Sechs Mamas aus unserem Echte Mamas-Netz teilen zum Muttertag ihre ganz persönlichen Learnings – zwischen Chaos, Zweifeln und ganz viel Liebe.

Inhalt dieses Artikels

    Mama sein ist wild, wunderschön, gleichzeitig wahnsinnig fordernd und anstrengend. Und ganz ehrlich: Als Mutter macht man sich dabei oft selbst mehr Druck, als eigentlich nötig wäre. Ständig vergleicht man sich mit anderen, sieht scheinbar perfekte Familien auf Social Media und fragt sich immer wieder: Warum bekommen das alle anderen so mühelos hin?

    Dabei leisten Mamas jeden Tag Unglaubliches.

    Nur sieht das im Alltag selten nach „perfekt“ aus – sondern eher nach kaltem Kaffee, Improvisation und ganz viel Bauchgefühl. Gerade deshalb tut es gut, sich gegenseitig daran zu erinnern: Du bist nicht allein mit deinen Gedanken – und es gibt nicht den einen richtigen Weg.

    Zum Muttertag haben wir deswegen sechs Mamas nach ihren ehrlichen Erkenntnissen gefragt. Sechs Mamas, die ihr Leben auf Instagram zeigen – und dabei genauso zweifeln, lernen und wachsen wie wir alle, manchmal vor, manchmal hinter der Kamera.

    Drillings-Mama Caro von triplets_of_hamburg: Hört auf euer Bauchgefühl

    Caroline Ferreira Santos Philipp kenne viele vielleicht von ihrem Instagram-Account triplets_of_hamburg. Die fünffache Mama hatte eigentlich ein drittes Kind geplant und wurde stattdessen schwanger mit Drillingen.

    Caro und ihre Drillinge. Foto: Triplets_of_Hamburg
    Caro und ihre Drillinge. Foto: Triplets_of_Hamburg

    „Hört auf euren Instinkt. Es steckt in euch, ihr könnt das. Vertraut auf euch selbst und nicht auf diese tausend Meinungen da draußen. Ihr kriegt das hin. Liebe, Liebe, Liebe – und alles andere kommt von alleine.“

    Caro von @triplets_of_hamburg

    Frieda Lewin von frieda.lewin: Bloß kein Overthinker-Equipment

    Frieda Lewin, Content Creatorin und Mutter, spricht auf Instagram auf ihrem Account frieda.lewin sehr ehrlich über den Alltag mit Kind.

    Frieda Lewin ist Podcasterin und Content Creatorin. Foto: Frieda Lewin
    Frieda Lewin ist Podcasterin und Content Creatorin. Foto: Frieda Lewin

    „Dieses ganze Overthinker-Equipment hätte ich mir sparen können. Diese krassen Windeltaschen mit zig Fächern oder der Windeleimer – der hat trotzdem gestunken. Und wir kaufen oft viel zu früh Dinge wie Laufräder. Am Ende hat das Kind gar keinen Bock drauf. Lieber erstmal schauen, vielleicht ausleihen und nicht allem Marketing vertrauen.“

    Frieda von @frieda.lewin

    Lena Jensen von lenajensn: Beistellbett wird überbewertet

    Lena Jensen wurde im Alter von 2 bis 6 Jahren sexuell missbraucht. Heute nutzt sie ihre Stimme (u.a. auf Instagram), um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Inzwischen ist sie selbst Mama eines Sohnes.

    Lena Jensen mit ihrem Mann Lukas und ihrem Kind.
    Lena Jensen mit ihrem Mann Lukas und ihrem Kind. Foto: Lenajensn

    „Was ich mir hätte sparen können, war das Beistellbett. Unser Baby hat da nie drin geschlafen – aber es war super, um Getränke, Essen und Windeln abzustellen. Und auch das Babyzimmer haben wir die ersten Monate gar nicht genutzt. Das war eher für uns Eltern und unseren Nestbautrieb.“

    Lena von @lenajensn

    Josephine von jose_phiiine: Lasst die Perfektion los

    Josephine lebt mit ihrem Freund Philipp und den beiden kleinen Kindern in einem ökologischen Holzhaus im Speckgürtel von Berlin. Über ihren Instagram-Account @jose_phiiine berichtet sie über ihren Alltag.

