„Meningitis bewegt.“ – spannender Lunch Talk in Hamburg

„Nur zwei Stunden später wäre es vermutlich zu spät gewesen.“ berichtet Birgit Augé: Ihre 4 Monate alte Tochter Leonie wäre fast an einer schweren Meningokokken-Sepsis gestorben. Als die 46-Jährige ihre Geschichte erzählt, kämpft sie immer wieder mit den Tränen. Und auch die Zuhörer lässt der Bericht nicht kalt. Leonies Geschichte gehörte zu den emotionalsten Momenten des Meningitis bewegt.“ Lunch Talks, den wir von Echte Mamas zusammen mit GSK organisiert haben. Einen Tag vor dem Welt-Sepsis-Tag am 13. September haben sich viele Blogger und Journalisten hier in Hamburg getroffen, um sich gemeinsam über Meningokokken-Erkrankungen und mögliche Impfungen zu informieren.

Meningokokken: Babys und Kleinkinder besonders gefährdet

Denn auch, wenn sich die meisten Eltern mit der Geburt ihres Kindes zum Thema Impfen informieren, hat eine aktuelle Studie gezeigt, dass mehr als die Hälfte (56 %) nicht wissen, ob ihr Kind gegen Meningokokken geimpft ist. Dabei ist gerade dieser Schutz enorm wichtig. Denn auch, wenn es deutschlandweit nur etwa 300 Fälle von Meningokokken-Erkrankungen pro Jahr gibt, haben Babys und Kleinkinder das größte Risiko, an den Bakterien zu erkranken. In zwei Dritteln aller Fälle kann eine Erkrankung zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) führen, bei einem weiteren Drittel kann es zu einer Sepsis kommen, also einer Blutvergiftung.

Gesprächsrunde beim "Meningitis bewegt." Lunch Talk

In entspannter Runde wurde darüber gesprochen, wie wichtig Impfungen gegen Meningokokken sind.
Foto: GSK

Symptome leider nicht immer eindeutig

Eine Erkrankung kann schon nach wenigen Stunden lebensbedrohlich werden – und die Symptome lassen sich leider nicht immer gleich zuordnen. So wie bei Birgits Tochter Leonie: „Nach einem ganz normalen Tag wurde Leonie in der Nacht plötzlich unruhig, zog ihre Beine an, krampfte und spuckte. Im Krankenhaus sorgte sich die Ärztin, weil es meinem Baby allgemein nicht gut ging, sie gräuliche Lippen hatte und ihre Haut wie marmoriert wirkte.“ Erst rote Pünktchen – beginnende Hauteinblutungen – im Windelbereich gaben den Ärzten den lebensrettenden Hinweis.

Leonie bekam sofort ein Antibiotikum. Trotzdem kam es zu weiteren Hauteinblutungen und das Baby erlitt einen septischen Schock mit Herz-Kreislauf-Versagen. 24 Stunden kämpften die Ärzte um Leonies Leben – und gewannen. Auch wenn ihr Immunsystem Jahre brauchte, um sich vollständig von der Erkrankung zu erholen, ist sie von Folgeschäden wie Hörverlust, Schädigung des Gehirns, Lernschwächen oder Narben verschont geblieben. Heute ist Birgits Tochter 15 Jahre alt und kerngesund.

Bloggerin mit Baby beim "Meningitis bewegt." Lunch Talk

Viele Bloggerinnen hatten ihre Babys dabei.
Foto: GSK

„Ihr könnt eure Kinder bestmöglich schützen“

Als Leonie an Meningokokken erkrankte, gab es noch keine Schutzimpfung gegen Meningokokken im Impfplan der STIKO oder darüber hinaus. Das ist heute zum Glück anders! Und genau deshalb möchte Birgit mit ihrer Geschichte dazu beitragen, dass anderen Eltern eine Geschichte wie die von Leonie erspart bleibt. „Heutzutage gibt es Impfungen gegen fünf der häufigsten Meningokokken-Gruppen in Deutschland. Ihr könnt eure Kinder also bestmöglich schützen.“

Meningokokken: Wie steckt man sich an?

