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    Viele Eltern wollen fürs Kind vorsorgen (denn wer hat mal eben 5.000 € für den Führerschein liegen?) – schieben das Thema Geldanlage aber immer wieder auf. Zu kompliziert, zu viele Möglichkeiten, zu wenig Wissen. Genau diese Mama bin ich, zwei Jahre schiebe ich das Thema inzwischen vor mir her. Jetzt hatte ich die Möglichkeit, für euch das Kinderkonto bei Scalable Capital zu testen. Hier kommt mein ehrlicher Erfahrungsbericht: Warum ich so lange gezögert habe, wie das Anlegen funktioniert – und was mich dabei überrascht hat.

    Der Struggle: Warum wir Mamas beim Thema Geld oft zögern

    Schon vor der Geburt unserer Tochter war klar: Ich möchte für mein Kind vorsorgen. Aber dann kommt sofort die nächste Frage: Wie eigentlich? Genau da fing bei mir das Gedankenkarussell an:

          • Was, wenn ich etwas falsch mache?
          • Was, wenn ich Geld verliere?
          • Wir verdienen kein Vermögen – lohnt sich das überhaupt?

    Ich glaube, vielen Frauen geht es ähnlich. Studien zeigen immer wieder: Beim Thema Finanzen sind wir oft vorsichtiger – und trauen uns (völlig zu Unrecht!) weniger zu als Männer. Finanzthemen wirken kompliziert, technisch und irgendwie „nicht für uns gemacht“. Dabei betrifft uns das Thema Geld natürlich genauso.

    Das Ergebnis: Wir schieben das Thema auf. Konto eröffnen? Morgen. Mich informieren? Wenn ich mal mehr Zeit habe. Das Problem ist nur: „Mehr Zeit“ kommt nie. Dabei ist gerade beim Sparen für Kinder Zeit ein entscheidender Faktor. Wer früh anfängt, hat viele Jahre, in denen sich das Geld entwickeln kann – selbst wenn man nur kleine Beträge monatlich zurücklegt. Und genau das hat mir den Schubs gegeben, den ich brauchte.

    Community-Mama sitzt auf dem Sofa und guckt sich Kinderkonto bei Scalable Capital an.
    Bei der Auswahl der finanziellen Vorsorge gibt es verschiedene Möglichkeiten - vom Sparbuch bis zum Kinderkonto. Foto: Echte Mamas

    Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, Geld für Kinder anzulegen?

    Bevor ich mich entschieden habe, habe ich mir erstmal angeschaut, welche Optionen es überhaupt gibt. Hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Möglichkeiten.

    Sparbuch

    Das klassische Sparbuch kennen viele noch aus der eigenen Kindheit. Ein Sparbuch ist im Grunde ein Bankkonto, auf das du Geld einzahlst und dafür Zinsen von der Bank bekommst. Dein Geld liegt also sicher bei der Bank, die dir regelmäßig einen kleinen Zinsbetrag gutschreibt. Das Guthaben wächst dadurch langsam über die Zeit.

    Vorteile: Sehr sicher, einfach verständlich und keine Kursschwankungen.

    Nachteile: Sehr niedrige Zinsen und die Inflation kann das Geld über die Jahre entwerten.

    Tagesgeld oder Festgeld

    Auch beim Tages- oder Festgeld liegt dein Geld auf einem Konto bei der Bank. Der Unterschied zum Sparbuch: Die Verzinsung ist oft etwas besser. Beim Tagesgeldkonto kannst du jederzeit Geld einzahlen oder abheben. Die Bank zahlt dafür Zinsen, die sich aber im Laufe der Zeit verändern können. Beim Festgeld legst du dein Geld für eine bestimmte Zeit fest an – zum Beispiel für ein oder drei Jahre. Während dieser Zeit kommst du meist nicht an das Geld, bekommst dafür aber oft einen festen Zinssatz, der von Anfang an festgelegt ist.

    Vorteile: Relativ sicher und etwas bessere Zinsen. Scalable Capital bietet hier z.B. sogar 2,5 % Zinsen auf Guthaben im Tagesgeldkonto an.*

    Nachteile: Begrenzte Wachstumschancen und langfristig oft weniger Rendite als andere Anlagen.

    Bausparvertrag

    Viele Eltern schließen früh einen Bausparvertrag für ihre Kinder ab. Dabei zahlst du regelmäßig Geld in einen Vertrag ein, der eigentlich für eine spätere Immobilienfinanzierung gedacht ist. Nach einer gewissen Ansparphase kann man sich damit später ein Darlehen zu vorher festgelegten Konditionen sichern.