    Josephine von @jose_phiiine
    Josephine von @jose_phiiine

    „Mama sein ist nicht immer leicht – gerade mit all den Reels, Ratschlägen und Vergleichen. Es ist so wichtig, bei sich zu bleiben. Was zählt, ist die Beziehung zwischen euch und euren Kindern. Die Tage sind lang, aber die Jahre sind so kurz. Und es ist okay, wenn euer Alltag nicht perfekt ist. Es ist alles okay, was sich für euch richtig anfühlt.“

    Josephine von @jose_phiiine

    Alina von familie.mit.liebe: Du musst dich nicht rechtfertigen

    Alina ist Mama von drei Kindern und Pädagogin. Als familie.mit.liebe spricht sie auf Instagram über das Leben als Patchwork-Mama und den Neubeginn nach einer Trennung mit Kind.

    Alina von Familie.mit.liebe
    Alina von Familie.mit.liebe

    „Was ich mir am allermeisten hätte sparen können: mir Gedanken darüber zu machen, was andere über meine Trennung mit Kind denken – und mich ständig rechtfertigen zu wollen.“

    Alina von @familie.mit.liebe

    Sophie Esch von sophie_esch_: Weniger Geld für Spielzeug ausgeben

    Sophie Esch ist zweifache Mama und nennt sich für ihren Instagram-Account sophie_esch_ die Mama-Freundin deines Vertrauens.

    Sophie und Baby.
    Sophie und Baby. Foto: Sophie_Esch_

    „Was ich bei meinem zweiten Kind definitiv nicht mehr mache: Unmengen an Spielzeug kaufen. Am Ende wollen sie nämlich nur mit einer leeren oder halbleeren Wasserflasche spielen. Ohne Witz.“

    Sophie von @sophie_esch_

    Liebe Mama, vielen Dank für alles, was du täglich gibst!

    Mamasein bedeutet auch: Care-Arbeit, Mental Load, immer mitdenken, organisieren, fühlen, auffangen. Und das alles parallel zu allem anderen, was im Leben noch läuft.

    Was viele Mamas leisten, taucht in keiner To-do-Liste vollständig auf – und bekommt viel zu selten die Anerkennung, die es verdient.

    Vielleicht ist genau deshalb dieser eine Gedanke so wichtig: Du musst nicht perfekt sein, um eine gute Mama zu sein. Du musst nicht allem gerecht werden. Also, falls du das gerade liest und zweifelst: Du machst das gut. Wirklich.

    Und vielleicht ist das zum Muttertag die wichtigste Erinnerung: Deine Arbeit ist wertvoll und alles andere als selbstverständlich.

    Was ist dein wichtigstes Learning als Mama – und was würdest du heute anders machen?

    2 Kommentare

  1. User Avatar
    Ja Ma

    Ich liebe Friedas Content 😍 Ist aber echt so… unnütze Anschaffungen sind einfach ein Fluch, ich hasse nix mehr.. wir sind inzwischen auch dazu übergegangen Sachen wirklich nur noch zu kaufen, wenn sie WIRKLICH fehlen und nicht mehr so dieses auf Verdacht kaufen, weil könnte ja cool sein.. Oder eben von Freunden oder der Familie erstmal testen und leihen. Gerade bei Spielzeug haben Kinder ja dann nach 1-2 Wochen doch wieder das Interesse verloren.

  2. User Avatar
    Lauraa

    Ich finde jedes dieser Zitate unglaublich lusitg, berührend und total – WAHR!Es gibt so viele Learnings die wir weitergeben und am Ende müssen wir da irgendwie allein durch, aber wenn man sich den Artikel durchliest, fühlt es sich einfach so viel weniger alleine an. Wir sind doch irgendwie alle auf diesem weirden Mama-Boot & ich finds so wichtig und toll, wenn man einfach einen so offenen Mama-Austausch hat ❤️  Und vor allem mehr als wertvoll