Meningokokken-Erkrankung: Was ist das, wie kann ich vorbeugen?

„Meningokokken“: Zugegebenermaßen ist schon das Wort kompliziert und klingt wenig ansprechend.

Umso wichtiger ist es vor allem für Mamas, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen – und zwar am besten frühzeitig, bevor es zu einer Ansteckung kommt.

Warum? Obwohl Meningokokken-Erkrankungen selten auftreten, kann eine Ansteckung mit Meningokokken innerhalb von wenigen Stunden lebensbedrohlich werden. Sie können nämlich eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen.

Doch was sind Meningokokken eigentlich?

Meningokokken sind Bakterien, die sich beim Menschen vor allem im Nasen-Rachen-Raum ansiedeln können. Etwa jeder 10. Erwachsene trägt die Erreger in sich, allerdings ohne selbst daran zu erkranken.

Meningokokken können über Tröpfcheninfektion – zum Beispiel durch Sprechen, Husten, Niesen oder Küssen – übertragen werden. Babys und Kleinkinder haben das höchste Risiko sich mit Meningokokken anzustecken, da unter anderem ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.

Gibt es Anzeichen, an denen ich eine Ansteckung erkennen kann?

Die ersten Symptome sind leider recht unspezifisch und schwer zu deuten. Frühe Anzeichen können Fieber, Erbrechen, Reizbarkeit oder auch Schläfrigkeit und Krämpfe sein – also ähnlich den Symptomen eines grippalen Infekts.

Wie kann ich mein Kind vor Meningokokken schützen?

Mit Impfungen kann man Kinder bestmöglich vor einer Erkrankung schützen. Gegen alle in Deutschland vorkommenden Meningokokken-Typen (A, B, C, W und Y) gibt es Schutzimpfungen. Die meisten Krankheitsfälle gehen auf Meningokokken-Typ B zurück, gefolgt von Typ C. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Meningokokken-C-Impfung seit 2006 in ihrem Standard-Impfkatalog, weshalb ein Großteil der Kinder gegen Meningokokken-Typ C geimpft ist. Die Impfung ist ab dem Beginn des 2. Lebensjahres empfohlen.2

Die Meningokokken C-Impfung wird von den gesetzlichen Krankenkassen als Standard-Impfung übernommen.

Die Impfungen gegen die häufigste Art B und die Arten A, W und Y sind bisher nicht in den Standard-Impfkatalog der STIKO aufgenommen. Gegen diese sind bisher relativ wenige Kinder geimpft. Allerdings erstatten schon viele Krankenkassen diese Impfungen oder zumindest einen Teil der Kosten auf Anfrage. Es empfiehlt sich, direkt bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen.

Wo bekomme ich weitere Infos?

Fragt am besten frühzeitig euren Kinderarzt, wie ihr euer Kind bestmöglich vor Meningokokken schützen könnt.

Auch dieses Experten-Video ist hilfreich:

Mehr Infos zum Thema gibt es unter www.meningitis-bewegt.de bzw. auf folgenden Kanälen:

www.faceboook.com/meningitisbewegt

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www.youtube.com:MENINGITIS BEWEGT

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Mit freundlicher Unterstützung von GSK
DE/BEX/0041/18e; 09/2018

Quellen
1RKI-Ratgeber für Ärzte „Meningokokken-Erkrankungen“. Verfügbar unter: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html, August 2018.
2RKI Epidemiologisches Bulletin 34/2017 . Verfügbar unter: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/34_17.pdf
__blob=publicationFile, zuletzt abgerufen: 17.08.2018

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