Neurodermitis: Was die Diagnose für dein Kind bedeutet

Als mein kleiner Sohn auf die Welt kam, war er munter und gesund. Seine Haut fühlte sich – im wahrsten Sinne des Wortes – babyweich an. Nach den ersten Wochen stellte ich aber fest, dass sich irgendetwas veränderte. Zuerst fand ich eine schuppige und rote Stelle in seinem Gesicht. Sie schien ihn aber nicht zu stören, so dass ich mir anfangs nicht viele Gedanken machte. Nachdem bei meinem Sohn aber auch an den Gelenken Rötungen und Hautschüppchen auftraten, wurde mir doch mulmig zumute. Also schnell zum Kinderarzt!

Der Arzt sah sich die Stellen genau an und fragte mich, wann und in welcher Reihenfolge sie zuerst auftauchten. Außerdem wollte er wissen, ob in der Familie schon jemand an Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis erkrankt sei. Seine Erklärung: Leiden zum Beispiel die Eltern an einer dieser Erkrankungen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 60 bis 70 Prozent, dass die Kinder diese auch bekommen.

Die Gene sind nämlich neben Umwelteinflüssen und Allergien ein wichtiger Grund für Neurodermitis. Sie sorgen dafür, dass die Hautbarriere – der Schutz nach außen – bei manchen Menschen schwächer und durchlässiger ist als bei anderen. Der Befund meines Kinderarztes: Ekzeme an den Armbeugen und Kniekehlen. Die Diagnose: Neurodermitis.

Mein Kind hat Neurodermitis – was bedeutet das?

Als das Wort fiel, war ich erstmal geschockt. Ich war vorher nicht wirklich mit einer Hautkrankheit in Berührung gekommen. Ich hatte also eine ganze Menge Fragen im Kopf: Was ist Neurodermitis genau? Was bedeutet die Diagnose für mein Baby? Auf was muss ich von nun an achten?

Zumindest ist man mit der Diagnose Neurodermitis – auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt – nicht allein: Etwa 10 bis 20 Prozent der unter 3-Jährigen leiden unter Rötungen, schuppiger Haut und starkem Juckreiz – Tendenz steigend. Neben der erblichen Veranlagung können nämlich auch Umwelteinflüsse wie Allergene in der Umgebung und im Essen dazu führen, dass Neurodermitis ausbricht. Die gute Nachricht: Zwar ist die Krankheit chronisch und nicht heilbar, sie kann sich aber „verwachsen“. So leiden „nur“ noch 2 bis 5 Prozent der Erwachsenen an Neurodermitis.

Damit sich Kinder mit Neurodermitis wohler fühlen: Hier gibt es kostenlos kindgerechte Videos, tolle Spiele und Ausmalbilder – alles mit dem süßen Affen Anton. Foto: PR

Wie verläuft eine Neurodermitis? 

Neurodermitis verläuft in Schüben – es gibt also akute Phasen, in denen die Haut austrocknet, aufbricht, juckt und sich Ekzeme bilden. Dazwischen liegen Wochen oder Monate, in denen man keine Symptome hat. Wie häufig diese Schübe auftreten und wie lange, kann man nicht pauschal sagen. Im Winter bricht die Neurodermitis häufiger aus, weil die Kälte und trockene Heizungsluft die Haut zusätzlich strapazieren.

Im Säuglingsalter treten die Ekzeme vor allem am Kopf, in den Kniebeugen und Armbeugen auf. In dieser Hinsicht war mein Sohn ein „klassischer Fall“. Hier war die Schutzfunktion seiner Haut heruntergesetzt, so dass Keime und Reize leicht zu Entzündungen führen konnten.

Neurodermitis ist zwar nicht heilbar, aber bis zu einem bestimmten Grad gut in den Griff zu bekommen. Wie bei vielen Krankheiten helfen eine ausgewogenen Ernährung, viel Bewegung und wenig Stress. Am wichtigsten ist jedoch tatsächlich die tägliche Hautpflege.

Hauptpflege: Das wichtigste Ritual bei Neurodermitis

Für eine Neurodermitis in ihrer schlimmsten Phase ist eine Kortisonsalbe oft das Mittel der Wahl und wird vom Arzt verschrieben. In einer akuten oder Schubphase kann bei nicht so schwer ausgeprägter Neurodermitis auch eine sog. „Akutpflege Creme“ helfen wie zum Beispiel aus der “AtopiControl“-Serie von Eucerin. Auch sie wird direkt auf die juckenden und geröteten Stellen aufgetragen. Die Creme eignet sich schon für Kleinkinder und Säuglinge ab drei Monaten, da sie frei ist von Duftstoffen, Parabenen und Farbstoffen, und kann so häufig wie nötig angewendet werden.

Die spannendste Info vom Kinderarzt fand ich aber folgende: Man kann die Phasen zwischen den Schüben verlängern, wenn man die Haut seines Kindes zwei Mal täglich mit einer speziellen Neurodermitis-Pflege behandelt. Warum? Die enthaltenen Wirkstoffe stärken die natürliche Barrierefunktion der Haut, so dass es Entzündungen schwieriger haben.

Schöne Aktion in der Apotheke: Vom 11. Februar bis 30. März gibt es beim Kauf von zwei „AtopiControl“-Produkten von Eucerin den Kuschelaffen Anton gratis dazu. Foto: PR

Was Neurodermitis-Kindern Kraft gibt

Neben dem disziplinierten und täglichen Cremen von meiner Seite braucht mein Sohn vor allem eins: Trost und Zuneigung! Denn trotz allem wird es immer wieder doofe Tage geben, an denen die Haut spannt und juckt. Ich habe jetzt eine kindgerechte und spielerische Art gefunden, ihm seine Krankheit zu erklären und ihn abzulenken. Ein große Hilfe ist mir dabei der Affe Anton, den es seit kurzem als Aktion in der Apotheke gibt – zusammen mit Neurodermitis-Pflege-Produkten.

Der kleine Kuschel-Affe mit integrierter Rassel ist nämlich der Held vieler kostenloser Filme zum Thema Neurodermitis von Eucerin.

Er erklärt zusammen mit der Hautexpertin Laura, was eigentlich mit Neurodermitis-Kindern los ist, warum die Haut so juckt und warum Kratzen keine gute Idee ist. Es gibt auch lustige Geschichten, die ihn aufmuntern, Ausmalbilder zum Downloaden oder Gewinnspiele. Das Gute daran: Die Filmchen geben meinem Kind das Gefühl, dass er nicht alleine ist mit seiner Krankheit und trotz allem Spaß haben kann. So fühlt er sich weniger gestresst, was wiederum positiv für den Verlauf der Krankheit ist. Auch ich brauche manchmal dieses Gefühl des Trostes, wenn mein Sohn in einer akuten Phase steckt. Oder als Ablenkmanöver für uns beide, wenn es zum x-ten Mal ans Eincremen geht.

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