Mein Kind ist ständig krank: Was gegen Erkältung, Bronchitis & Co. hilft

Die meisten Mamas können ein Lied davon singen: Kaum startet die Eingewöhnung in der Kita, ist das Kind ständig krank. Das geht mir bei meinem Sohn (1) genauso, und ehrlich gesagt komme ich als Mama regelmäßig an meine Grenzen. Trösten, ablenken, Medikamente geben, in den Schlaf schunkeln. Plus die Sorgen, die ich mir mache, wenn es meinem Schatz nicht gut geht. Dazu kommt, dass er häufig die ganze Familie ansteckt. Schnupfennase und Husten sind bei uns schon Normalzustand. Aktuell hat er wieder eine Erkältung…

Ich habe mich daher gefragt: Was kann ich als Mama tun, um die Kita-Krankheiten meines Kleinen möglichst gut (sprich: Ohne Nervenzusammenbruch und Unmengen von Schokolade) zu überstehen? Und mich nicht jedes Mal auch noch anzustecken?

Sich mit anderen Mamas austauschen

Für unsere kranken Mäuse sind wir den ganzen Tag stark. Wir trösten, bringen sie zum Lachen, lenken sie ab und strahlen dabei die ganze Zeit Zuversicht aus. Nach dem Motto: Alles wird gut! Doch auch unsere Energie ist mal erschöpft. Besonders in Phasen, in denen wir so stark gefordert werden, weil das Kind ständig krank ist. Und wir im schlimmsten Fall dabei selbst gesundheitlich angeschlagen sind.

Es tut so gut, auch mal für einen Moment schwach sein zu dürfen und so richtig zu jammern. Ja, Jammern ist auch (oder gerade!) als Mama ausdrücklich erlaubt! Also: Ruf eine Freundin oder deine Mama an, wenn dein Schatz zum Beispiel gerade ein Schläfchen macht. Oder tausche dich mit betroffenen Mamas im Netz aus (oft findet man dabei auch noch tolle Hausmittel- und Erkältungstipps, mit denen die anderen Mamas gute Erfahrungen gemacht haben). Aber es hilft auch schon, zu merken: Ich bin mit meiner Schlaflosigkeit und meinen Sorgen nicht allein. Studien aus Kanada, Deutschland und den Niederlanden haben das sogar bewiesen: Wer viele Freunde hat und soziale Kontakte pflegt, ist stressresistenter – und damit psychisch und körperlich widerstandsfähiger.

„Frühwarnsystem“ mit anderen Kita-Eltern

Wenn der Info-Zettel zu den neuesten Krankheitsfällen in der Gruppe im Eingangsbereich der Kita aushängt, ist es meistens schon zu spät. Die Viren und Bakterien haben sich bereits fröhlich ausgebreitet. Eine befreundete Mama hat mir kürzlich von einer genialen Idee erzählt: Sie hat sich mit den anderen Eltern aus der Kita ihrer Tochter in einer Whatsapp-Gruppe vernetzt, die sich gegenseitig im Krankheitsfall warnt.

„Ihr Lieben, wir waren gerade beim Arzt. Leonard hat Magen-Darm…“ Auf diese Weise erfährt man früher von ansteckenden Krankheiten, kann auf entsprechende Symptome bei seinem Kind achten und es gegebenenfalls gezielt vor Ansteckung schützen. Zum Beispiel, indem man sein Kind die nächsten Tage sicherheitshalber Zuhause lässt (das ist natürlich bei berufstätigen Mamas nicht immer ohne Weiteres möglich!). Bei einer Erkältung ist das Immunsystem sowieso schon geschwächt, Erreger haben es leichter – erst recht, wenn ein Kind sowieso ständig krank ist. Du kannst Krankheiten also auch vorbeugen, indem du die Abwehrkräfte deines Kindes stärkst bzw. bei den ersten Symptomen schon reagierst.

Kleinkind isst Apfel

Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse hilft dabei, das Immunsystem deines Kindes zu stärken.
Foto: Bigstock

Immunsystem durch die Ernährung stärken

Dass eine ausgewogene Ernährung für unsere Kinder wichtig ist, ist erst einmal nichts Neues. Aber gerade, wenn dein Kind ständig krank ist, kannst du mit dem richtigen Essen dazu beitragen, sein Immunsystem zu stärken. Empfohlen werden zum Beispiel fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Am besten roh oder gedämpft, damit die Vitamine erhalten bleiben, aber auch Trockenobst oder Obstsaft sind erlaubt. Mit Hilfe von einfach ungesättigten Fettsäuren, die zum Beispiel in Avocado, Raps- oder Olivenöl enthalten sind, kann der Körper die Vitamine auch direkt besser aufnehmen. Genauso wichtig wie das gesunde Essen: ausreichend Trinken! Besonders in der Erkältungszeit im Herbst und Winter ist die Luft in der Wohnung durch die Heizung generell trockener. Umso wichtiger ist es, dass dein Kind genug Flüssigkeit zu sich nimmt, damit die Schleimhäute in Nase und Hals feucht bleiben und Erkältungsviren besser abwehren können.

