Neue Corona-Maßnahmen: Das gilt für die Feiertage

Beim heutigen Corona-Gipfel hat die Bundeskanzlerin in Abstimmung mit den Bundesländern eine Verschärfung der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus diskutiert.

Die bisherigen Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus haben noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Deswegen galt schon vor dem Gipfel als sicher, dass wir nicht auf ein Ende des Lockdowns hoffen können. Seit Tagen kursieren in verschiedenen Medien Gerüchte, was außerdem noch auf uns zukommen könnte. Dabei wurde auch immer wieder über eine Verlängerung der Schulferien spekuliert.

Doch was wurde tatsächlich beschlossen?

Bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurden nun die neuen Maßnahmen verkündet. Eingangs bedankt sich die Bundeskanzlerin für die Disziplin und Geduld, betont aber, dass diese weiterhin auf eine harte Probe gestellt werden müssen.

Verlängerung des Lockdowns

Durch die hohen Infektionszahlen war klar, wir bleiben weiterhin im Teil-Lockdown. Jetzt legten Minister und Kanzlerin eine Verlängerung bis Anfang Januar 2021 fest. Das bedeutet, dass Kneipen und Restaurants sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben. Nach wie vor ist es wichtig, dass wir unsere Kontakte soweit wie möglich einschränken und auf unnötige Reisen verzichten. Arbeitgeber sollen unbürokratisch Homeoffice ermöglichen. Der Groß- und Einzelhandel bleiben geöffnet.

Neue Regeln für Schulen und Kitas

Die gute Nachricht zuerst: Schulen und Kitas bleiben geöffnet – ab der 8. Klasse allerdings durchgängig mit Maskenpflicht. In den Gebieten mit einer Inzidenz über 200 sollen Hybrid- und Wechselunterricht möglich sein.

Strengere Kontaktbeschränkungen

Ab dem 1. Dezember 2020 werden die bisherigen Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärft: Bisher dürfen sich bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten treffen, jetzt sind es nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren sind von dieser Regel ausgenommen.

Sonderregeln an Weihnachten und Silvester

Immerhin: Für die Feiertage sollen Sonderregeln gelten. An Silvester und Weihnachten sind Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis zu einer Obergrenze von zehn Personen erlaubt. Die Bundeskanzlerin mahnt aber dazu, sich auf Personen aus dem engsten Familien und Freundeskreis zu beschränken. Kinder bis 14 Jahren zählen auch hier nicht mit.

Ausweitung der Maskenpflicht

Eine Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen besteht schon länger. Nun sollen wir auch in Innenstädten und anderen Orten unter freiem Himmel Masken tragen, wenn sich dort Menschen dicht gedrängt aufhalten. Universitäten und Hochschulen sind dazu angehalten, ganz auf die digitale Lehre umzustellen.

Schärfere Auflagen für stationäre Geschäfte

Veränderungen erwarten uns auch im Groß- und Einzelhandel. Denn dort darf in Läden mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche künftig höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter anwesend sein. Bei einer kleineren Fläche darf sich eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten.

Kritiker befürchteten schon im Vorfeld, dass durch diese Vorgabe lange Schlangen vor den Läden entstehen könnten, die wiederum zu Hamsterkäufen führen.

Neuer Inzidenzwert für strengere Maßnahmen

Außerdem verständigten sich Bund und Länder darauf, dass künftig ab einem Inzidenzwert von 200 schärfere Regeln gelten sollen. Lange war der Wert von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner und Woche der höchste entscheidende. Aktuell liegen aber viele Regionen deutlich über diesem Wert.

„Kein Weihnachtsfest in Einsamkeit“

Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, dass sie auch an die Menschen aus der Risikogruppe gedacht hätten. Niemand solle ein Weihnachtsfest in Einsamkeit feiern, daher würde es Regelungen geben, die Feiertagsbesuche in Altersheimen ermöglichen.

Derzeit ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus auf hohem Niveau relativ stabil, die Zahl der gemeldeten Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden stieg aber heute auf den Höchststand von 410. Im Hinblick darauf, erklärte Angela Merkel, dass das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen zwar gestoppt werden konnte, aber dies nur ein Teilerfolg sei.

Die Lage bleibt sehr, sehr ernst“, beschreibt Ministerpräsident Markus Söder die Situation. Doch er ist sich sicher:„Wir haben ein gutes Regelwerk vereinbart, das trägt uns auch sicher gut bis zu den Ferien.“

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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