Können Teenie-Eltern jetzt aufatmen? Forscher haben in einer Studie ein Mittel gefunden, das gegen die extreme Reizbarkeit beim Nachwuchs helfen kann. Und es es ist wirklich simpel!

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    Meine Tochter wird bald 11 Jahre alt, und langsam schleichen sich die ersten Stimmungsschwankungen ein. Noch ist alles im Rahmen, doch meine Freundin hat mir schon Mut gemacht: „Warte noch 2 oder 3 Jahre, dann geht’s erst richtig los!“ Und wenn ich die Geschichten von ihren Kindern höre – die beiden sind 13 und 15 – fürchte ich, sie hat recht.

    Stimmungsschwanken, Wutausbrüche und dauerhafter Gereiztheit sind teilweise an der Tagesordnung und bringen meine Freundin regelmäßig an den Rand des Wahnsinns. Doch jetzt gibt es eine gute Nachricht: Hilfe ist in Sicht – und sie könnte sehr einfach sein!

    Denn Wissenschaftler haben in einer klinischen Studie herausgefunden, was gegen die extremen Launen helfen kann: Mikronährstoffe.

    Vitamine und Mineralstoffe können die Stimmung bei Teenagern verbessern.

    Für die so genannte BEAM-Studie wurden insgesamt 132 Teenager mit mittelschwerer bis schwerer Reizbarkeit, die keine anderen Medikamente nahmen, zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam acht Wochen lang drei bis vier Mal täglich eine Kombination aus Mikronährstoffen. Die andere Gruppe bekam im gleichen Zeitraum jeweils ein Placebo, das heißt, ein Präparat ohne Wirkstoffe.

    Die Mikronährstoffen enthielten unter anderem die Vitamine A, B, C, D, E und K, sowie Calcium, Eisen, Phosphor, Jod, Magnesium, Zink und Selen.

    Deutliche Wirkung bei teilnehmenden Teenagern nachgewiesen

    Erster erstaunlicher Effekt: Viele Teenager aus der Placebo-Gruppe gaben an, sie würden eine Wirkung der Präparate bemerken. Scheinbar reichte also schon der Gedanke, an einer Studie teilzunehmen aus, um sich besser zu fühlen.

    Allerdings fiel die Wirkung bei der Gruppe, die die Mikronährstoffe bekam, deutlich intensiver aus und konnte auch klinisch nachgewiesen werden.

    Demnach sanken Reizbarkeit und emotionale Reaktionen deutlich, während sich das allgemeine Befinden der Teenies verbesserte.

    Den größten Effekt stellten die Forscher bei Jugendlichen mit disruptiven Affektregulationsstörung (DMDD) fest. Ganze 64 % der betroffenen Teenager reagierte positiv auf die Mikronährstoffe – im Vergleich zu 12,5 % in der Placebo-Gruppe.

    Eltern bestätigten positive Wirkung der Mikronährstoffe

    Auch die Eltern der Teenager bestätigten die Beobachtungen der Forscher: Sie gaben an, ihre Kinder würden sich grundsätzlich besser benehmen und hätten auch weniger Probleme im sozialen Umfeld.

    Ebenso sanken sowohl die klinisch bestätigte als auch von den Eltern beobachtete Reizbarkeit.

    Gleichzeitig gaben die Teenager selbst eine Verbesserung ihrer Lebensqualität, eine Senkung ihres Stress-Levels und ein besseres Sozialverhalten an.

    Weniger Suizidgedanken bei Teenagern

    Eine weitere bemerkenswerte und unglaublich wichtige Verbesserung: Am Ende der Studie gaben deutlich weniger Teenies an, an Suizidgedanken zu leiden. Auch die Anzahl der Selbstverletzungen sank in beiden Gruppen.

    Einzige Nebenwirkung: Vorübergehender Durchfall

    Eine Nebenwirkung hatte die regelmäßige Einnahme der Mikronährstoffe: 20,9 % der Teilnehmer*innen litten unter Durchfall. In der Placebo-Gruppe waren es 6,2 %. Allerdings trat er nur vorübergehend auf und konnte verhindert werden, indem die Präparate zusammen mit etwas zu essen und Wasser eingenommen wurden.

    Aufgrund der positiven Ergebnisse setzen die Forscher sich jetzt für weitergehende Studien ein. Auch die Langzeitwirkungen der Einnahme von Mikronährstoffen müssen erst noch erforscht werden.

    Trotzdem: Das klingt doch wirklich vielversprechend, oder was meint ihr?

    Würdet ihr das bei euren launischen Teenies testen? Oder sind die Stimmungsschwankungen vielleicht gar nicht so schlimm? Schreibt und eure Erfahrung in die Kommentare und diskutiert mit anderen Mamas in unserem Forum!

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    Quellen

    sciencealert.com, 7.4.2026