    Vorteile: Planbar und auf Langfristigkeit ausgelegt.

    Nachteile: Relativ unflexibel, lohnt sich nicht für jedes Sparziel.

    ETF- oder Aktiendepot (Kinderkonto)

    Eine andere Möglichkeit ist ein Kinderkonto, in dem Geld zum Beispiel in sogenannte ETFs oder Aktien investiert wird. Ein ETF ist vereinfacht gesagt ein Korb, der viele Unternehmen (also Aktien) enthält. Statt also nur in eine einzelne Firma zu investieren, wird das Geld auf viele verschiedene Unternehmen verteilt. Der ETF investiert also automatisch in hunderte oder tausende Firmen weltweit oder aus bestimmten Regionen. Dadurch ist das Geld breiter gestreut.

    Konkret funktioniert das so: Du zahlst zum Beispiel monatlich einen bestimmten Betrag in das Depot ein – etwa über einen Sparplan. Mit diesem Geld werden automatisch Anteile an einem ETF gekauft. Steigt der Wert der enthaltenen Unternehmen, steigt in der Regel auch der Wert deiner Anteile.*

    Vorteile: Langfristig höhere Renditechancen, denn der sogenannte Zinseszinseffekt kann über viele Jahre wirken. Außerdem flexibel besparbar (z. B. monatlicher Sparplan).

    Nachteile: Kursschwankungen sind möglich. Zu Beginn muss man sich trauen, zu starten und sich ein wenig damit zu beschäftigen.

    Viele Freunde und Bekannte legen inzwischen Geld in ETFs und Aktien an – und ich wollte auch zeitgemäß und flexibel für meine Tochter sparen. Daher war das Kinderdepot für mich die attraktivste Variante. Doch auf der anderen Seite hatte ich damit bisher absolut keine Erfahrung und dachte immer: Das ist etwas für Leute, die sich richtig gut mit Finanzen auskennen, dass es kompliziert und zeitaufwendig ist. (Spoiler: Ganz so schlimm war es am Ende überhaupt nicht.)

     

    Mutter sitzt mit ihrer Tochter am Boden und spielt mit Spielgeld.
    Noch ist es ein lustiges Spiel für meine Tochter, aber für ihre Zukunft wünsche ich mir für sie das Selbstbewusstsein, ihre Finanzen wie selbstverständlich selbst in die Hand zu nehmen. Foto: Echte Mamas

    Warum ich mich für ein Kinderkonto bei Scalable Capital entschieden habe

    Als ich angefangen habe zu recherchieren, bin ich schnell auf das Kinderkonto von Scalable Capital gestoßen. Was mich daran überzeugt hat:

    • verständliche Informationen, auch für Einsteiger
    • alles digital über das Handy oder den Laptop nutzbar
    • die Möglichkeit, schon mit kleinen Beträgen zu starten (ab 1€!)
    • flexible Sparpläne, die man jederzeit anpassen kann
    • eine übersichtliche App, in der man alles im Blick hat
    • 2,5 % Zinsen p.a.*

    Mir war besonders wichtig, dass ich das Ganze einfach und unkompliziert verwalten kann – ohne Papierchaos oder komplizierte Prozesse. Doch…

    Wie genau funktioniert das Anlegen eines Kinderkontos?

    Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass das Ganze ziemlich kompliziert wird. Tatsächlich war der Prozess aber relativ klar aufgebaut.

    So lief es bei mir:

    • Alle Sorgeberechtigten müssen ein Konto anlegen und sich mit ihrem Personalausweis identifizieren.
    • Danach kann man das gewünschte Produkt auswählen – in meinem Fall das Kinderkonto für unsere Tochter.
    • Man hat die Wahl zwischen zwei Varianten: Broker (selbst investieren) oder Wealth (automatisch investieren "lassen"). Ich habe mich für die Variante Wealth entschieden, weil ich eine einfache und automatisierte Lösung wollte.
    Eltern haben beim Depot für ihre Kids die Wahl zwischen Broker und Wealth. Foto: Scalable Capital.
    • Anschließend trägt man die Daten des Kindes ein und lädt die Geburtsurkunde hoch.
    • Das hinterlegte Girokonto wird mit einer Überweisung verifiziert. Den Betrag kann man später direkt im Konto investieren.

    Sobald alles geprüft ist, kann man starten.

    Was mich positiv überrascht hat

    Ein paar Dinge haben mich wirklich positiv überrascht.

