Können Kopfläuse springen? Die 8 größten Läuse-Mythen

Bisher waren Läuse bei uns zu Hause zum Glück noch kein Thema. Aber meine Kleine kommt auch erst in ein paar Wochen in die Kita. Mental bereite ich mich allerdings schon einmal auf die Mail von der Kita-Leitung vor. 😱 Wenn es um die kleinen Krabbeltiere geht, läuft die Gerüchteküche wirklich auf Hochtouren. Wir haben uns acht Läuse-Irrtümer mal ganz genau angeschaut und verraten dir, was denn nun stimmt und was totaler Quatsch ist!

Die 8 größten Läuse-Irrtümer

Springen Läuse denn jetzt tatsächlich von Kopf zu Kopf? Und ist der Kopfläusebefall immer ein Zeichen von mangelnder Hygiene? Fragen über Fragen. Werfen wir doch einfach mal einen Blick auf diese acht Läuse-Mythen:

1. Gerücht: Läuse übertragen Krankheiten

Jein. Das stimmt so nicht ganz. In unseren Breitengraden sind Kopfläuse harmlos und übertragen normalerweise keine Krankheiten bzw. Erreger (wie das „Fünf-Tage-Fieber“ oder das „Läuserückfallfieber“) – in verschiedenen Entwicklungsländern aber schon. So oder so sollte ein Läusebefall immer sofort behandelt werden, um zum Beispiel auch allergische Reaktionen zu vermeiden. Denn durch starkes Kratzen kann Schmutz in die Wunde gelangen und zu Infektionen oder Ekzemen führen.

2. Gerücht: Nur fiese Chemiekeulen helfen wirksam gegen Läuse

Falsch! Um Kopfläuse wirksam zu bekämpfen, muss es nicht zwingend ein chemisches Mittel sein. Läusemittel mit einem physikalischen Wirkprinzip töten die kleinen Parasiten nachweislich* schnell und erfolgreich ab – wie das NYDA® Läusespray. Kennst du das vielleicht sogar schon? Das Läusespray lässt sich schnell und einfach anwenden. Es enthält ein dünn- und ein dickflüssiges Silikonöl (2-Stufen-Dimeticon) und vergiftet Kopfläuse nicht, sondern erstickt diese. Dadurch wird der menschliche Organismus nicht belastet und eine Resistenzbildung ist eher unwahrscheinlich. Zudem ist das Spray sowohl für Schwangere als auch für Stillende und Säuglinge geeignet.

3. Gerücht: Läuse springen von Kopf zu Kopf

Stimmt nicht! Läuse können weder von Kopf zu Kopf hüpfen noch fliegen. Die kleinen Krabbeltiere sind allerdings ganz schön flink und wenige Sekunden reichen aus, um sich beim Zusammenstecken der Köpfe mit Läusen zu infizieren, sollte ein Läusebefall bei dem Gegenüber vorliegen.

4. Gerücht: Bei Kopflausbefall müssen auch Bettwäsche und Stofftiere entlaust werden

Das stimmt teilweise. Grundsätzlich lieben Läuse es auf unseren Köpfen. Immerhin ist es dort angenehm warm und ihnen wird All-you-can-eat geboten. 😅 Hast du zum Beispiel gewusst, dass sich Kopfläuse etwa alle drei Stunden an unserem Blut bedienen? Würden sie das nicht tun, würden sie nur ein bis zwei Tage überleben und sogar schon nach wenigen Stunden austrocknen (wodurch sie dann nicht mehr ansteckend sind). Das erklärt also schon, warum Läuse auf Stofftieren, Textilien & Co. eher selten zu finden sind. Dennoch ist es nicht verkehrt, wenn du die Kleidung und Bettwäsche vom Tag der Behandlung vorsichtshalber in die Waschmaschine gibst.

