umgesetzt werden soll. Einzelne Landkreise und Länder haben sich nämlich bisher nicht daran gehalten. Steigt die Sieben-Tage-lnzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Land oder einer Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft. Aber auch unterhalb dieser Schwelle kommen zusätzliche Öffnungen bei exponentiell steigenden Neuinfektionen nicht infrage.

Zusätzliche Maßnahmen für Regionen mit Inzidenz über 100

Aufgrund des exponentiellen Wachstums sollen in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 zusätzliche Maßnahmen helfen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dazu können Ausgangssperren oder strengere Kontaktbeschränkungen gehören.

Homeoffice oder Möglichkeit für regelmäßige Schnelltests am Arbeitsplatz

Arbeitgeber müssen ihren Angestellten weiterhin Home-Office ermöglichen – zumindest dann, wenn die Tätigkeiten das nach einer eingehenden Prüfung zulassen. Die Beschäftigten in Präsenz müssen die Möglichkeit zu regelmäßigen Schnelltests erhalten. Angesichts steigender Infektionszahlen sei ein zügiges Testangebot in allen Unternehmen in Deutschland notwendig.

Urlaubsreisen ins Ausland

Urlaubsrückkehrer aus Ländern mit niedriger Inzidenz sollen durch die Airlines vor dem Rückflug getestet werden. Zudem sind Fluglinien aufgefordert, den Flugverkehr während der Osterferien nicht auszuweiten.

Urlaub im eigenen Land nicht möglich

Urlaub im eigenen Bundesland ist gestrichen! Tourismus im Inland wird auch in den Osterferien nicht möglich sein. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sollen für Urlauber geschlossen bleiben.

Stattdessen wird wieder „eindringlich“ an alle Bürger appelliert, „auf nicht zwingende Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten“.

Schulen und Kitas

Die harten Maßnahmen sollen durch mehr Tests begleitet werden. Bund und Länder wollen Corona-Tests für Schüler, Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte ausweiten und streben „baldmöglichst zwei Testungen pro Woche“ an. Die Verteilung und Organisation läuft regional unterschiedlich gut, und über die praktische Umsetzung wird vielerorts noch diskutiert – beispielsweise über die Frage, ob die Tests zu Hause oder in der Schule stattfinden sollen.

Zur Organisation des weiteren Betriebs von Schulen und Kitas, etwa zu möglichen Schließungen oder anderen Einschränkungen, trafen Merkel und die Ministerpräsidenten keine konkreten Vereinbarungen. Die Länder regeln diese Fragen damit weiterhin in Eigenregie.

Die nächste Corona-Konferenz findet voraussichtlich am 12. April 2021 statt.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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