    Man muss kein Großverdiener sein: Schon kleine Beträge können sinnvoll sein, wenn man regelmäßig spart. Dank Zinseszinseffekt wächst Vermögen am stärksten, wenn schon ab Geburt gespart wird. Wer direkt startet, profitiert später von deutlich mehr Endvermögen als beim späteren Einstieg.

    Besonders deutlich wird das an einer theoretischen Beispielrechnung: Mit einer monatlichen Sparplanrate von 10 € ab Geburt und bei einer jährlichen Rendite von 7 % sind nach 60 Jahren ca. 111.200 € angespart. Startet man mit denselben Bedingungen erst, wenn das Kind 6 Jahre alt ist, sind es mit 60 Jahren nur ca. 72.500 €. Ein ganz schöner Unterschied für die paar Jahre, oder?

    Die Einzahlungen sind flexibel: Man kann den Sparplan jederzeit anpassen, erhöhen oder auch pausieren.

    Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich: Ich sehe direkt, wie sich das Geld entwickelt und wie viel bereits investiert ist.

    Und das Wichtigste: Man hat eine langfristige Perspektive. Wenn meine Tochter irgendwann 18 ist, liegen viele Jahre Anlagezeit hinter uns – und genau das kann einen großen Unterschied machen.

    Ehrlich gesagt: Diese Punkte hätten besser laufen können

    Natürlich lief nicht alles komplett reibungslos. Ich habe zum Beispiel keinen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion (eID). Deshalb musste ich den Umweg über das POSTIDENT-Verfahren gehen. Das hat ein wenig gehakt und etwas länger gedauert – am Ende hat aber alles funktioniert. Und ehrlich gesagt finde ich es auch gut, dass beim Thema Sicherheit so genau hingeschaut wird. (Man kann sich sonst übrigens auch über einen Videochat verifizieren lassen.)

    Ein weiterer Punkt: Ich bin ziemlich ungeduldig und wollte am liebsten sofort loslegen. Da mein Mann und ich beide das Sorgerecht für unsere Tochter haben, musste ich aber warten, bis auch er sein Konto angelegt hatte. Das macht natürlich absolut Sinn – hat meinen Tatendrang aber kurz gebremst. Auch die Überprüfung der Dokumente, wie zum Beispiel der Geburtsurkunde meiner Tochter, hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen.

    Ich musste mich auch erst reinfuchsen, wie genau das Geld von meinem Konto eigentlich ins Kinderkonto kommt – doch auch das hat nach einem kurzen Kontakt mit dem (sehr netten und kompetenten) Kundenservice dann reibungslos geklappt. Man bekommt für das Konto eine IBAN zugewiesen, auf die man easy das Geld vom eigenen Bankkonto überweisen und es so investieren kann.

    Was ich aus der Erfahrung gelernt habe

    Das Ganze hat meine Einstellung zum Thema Geld tatsächlich verändert. Ich fühle mich jetzt finanziell selbstbewusster als vorher. Außerdem habe ich das Gefühl, aktiv etwas für die Zukunft meiner Tochter zu tun – und nicht nur darüber nachzudenken.

    Mir ist auch klar geworden: Es geht gar nicht darum, riesige Summen anzulegen. Regelmäßigkeit und Zeit spielen eine viel größere Rolle. Und ich muss zugeben: Ich ärgere mich fast, dass ich nicht schon früher angefangen habe. Denn ehrlich gesagt macht es auch Spaß, zu sehen, wie man Schritt für Schritt für sein Kind vorsorgt.

    In der praktischen Übersicht hast du die Entwicklung deines Ersparten immer genau im Blick. Foto: Scalable Capital.
    In der praktischen Übersicht hast du die Entwicklung deines Ersparten immer genau im Blick. Foto: Scalable Capital.

    Fazit: Du überlegst auch? Fang‘ einfach an

    Wenn ich heute auf meine anfänglichen Sorgen zurückblicke, denke ich mir: Viele davon waren eigentlich unnötig. Man wird nie perfekt informiert sein – und das muss man auch gar nicht. Man muss kein Finanzprofi sein, um für sein Kind vorzusorgen. Auch kleine Beträge können über viele Jahre viel bewirken. Und vor allem: Früh anfangen lohnt sich. Manchmal ist der erste Schritt der schwierigste – aber genau der kann am Ende den größten Unterschied machen.

    *Kapitalanlagen bergen Risiken. Veränderlicher Zins auf unbegrenztes Guthaben. Konditionen sowie Guthabenverteilung auf scalable.capital/tagesgeld.