Medienkonsum bei Kindern: Der sichere Einstieg ins digitale Leben

Als meine Tochter ein Baby war, hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich sie in den nächsten, sagen wir mal 18 Jahren fernsehen lasse. Oder, um Himmels willen, Videos an meinem Handy schauen oder gar Spiele am Tablet spielen!

Medienkonsum bei Kindern? Fand ich völlig daneben.

… und alles kommt anders, als man denkt

Nun, wie es beim Elternsein immer so ist: Man kann sich so viel vorstellen und vornehmen – aber am Ende weiß man doch erst, wie sich das alles wirklich anfühlt, wie das Leben mit Kind so ist und was für die eigene Familie wirklich funktioniert, wenn man dann in der Situation ist.

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Und neben vielem, vielem anderen ist es natürlich auch in Sachen Medien ganz anders gekommen, als ich es mir vorgestellt habe. Damals, mit meinem meist ruhigen, zufriedenen und so einfach zu unterhaltenen Baby im Arm.

Ich wusste eben nicht, wie lustig es sein kann, zusammen ein witziges Video anzusehen, ulkige Selfies zu machen und Papa, der länger arbeiten muss, per Videotelefonie gute Nacht zu sagen. Ich ahnte nicht, dass ich (nicht ohne schlechtes Gewissen) die Möglichkeit schätzen lernen würde, meine Tochter kurz mit einem Cartoon zu beschäftigen, während ich ihre Nägel schneide oder etwas Dringendes zu Hause erledige. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass es einfach richtig schön sein kann, mit ihr zusammen eine Folge der „alten“ Biene Maja aus meiner Kindheit zu schauen oder ein kindgerechtes Spiel auf dem Tablet zu spielen.

Medienkonsum bei Kindern? Meist von Anfang an

Es ist, wie es ist – wie haben unser Smartphone irgendwie ständig in der Hand. (Leider) auch, wenn unsere Kinder dabei sind.

Medienkonsum bei Kindern ist heutzutage fast schon etwas Natürliches, es „passiert“ einfach. In welchem Ausmaß, das hat man dagegen allerdings zum Glück noch selbst in der Hand.

Ich glaube, bei uns ist alles noch total im Rahmen des vertretbaren. Allerdings: Die typischen „Tipp- und Wischbewegungen“, die ich in meiner Kindheit kein einziges Mal brauchte – wendet meine kleine Tochter schon ganz automatisch an.

Das gibt mir manchmal echt zu denken….

Kind im Paradies: Mit einem Wischhhhhhh über den iPod touch zu all ihren Lieblings-Serien. Foto: Echte Mamas

Aber: Wie viel ist wirklich zu viel?

Klar, unsere Kinder  könnten  den ganzen Tag vor einem Bildschirm hängen. Es ist ganz klar an uns,  diese Zeit zu begrenzen. Das kann natürlich nach ganz eigenem Ermessen geschehen – denn schließlich kennt jeder sein Kind am besten und hat selbst erlebt, wie es auf Medienkonsum reagiert.

Zur besseren Orientierung gibt es aber auch fundierte Richtwerte. Klicksafe, die Initiative für mehr Sicherheit im Netz, empfiehlt folgende Nutzungszeiten: Kinder bis drei Jahre sollten maximal 5 Minuten am Tag vor Smartphone oder Tablet verbringen, Kinder zwischen 4 und 6 Jahren max. 20 Minuten und Kinder zwischen 7 und 10 Jahren höchstens 45 Minuten.

Clever gelöst – die Einstellungen der Hersteller

Viele Hersteller machen es uns Eltern ganz leicht, die Medienzeit ihrer Kinder im Auge zu behalten. Apple beispielsweise bietet für den iPod touch (mittlerweile gibt es bereits die 7. Generation und gerade für ältere Kinder kann der leistungsfähige iPod touch eine super Handy-Alternative sein. Die Kosten liegen für das 32 GB-Modell bei ca. 230€) und das iPhone tolle Sicherheitseinstellungen. Diese haben wir hier schon einmal näher erläutert.

Coole Farben und Funktionen: Der neue iPod touch unterstützt FaceTime-Gruppenanrufe und AR-Erlebnisse zum ersten Mal auf einem iPod

Ein Beispiel: Bei der Bildschirmzeit können Eltern eben diese für ihre Kinder begrenzen. Und im Unterpunkt „Auszeit“ können bestimmte Zeiten festgelegt werden (z. B. die Schlafenszeit), in der alle oder ausgewählte Apps und Messenger-Dienste gesperrt werden und nicht bedient werden können. Zudem kann auch nur der Zugriff auf ausgewählte Webseiten erlaubt werden und sogar In-App-Käufe oder der App-Store gesperrt!

So oder so ähnlich läuft es bei vielen Anbietern, auch bei Spielekonsolen etc.

Am allerbesten ist es aber natürlich, wenn man Medien zusammen mit den Kindern nutzt. Über das Gesehene sprechen oder gemeinsam spielen, das macht eine Menge Spaß, schweißt zusammen und verhindert das „hypnotisierte Berieseln-Lassen“, das wir Eltern so fürchten.

Der neue iPod touch unterstützt erstmals sogar Augmented Reality (AR)- Erlebnisse und es gibt über 300.000 verfügbare Spiele auf der weltweit größten Gamingplattform iOS

Aber: Seien wir doch ehrlich, manchmal ist es vielleicht sogar besser, eine Folge „Paw Patrol“ mehr als üblich zuzulassen, als sich ihm nur halbherzig zu widmen, weil man gerade noch kurz etwas arbeiten muss. Lieber einmal fertigmachen und dann danach mit voller Konzentration Puzzle legen.

Solange Smartphone, Fernseher & Co. nicht dauernd im Einsatz sind und zum Ersatz für Zuwendung, Anregung und Draußen-Zeiten werden, ist höchstwahrscheinlich alles in Butter.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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