Mehr Inklusion

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    In den neuen Folgen wird bei Peppas kleinem Bruder Schorsch bei einem Routine-Arzttermin festgestellt: Er hört auf einem Ohr nicht so gut. Die Diagnose lautet mittlerer Hörverlust auf einem Ohr – und Schorsch bekommt ein Hörgerät, das ihn im Alltag unterstützt.

    Das kleine freche Schweinchen ist bei Kindern beliebt, bei Erwachsenen stößt es nicht immer auf Begeisterung. Manche sehen in Peppa sogar „eine Gefahr für die gute Erziehung”. Nichtsdestotrotz ist die Serie aus den meisten Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken.

    Neue Folgen mit einer großen Neuigkeit

    Ab dem 23. März 2026 laufen neue Episoden der 11. Staffel Peppa Wutz bei Nickelodeon, in Deutschland werden sie ab dem 2. März 2026 bei Super RTL ausgestrahlt. In der Folge „Hörtest“ erfährt die Familie beim Arztbesuch von Schorschs Hörverlust.

    Eine Audiologin begleitet ihn, erklärt kindgerecht, was das bedeutet – und wie ein Hörgerät helfen kann. Und dann passiert etwas ganz Berührendes: Schorsch entdeckt Geräusche neu. Das Patschen in der Matschpfütze. Die Melodie vom Eiswagen. Und schließlich sagt er ganz bewusst Peppas Namen.

    Inklusion, die selbstverständlich wirkt

    Schon seit Jahren bringt Hasbro, der Konzern hinter Peppa, unterschiedliche Lebensrealitäten in die Serie: Mandy Maus sitzt im Rollstuhl, Penny Eisbär hat zwei Mütter. Jetzt kommt mit Schorschs Hörgerät ein weiteres Thema dazu.

    Wichtig war den Machern dabei vor allem eins: Die Geschichte sollte authentisch erzählt werden, wie sie in einer Pressemeldung bekanntgeben. Deshalb arbeitete Hasbro mit der National Deaf Children’s Society zusammen. Auch die gehörlose Produzentin Camilla Arnold begleitete die Umsetzung und beriet beim Tonfall und der Darstellung.

    Schorsch mit Hörgerät und seiner Schwester Peppa.
    Schorsch mit Hörgerät und seiner Schwester Peppa. Foto: PR Peppa Pig, Hasbro

    Mehr als nur eine neue Folge

    Laut der National Deaf Children’s Society sind weltweit rund 34 Millionen Kinder gehörlos – und ihre Geschichten sieht man im Kinderfernsehen noch immer viel zu selten. Genau da setzt diese neue Staffel an.

    Neben den TV-Episoden gibt es künftig auch Inhalte in Gebärdensprache auf einem eigenen YouTube-Kanal. Außerdem bringt Hasbro eine Schorsch-Figur mit Hörgerät in den Handel – damit Kinder die Geschichte auch im Spiel aufgreifen können.

    Inklusion im eigenen Wohnzimmer

    Aber das Wichtigste passiert bei euch im Wohnzimmer. Vielleicht schaut ihr die Folge zusammen und dabei entsteht einfach ein Gespräch darüber, dass manche Kinder eine Brille tragen. Manche Stützräder brauchen. Und manche eben ein Hörgerät. Ganz selbstverständlich eben, so wie Inklusion sein sollte.

    Wir haben auch mit einer Mama gesprochen, die uns erzählt hat, wie es ist, eine gehörlose Mutter zu sein.

    Hast du selbst auch Menschen in deinem Umfeld, die ein Hörgerät tragen? Wie sprichst du mit deinen Kindern darüber? Tausche dich gerne in unseren Kommentaren dazu aus!