Wie es überhaupt zu einer Meningokokken-Erkrankung kommen kann, erklärt am besten ein Experte. Deshalb war der Hamburger Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Gerhard Kroschke bei dem „Meningitis bewegt. “ Lunch Talk zu Gast: „Meningokokken sind Bakterien und werden über Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen“, erklärte er. „Bis zu zehn Prozent der Erwachsenen tragen sie im Nasen-Rachen-Raum, ohne selbst daran zu erkranken. Dennoch können sie die Bakterien beispielweise durch Husten, Niesen oder Küssen an andere weitergeben. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem bzw. Kindern kann es nach der Ansteckung mit den Bakterien zu einer raschen Entwicklung einer Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung kommen.“

Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Gerhard Kroschke klärt über Menigokokken auf

Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Gerhard Kroschke informiert über Meningokokken und die wichtigen Schutzimpfungen.
Foto: GSK

Diese Folgen kann eine Meningokokken-Erkrankung haben

Bei einer Blutvergiftung werden die Meningokokken über das Blut in alle Organe verteilt. Deshalb kann es schon nach relativ kurzer Zeit zu Organversagen kommen. Außerdem wird die Blutgerinnung gestört. Dadurch entstehen die Einblutungen in der Haut, die auch bei Leonie aufgetreten sind. Diese Einblutungen können dazu führen, dass Körperteile absterben und teilweise sogar amputiert werden müssen.

Damit es nicht soweit kommt, hat der Kinderarzt einen eindeutigen Rat für alle Eltern: „Den bestmöglichen Schutz vor einer Meningokokken-Sepsis bieten Impfungen. Da Babys und Kleinkinder besonders gefährdet sind, an Meningokokken zu erkranken, sollte frühzeitig geimpft werden. Aber auch ältere Kinder können schwer erkranken und sollten durch Impfungen bestmöglich geschützt sein.“

Wichtig ist, dass es verschiedene Gruppen von Meningokokken gibt. In Deutschland kommt am häufigsten die Gruppe B vor, gefolgt von Y, C, W, A und anderen. Gegen diese fünf Gruppen gibt es Impfungen.

Bekommen Kinder zu schnell zu viele Impfungen?

Alle Eltern, die Angst davor haben, dass ihre Kinder in den ersten Monaten zu viele Impfungen bekommen, kann Dr. Krosche beruhigen: „Das kindliche Immunsystem ist bestens für diese Aufgabe ausgebildet und setzt sich täglich mit viel mehr Erregern auseinander, als es durch Impfungen gefordert wird.“

Info-Terminal beim "Meningitis bewegt." Lunch Talk

An Info-Terminals konnten die Teilnehmer ihr Wissen über Meningokokken testen und sich informieren.
Foto: GSK

Meningokokken: Welche Impfungen gibt es – und wer übernimmt die Kosten?

Auch die Kostenfrage ist natürlich ein wichtiger Punkt und wurde auf dem Event geklärt: Die Meningokokken-C-Impfung ist eine Standardimpfung, wird von der STIKO allgemein empfohlen und von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Mittlerweile erstatten die Kassen auch für über die Hälfte der Versicherten die zusätzlich mögliche Meningokokken-B-Impfung auf Anfrage teilweise oder ganz. Gegen die Meningokokken-Gruppen A, W und Y kann man sein Kind ebenfalls in Kombination mit C impfen lassen. Dies ist vor allem bei gefährdeten Personen oder Reisen in Risikogebiete relevant. Sich vom Kinderarzt beraten lassen und bei der Kasse nachfragen lohnt sich auf jeden Fall!

Wenn ihr euch weiter über das Thema Meningokokken informieren möchtet, findet ihr unter www.meningitis-bewegt.de viele weitere Infos.

Wir von Echte Mamas freuen uns auf jeden Fall, dass wir Teil eines so wichtigen Events sein durften. Denn als Mamas wollen wir doch alle nur das Beste für unsere Kleinen. Deshalb vielen Dank an alle, die beim „Meningitis bewegt.“ Lunch Talk in Hamburg dabei waren.

In freundlicher Zusammenarbeit mit „Meningitis bewegt.“ von GSK #sponsoredbyGSK

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Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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