Merkel will handeln: Härtere Corona-Regeln für Ferien und Feiertage?

Seit Anfang November befinden wir uns im Teil-Lockdown, doch die Infektionszahlen bleiben hoch. Inzwischen gibt es deutliche Anzeichen, dass die Bundesregierung noch vor Weihnachten neue Schutzmaßnahmen beschließt. Das könnte auch Auswirkungen auf die Ferien und die Feiertage haben.

„Wir werden den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können“, wird Angela Merkel in unterschiedlichen Medien zitiert. Das klingt ganz danach als müssten wir uns auf weitere Verschärfungen der Corona-Regeln einstellen. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass Merkel den Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ausdrücklich begrüßt. Von „Schritten in die richtige Richtung“ ist die Rede.

Merkel lobt Söders neuen Corona-Maßnahmen

Denn, nachdem die Zahlen in Bayern weiterhin dramatisch stiegen, hat Ministerpräsident Söder die Notbremse gezogen. Dort gilt wieder eine allgemeine Ausgangsbeschränkung. Wer sich draußen bewegen will, brauche dafür einen triftigen Grund, erklärte Söder. In Hotspots sollen zusätzlich nächtliche Ausgangssperren verhängt werden. Eine Ausnahme gelte nur für die Weihnachtstage zwischen dem 23. und 26. Dezember, nicht aber für Silvester.

Merkel begrüßte Söders Vorgehen, gerade in Hinblick auf das überlastete Gesundheitssystem: „Wir reden zu viel über Glühwein-Stände und zu wenig über Krankenpfleger und Krankenschwestern“, soll sie diese kommentiert haben. Das lässt bei vielen die Frage aufkommen, ob wir uns vielleicht zu früh gefreut haben… Sind die angekündigten Lockerungen an den Feiertagen in Gefahr? Während Merkel nach dem letzten Corona-Gipfel noch versprach, dass zwischen Weihnachten und Neujahr Lockerungen gelten, scheint das nun nicht mehr sicher.

Was bedeutet das für Schulen und Ferien?

Auch für Schulen gibt es in Bayern eine Verschärfung. Berufsschulen sollen keinen Präsenzunterricht mehr abhalten. Das Gleiche gilt in Hotspots für Schüler ab der 8. Klasse.

Doch was ist mit den Schulferien?

Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) hatte am Sonntagabend bei BILD Live Stellung zu einer möglichen Verlängerung der Schulferien genommen. Demnach halte er eine Verlängerung der Schulferien für ein probates Mittel, wenn sichergestellt sei, dass die Familien in der Zeit zuhause bleiben und nicht etwa Reisen antreten. Nach unbestätigten Angaben der BILD ist im Gespräch, die Weihnachtsferien sowohl eine Woche vorzuziehen und auch um eine Woche zu verlängern.

Harter Lockdown ab dem 27. Dezember?

Die BILD berichtet außerdem über einen möglichen harten Lockdown ab dem 27. Dezember. Dafür werde diskutiert, ob zwischen dem 27. Dezember und dem 3. oder 10. Januar alles schließen soll – mit Ausnahme der Supermärkte.

Nicht alle wollen mitziehen

Angela Merkel will also möglichst schnell und möglichst hart entscheiden. Dagegen halten aber einige Länder, besonders aus den nördlichen Bundesländern. Hier sind die Fallzahlen häufig deutlich niedriger als in Bayern. So zitiert die BILD aus einem SPD-regierten Bundesland: „Es gibt keinen Beschluss für oder gegen eine Ministerpräsidentenkonferenz. Es gibt auch keine Liste von möglichen Verboten, die man jetzt aus der Schublade holt.“ Da der Corona-Verlauf regional ganz unterschiedlich ist, werde es „keinen flächendeckenden Lockdown in Deutschland geben.“ Man rechnet weiterhin damit, dass der nächste Bund-Länder-Gipfel wie verabredet am 4. Januar stattfindet.

Verhandlungen über Verschärfungen noch vor Weihnachten?

Die Bundesregierung möchte eigentlich noch vor Weihnachten mit den Ministerpräsidenten einen neuen Corona-Fahrplan verhandeln, einen Termin gibt es noch nicht. Wenn er stattfindet, bleibt abzuwarten, was diese neuen Beratungen für die Schulferien und die Feiertage bedeuten.

Lena Krause

Als Wahlhamburgerin könnte ich mir keine schönere Stadt vorstellen, um dort zu leben. Gemeinsam mit meinem kleinen Hund Lasse bin ich gerne im Grünen unterwegs und erkunde die vielen tollen Ecken Hamburgs. Das Schreiben hat mir schon immer Spaß gemacht und deswegen war für mich schnell klar, dass ich diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte.

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