Viele Läuse-Mythen halten sich hartnäckig, sind aber oft gar nicht oder nur halb wahr. Foto: PR/ NYDA®

5. Gerücht: Kopfläuse werden durch Haustiere übertragen

Zum Glück nicht! Es gibt zwar durchaus Hunde- oder auch Katzenläuse, aber die sind so speziell und wechseln deshalb ihren Wirt in der Regel nicht. Die „klassischen“ Kopfläuse leben also ausschließlich auf dem menschlichen Kopf.

6. Gerücht: Wer Läuse hat, wäscht sich nicht richtig

Nope! Das stimmt nicht. Leider werden Kopfläuse aber bei vielen, wahrscheinlich aus Unwissenheit, nach wie vor mit fehlender Sauberkeit assoziiert, was dafür sorgt, dass Betroffene sich oft dafür schämen und den Befall gar nicht oder erst viel später melden. Dabei ist es den Krabbeltieren völlig schnuppe, ob die Haare frisch gewaschen oder fettig sind. Denn saubere Haare bedeuten nur saubere Läuse.

7. Gerücht: Hat das Kind Läuse, darf es erst mit einem Attest wieder in die Kita/Schule

Auch dieser Läuse-Mythos stimmt nicht. Sobald das Kind gegen Läuse behandelt wurde, darf es am nächsten Tag wieder in die Kita oder die Schule. Ein Attest vom Arzt ist nicht notwendig. Wendest du bei deinem Liebling beispielsweise das NYDA® Läusespray an, sterben die Krabbeltiere direkt nach der ersten Anwendung ab und können sich nicht mehr verbreiten. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt nach acht bis zehn Tagen eine zweite Behandlung mit dem Läusespray.

➤ Hinweis: Es kann durchaus vorkommen, dass ein Attest vom Arzt für die Schule benötigt wird, wenn bei dem Kind innerhalb von vier Wochen erneut einen Kopflausbefall auftritt. Das ist tatsächlich von Schule zu Schule bzw. Kita zu Kita unterschiedlich. Einige Einrichtungen verlangen eine „Wiederzulassung nach Kopflausbefall“, die von einem Arzt abgestempelt ist, andere vertrauen wiederum darauf, dass Eltern die Kinder ordnungsgemäß behandeln. 

8. Gerücht: Wenn einer Läuse hat, muss sich die ganze Familie „entlausen“

Nein, treten Läuse in der Familie auf, reicht es in der Regel aus, wenn nur die betroffene Person behandelt wird. Empfehlenswert ist es aber, alle Familienmitglieder einmal auf Läuse und/oder Nissen durchzuchecken.

➤ Tipp: Tritt ein Lausbefall zu Hause auf, informiere am besten alle Kontakte der letzten drei Wochen darüber.

Klar, Kopfläuse sind nicht unbedingt die Art von Tierchen, welche man zu Hause haben möchte. Aber ein Läusebefall kommt hin und wieder vor und ist auch überhaupt nicht schlimm – oder irgendwie peinlich. Schließlich wissen wir jetzt, dass die Krabbeltiere kein Zeichen für mangelnde Hygiene sind und sie sich mit dem NYDA® Läusespray schnell sowie wirksam bekämpfen lassen.

Also liebe Mamas, bleibt auch in solchen Situationen stark! 💪🏻❤️

*Heukelbach J. et al. (2019): High efficacy of a dimeticone-based pediculicide following a brief application: in vitro assays and randomized controlled investigator-blinded clinical trial. BMC Dermatology. (2019) 19:14. https://doi.org/10.1186/s12895-019-0094-4.

Carolina Baldin

Zwischen Alster und Elbe fühle ich mich in Hamburg ziemlich wohl. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unserer Hündin Ida. Seit 2021 bin ich außerdem Mama einer kleinen Tochter. Und da mir eine Vereinbarkeit als Familie wichtig ist, plane ich meinen Alltag zwischen Job, Kind und Partnerschaft – mit allen Herausforderungen.

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