„Mein Sohn bestellt sein Eis selbst.“ Ein schöner Weg, Kinder aufs Leben vorzubereiten

„Du bist ja so ein Muttersöhnchen!“ Diesen Satz wird der Sohn der „Echten Mama“ Sabine (30) aus Baden-Württemberg nie hören, wenn es nach seiner Mutter geht. Sie versucht mit einer ungewöhnlichen Methode, ihn schon als kleines Kind aufs Leben vorzubereiten:

„Die Kinder von Helikoptereltern werden es im Leben zu nichts bringen. Sie sind unselbstständig und völlig verloren, überfordert mit den einfachsten Aufgaben. Dabei ist es doch unsere Aufgabe, unsere Kleinen aufs Leben vorzubereiten.

Aber: Sind wir nicht alle ein wenig Helikopter? Also, ich gebe zu: Ich bin es auf jeden Fall. Ich versuche, Schmerz und Leid von meinem Sohn fernzuhalten, ich helfe ihm dabei, Probleme zu lösen und ich mache es gerne. Schließlich soll er wissen, dass er sich auf mich verlassen kann.

Nur möchte ich damit auf keinen Fall bewirken, dass er niemals sein eigenes Leben leben kann.

Das brachte mich in ein kleines Dilemma… Ich hoffe allerdings, einen Ausweg gefunden zu haben. Eine schöne Aufgabe, die er selbst bewältigen muss, jeden Tag, seit er ganz klein war. Und die ihm meiner Meinung nach hilft, sich aufs Leben vorzubereiten.

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Der Kleinste in der Schlange

Er muss für sich selbst sprechen. Wie ich das meine? Indem ich beispielsweise noch nie, seit man ihn halbwegs verstehen kann, im Restaurant sein Essen, beim Bäcker sein Brötchen, im Kiosk sein Eis bestellt habe.

Und wenn es die Situation erlaubt, dann soll er sich auch selbst in die Schlange stellen, seine Position verteidigen und selbst dafür sorgen, dass die Erwachsenen hinter ihm und hinter dem Tresen ihn nicht übergehen oder ignorieren. Das funktioniert schon seit einiger Zeit ziemlich gut. Er hat gelernt, sich gerade hinzustellen und seinen Raum einzunehmen, sich zu überlegen, was er sagen möchte und das dann auch zu sagen, mit einer lauten, festen Stimme, die gehört wird.

Mein Sohn verabredet sich schon lange selbst mit seinen Freunden. Unsplash / Ashton Bingham

Playdate? Das organisiert er selbst!

Wenn er sich mit Freunden oder Freundinnen verabreden möchte, läuft das genauso. Er selbst ist derjenige, der das betreffende Kind und deren Eltern nach einem Playdate fragt. Dabei bleibt er höflich, fängt bei einem ,Nein‘ nicht gleich an, herumzubrüllen, sondern schlägt einen anderen Tag vor. Klar hat er das vorher mit mir abgesprochen und im Zweifel lautet die Antwort immer: ,Da muss ich erst meine Mama fragen.‘ Aber sie lautet nicht: ,Frag‘ doch meine Mama.‘ Ich habe das gute Gefühl, dass ihm auch dieses Organisieren hilft, sich aufs Leben vorzubereiten.

Natürlich bedeutet das auch, dass mein Sohn mit Fremden spricht. Er darf das. Er soll das sogar, aber er weiß auch, in welchen Situationen er das auf keinen Fall darf. Aber wenn ihm im Bus jemand ein Kompliment zu seinem Hut macht, dann muss er nicht erst mich fragend ansehen oder den Blick abwenden. Denn er weiß: Ich würde ihn nur ermuntern, selbst zu antworten.

Situationen klären ohne Angst

Inzwischen hat er schon ein ziemlich gutes Selbstbewusstsein und ich hoffe, dass er das auch behält. Wenn er in die Schule kommt, soll er schließlich auch in der Lage sein, seine Probleme selbst zu lösen. Er soll seine Lehrerin selbst fragen können, warum seine Antwort im Test nicht gut genug war oder warum er nicht neben seinem besten Freund sitzen darf. Ich will nicht ständig in der Schule anrufen müssen, um zu fragen, ob ein älteres Kind, das ihn ihm Schulhof geschlagen hat, eine Strafe bekommen hat – das soll er selbst klären. Er soll keine Angst davor haben, seine Meinung zu äußern, für sich selbst einzustehen.

Das heißt nicht, dass er mir nicht von seinen Schwierigkeiten oder Erlebnissen erzählen oder Rat suchen kann. Ich bin da und werde immer ein offenes Ohr für ihn haben und ihm mit Rat zur Seite stehen – aber eben nicht mit unbedingt Tat. Denn irgendwann wird er erwachsen sein und das wird nicht erst an dem Tag passieren, an dem er auszieht und plötzlich seine eigenen Rechnungen bezahlen muss, sondern schon vorher. Aber wenn er auszieht und plötzlich seine eigenen Rechnungen bezahlen muss, ist er so hoffentlich aufs Leben vorbereitet.“

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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