Im Bundeshaushalt zeichnet sich eine Kürzung beim Elterngeld ab. Wenn sich die Vermutungen bewahrheiten, hat das gravierende Auswirkungen für Familien.

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    Eigentlich hatte Familienministerin Karin Prien im vergangenen Jahr noch in Aussicht gestellt, das Elterngeld endlich an die Inflation anzupassen. Denn seit der Einführung 2007 wurde die Leistung kein einziges Mal erhöht. Nun könnte stattdessen genau das Gegenteil passieren: Das Elterngeld soll offenbar erneut gekürzt werden.

    Wie das Handelsblatt berichtet, muss das Familienministerium im kommenden Haushalt rund 500 Millionen Euro einsparen. Ein großer Teil dieser Summe soll demnach über eine Reform des Elterngelds kommen. Also im Klartext: Es droht eine massive Kürzung.

    Wie hoch sollen die Kürzungen ausfallen?

    Welche konkreten Änderungen geplant sind, ist aktuell noch offen. Laut den Informationen des Handelsblatts soll das Familienministerium bis zum 20. Mai einen Gesetzentwurf vorlegen. Erst dann dürfte klarer werden, wo genau gekürzt werden soll.

    Für viele Familien dürfte die Nachricht besonders bitter klingen, weil es beim Elterngeld in den vergangenen Jahren bereits mehrere Verschärfungen gab. Erst 2024 wurde die Einkommensgrenze erneut gesenkt. Seitdem haben deutlich weniger Paare überhaupt Anspruch auf Elterngeld.

    Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten für Familien seit Jahren spürbar an – von Mieten über Lebensmittel bis hin zu Betreuungskosten. Dass das Elterngeld trotzdem seit fast 20 Jahren nicht erhöht wurde, sorgt deshalb schon länger für Kritik.

    Empörte Reaktionen auf die Reform des Elterngelds

    Auch die Familienrechtlerin und Elternaktivistin Sandra Runge äußerte sich auf Instagram deutlich zu den möglichen Sparplänen. Dort nennt sie die Überlegungen eine „verantwortungslose Familienpolitik“ – besonders vor dem Hintergrund, dass das Elterngeld seit 2007 „nicht um einen einzigen Cent erhöht wurde“.

     

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    Sie verweist außerdem darauf, dass Familien seit Jahren immer stärker belastet würden, während gleichzeitig finanzielle Unterstützung gekürzt werde.

    „Ihr wisst das alle, die Inflation galoppiert – und in dieser Situation das Elterngeld nicht zu erhöhen, sondern zu senken, ist für mich eine völlig verantwortungslose Familienpolitik. (…) Kinder gelten ja als die Zukunft unseres Landes. Eltern werden aber behandelt, wie ein lästiger Kostenfaktor. Und da wundert sich ernsthaft noch jemand über sinkende Geburtenraten?”

    Rechtsanwältin Sandra Runge

    Auch aus Politik und Gewerkschaften kommt Kritik

    Laut Handelsblatt regt sich inzwischen auch aus der Politik Widerstand gegen mögliche Kürzungen. Außerdem hätten sich Gewerkschaften bereits kritisch zu den Sparplänen geäußert.

    Wärst du von den Einsparungen beim Elterngeld betroffen? Verrate uns gerne deine Meinung dazu in den Kommentaren!

    3 Kommentare

  1. User Avatar
    Ja Ma

    Mir fehlen da einfach nur noch die Worte… wenn cih dann Politiker reden höre „Kinder sind die Zukunft“… haha ja genau. Und dann wundert man sich gleichzeitig über die niedrigen Geburtenzahlen.. Ist doch echt kein Wunder mehr, wenn sich das einfach keiner mehr leisten kann Kinder großzuziehen  😥 

  2. User Avatar
    Lauraa

    Diese Nachricht macht mich total wütend… man weiß wirklich nicht, was man dazu noch sagen soll, es ist einfach unglaublich, dass sich wirklich gefühlt NIEMAND für Familien einsetzt 🙁 

  3. User Avatar
    Lena

    Ich finde es krass, dass die Einsparungen auf Kosten der Familien gehen sollen. Das Elterngeld nicht zu erhöhen, wenn überall die Kosten steigen,  ist ja schon ein Statement. Aber auch noch kürzen? Unglaublich  😕