Dein Kind will nicht inhalieren? Mit diesen Tipps klappt es ganz ohne Tränen:

Wir sind mitten in der Erkältungszeit. Es ist nass und kalt, wir halten uns viel in geschlossenen, beheizten Räumen auf, das Immunsystem ist durch die ständigen Temperaturwechsel geschwächt. Viren und Bakterien vermehren sich fröhlich, ganz besonders in Krippen und Kitas. Mein Sohn Bruno ist immer einer der Ersten, der „hier“ schreit, wenn es mal wieder ein paar Erkältungsviren gratis gibt. Daher geht es bei uns nicht mehr ohne Inhalieren… leider hatte ich anfangs ein Kind, das immer sagte: Ich will nicht inhalieren! Mittlerweile klappt es aber gut, und hier verrate ich dir die Tipps, die bei uns geholfen haben:

1. Warum sollte dein Kind inhalieren?

Es ist erwiesen: Im Herbst und Winter fangen sich mehr Menschen eine Atemwegserkrankung ein als in den warmen Monaten. Besonders Babys und kleine Kinder sind durch ihr noch nicht voll ausgebildetes Immunsystem und die kleinen Atemwege anfällig. Im besten Fall hat dein Schatz, wie mein Bruno, „nur“ eine hartnäckige Erkältung. Im schlechteren Fall eine andere, unter Umständen schwerwiegendere Atemwegerkrankung wie eine Bronchitis, Pseudokrupp, Asthma oder den RS-Virus.

Kein Wunder, dass Inhalieren unter Mamas aktuell wieder ein großes Thema ist. Inhalieren mit isotonischer Kochsalzlösung oder Medikamenten ist eine effektive Methode, Atemwegserkrankungen aller Art in den Griff zu kriegen. Dabei werden durch einen speziellen Vernebler feinste Tröpfchen erzeugt und durch den natürlichen Atemvorgang hoch konzentriert zu den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Bronchien transportiert. Dort entfalten die Wirkstoffe direkt am Ort des Geschehens ihre Wirkung.

Mama Kind Inhalieren

Inhalation ist besonders effektiv bei Erkältungen. Mit dem kabellosen „MicroAir U100“ von OMRON kann man auch auf Mamas Arm inhalieren – es reichen bereits fünf Minuten! Foto: Kapturing

Das macht das Inhalieren häufig effektiver als herkömmliche Therapien wie zum Beispiel Tabletten oder Säfte. Feuchte Atemwege haben die Fähigkeit, sich selbst zu reinigen, da Schleim verflüssigt wird und Viren zum Beispiel beim Naseputzen nach draußen befördert werden. Feuchte und gut durchblutete Schleimhäute sind dann auch besser in der Lage, neue Erreger abzuwehren. Ein weiterer Vorteil: Salz hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.

2. Dein Kind will nicht inhalieren? So nimmst du ihm die Angst:

Ist dein Kind an den Atemwegen erkrankt, solltet ihr drei Mal am Tag für fünf bis zehn Minuten inhalieren. Du fragst dich, wie du dein kleines Baby oder dein lebhaftes Kleinkind dazu bewegen sollst, eine Atemmaske aufzusetzen und Dampf einzuatmen? Das gibt doch nur Tränen! Zugegeben, auch ich hatte zunächst Bedenken. Ich kannte bisher nur herkömmliche Inhalatoren, die den Kleinen durch ihre Größe und die lauten Geräusche häufig Angst machen. Mein Bruno ist teilweise recht geräuschempfindlich (ausgenommen sind Baustellen und die Sirene der Feuerwehr – da kann es gar nicht laut genug sein!).

Doch ich kann dir deine Sorgen nehmen: Es geht auch ohne Weinen. Das sollte es auch, sonst ist das Inhalieren nämlich leider wenig wirkungsvoll: Wenn dein Kind beim Inhalieren weint, kann der Wirkstoff nicht richtig in die Lunge gelangen und die Behandlung wirkt gar nicht oder nur wenig. Es bringt also nichts, dem weinenden Kind die Atemmaske einfach aufs Gesichtchen zu drücken. Abgesehen davon ist es natürlich nicht schön, wenn der kleine Schatz beim Inhalieren bittere Tränen vergießt.

2.1. Benutze ein leises Inhalationsgerät wie das „MicroAIR U100“: Perfekt für Babys und kleine Kinder

Wir haben zu Hause das „MicroAIR U100″-Inhalationsgerät von OMRON. Der Vernebler ist im Gegensatz zu den meisten anderen Kompressor-Inhalatoren handlich klein, mobil und extrem leise, aber dabei genauso effizient. Da der Inhalator kabellos mit Batterien betrieben wird, ist er in allen Positionen einsetzbar und das auch unterwegs. Du kannst dich beim Inhalieren also mit deinem Kind aufs Sofa oder ins Bett kuscheln. Es gibt außerdem noch optionales Zubehör, das das Inhalieren mit Babys und kleinen Kindern sehr viel leichter macht, wie zum Beispiel einen Schnullermasken-Aufsatz.

Kind krank mit Mama im Bett

Mit dem extrem leisen und kabellosen „MicroAir U100“ Inhalationsgerät von OMRON kannst du dich auch mit deinem Kind ins Bett kuscheln zum Inhalieren. Foto: Kapturing

Noch ein Vorteil: Die Inhalationszeit ist durch die einzigartige Membran-Technologie im Vergleich zu anderen Geräten kürzer. Schon fünf Minuten reichen, um 2,5 ml Flüssigkeit mit Wirkstoff in die Bronchien strömen zu lassen. Bei Babys und kleinen Kindern zählt jede Minute! Achtung: Das Inhalationsgerät niemals mit Hustensäften, Gurgellösungen, Balsamzubereitungen oder Heilpflanzenölen befüllen. Den „MicroAIR U100“-Inhalator sowie die Salzlösung (0,9 Prozent) bekommst du in der Apotheke.

2.2. Inhalieren – Zeige deinem Kind, wie es geht

Zuerst haben wir gemeinsam tief ein- und ausatmen geübt, während mein Sohn auf meinem Schoß saß. Dann habe ich das Inhalieren meinem Sohn vorgemacht. Papa auch. Dann haben wir seinen Lieblingsteddy inhalieren lassen. Mein Kleiner fand das Ganze so spannend, dass er die Maske unbedingt auch aufsetzen wollte. Leider hielt die Begeisterung nicht lange an, schon nach kurzer Zeit hatte er keine Lust mehr.

Kind inhaliert mit Teddy

Ein guter Tipp: Kinder mit einem Teddy das Inhalieren üben lassen. Foto: Kapturing

Ich habe ihm dann eine Folge „Die Katze und die Zaubergarage“ auf YouTube vorgespielt. Während Bruno gespannt die Geschichte auf dem Display verfolgte, strömten die heilsamen Tröpfchen in seine Bronchien. Wir achten sonst auf seinen Medienkonsum. In dem Fall finde ich aber: Der Zweck heiligt die Mittel!

Ich habe außerdem gemerkt: Das Inhalieren klappt besser, wenn der kleine Mann schon etwas müde oder ausgepowert ist. Mein Kleiner ist ein sehr aktives Kerlchen und hält tagsüber selten still. Entweder inhalieren wir am Abend, wenn er schon etwas müde ist (aber nicht zu müde! Dann besteht die Gefahr, dass die Stimmung kippt). Oder wir powern ihn durch eine Runde Kitzeln und Toben vorher noch mal so richtig aus.

2.3. Inhalieren, während dein Kind schläft

Wenn dein Kind noch sehr klein oder ein guter Schläfer ist, kannst du ihm die Atemmaske auch beim Schlafen aufsetzen oder nah über den Mund halten. Das hilft vor allem, wenn Kinder nachts sonst von ihrem Husten geweckt werden. 

2.4. Besorge dir einen Schnuller-Aufsatz

Hast du ein Baby oder wehrt sich dein kleines Kind vehement gegen die Maske, probiere es mit dem Schnullermasken-AufsatzViele Babys und Kleinkinder nehmen das viel besser an. Dabei strömt der Dampf an der Oberseite des Schnullers vorbei in die Atemwege.

Als optionales Zubehör gibt es den Schnullermasken-Aufsatz für das handliche „MicroAir U100“ -Inhaliergerät von OMRON. Foto: Kapturing

2.5. Denke dir Situationen aus, bei denen dein Kind spielerisch inhaliert

Falls dein Kind (wie viele kleine Jungs) Feuerwehr-Fan ist, kannst du zum Beispiel auch spielen, dass die Maske der Atemschutz der Feuerwehr ist und ihr einen Brand löschen müsst.

Du kannst dein älteres Kind auch belohnen, wenn es tapfer inhaliert hat, zum Beispiel mit seiner Lieblingssüßigkeit. Im Alltag ist das natürlich kein besonders gutes Erziehungsmittel, aber in dem Fall total okay.

Viel Erfolg und gute Besserung!

Corinna Siemokat

Ich bin Mama und Journalistin aus Leidenschaft. Ich freue mich, bei Echte Mamas Beruf und Berufung miteinander verbinden zu können. Mein Mann, unser kleiner Sohn und ich sind gerade von Hamburg nach Berlin gezogen und wagen hier den Neustart.

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