Ab nach draußen!

Auch der nächste Tipp gilt nicht nur, wenn dein Kind ständig krank ist, sondern natürlich auch so. Nämlich: Ab nach draußen! Und zwar bei jedem Wetter.  Je nachdem, wie warm oder kalt es draußen ist, am besten jeden Tag mindestens eine halbe Stunde. Vor allem im Winter hilft der Wechsel zwischen warm und kalt deinem Kind, sein Immunsystem zu stärken. Wichtig dabei: Vor allem bei schlechtem Wetter unbedingt darauf achten, dass die Schuhe wasserdicht sind und die Kinder nicht frieren. Kälte ist eine Belastung für den Kreislauf und schwächt das Immunsystem, außerdem mögen Viren kalte Temperaturen lieber und können sich darin besser verbreiten – und zeitgleich können unsere Zellen bei Kälte die Viren nicht so gut abwehren.

Krankheiten schon im Vorfeld ausbremsen

Schnupfen und Husten den Schwung nehmen? Das geht zum Beispiel toll und nebenwirkungsfrei mit einem Inhalator. Der tragbare  „MicroAIR U100″ von OMRON war eigentlich für meinen Sohn gedacht, da er sich seit Wochen immer wieder mit Husten quält. Inzwischen nutzen wir ihn aber alle in der Familie – und das schon beim leichtesten Hüsteln. Inhalieren mit spezieller Kochsalzlösung (0,9 Prozent)  ist nämlich ein sanftes, aber gleichzeitig sehr effektives Heilmittel im Kampf gegen Erkältung & Co: Feinste Nebeltröpfchen gelangen durch den Atem direkt und hoch konzentriert zu den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Bronchien. Dort regen sie die Durchblutung an und befeuchten die Atemwege. Feuchte Atemwege haben die Fähigkeit, sich selbst zu reinigen, da Schleim verflüssigt wird und Viren zum Beispiel beim Naseputzen nach draußen befördert werden. Feuchte und gut durchblutete Schleimhäute sind dann auch eher in der Lage, neue Erreger abzuwehren. Besonders dann ein wichtiger Punkt, wenn ein Kind ständig krank ist. Ein weiterer Vorteil: Salz hat eine antibaktrielle und entzündungshemmende Wirkung.

Kind mit Inhalator

Inhalieren geht auch im Bett. Denn selbst beim Liegen läuft keine Flüssigkeit aus dem Gerät.
Foto: Kapturing

Sobald ich das Gefühl habe, dass ich mich angesteckt haben könnte – weil zum Beispiel der Kopf schmerzt oder ich Druck hinter den Augen verspüre – inhaliere ich drei Mal am Tag. Dadurch lässt sich häufig das Schlimmste abwenden. Das Schöne am „MicroAIR U100“-Vernebler: Er ist batteriebetrieben und so klein, dass er problemlos in die Handtasche jeder Mama passt. Außerdem ist er, im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Inhalatoren, sehr leise. Das nimmt nicht nur meinem Sohn die Angst vorm Inhalieren, sondern macht es auch für uns Erwachsene deutlich angenehmer als früher. Den „MicroAIR U100“-Inhalator von OMRON und die Salzlösung bekommst du in der Apotheke. Viele Krankenkassen erstatten die Kosten, wenn man ein Rezept vom Arzt hat.

Inhalator Omron MicroAIR U100 - ein guter Tipp, wenn das Kind ständig krank ist

Den „MicroAIR U100“-Inhalator (ca. 119 Euro) und die Salzlösung (ab ca. 2 Euro) bekommst du in der Apotheke. Viele Krankenkassen erstatten die Kosten, wenn man ein Rezept vom Arzt hat.
Foto: Kapturing

Ansteckung vermeiden: Hygiene ist bei Erkältung & Co extrem wichtig

Für mich als Mama ist es das Schlimmste, wenn mein Mann und ich uns bei unserem Sohn anstecken. Wer kümmert sich dann ums Kind? Um Ansteckung zu vermeiden, können wir Eltern Zuhause auf ein paar Hygieneregeln achten:

– Sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen. So hält man die Erreger von Augen, Nase und Mund fern –  über diese Schleimhäute dringen die kleinen Biester nämlich ein.
– Oft und immer gründlich die Hände waschen. Gründlich heißt: Mindestens 30 Sekunden lang und auch unter den Nägeln und zwischen den Fingern.
Regelmäßig Lüften (am besten Stoßlüften), um die feinen Tröpfchen mit Erregern aus der Wohnung zu pusten.
Engen Körperkontakt zu erkrankten Personen vermeiden (beim eigenen Kind ist dieser Punkt natürlich häufig schwierig). Am besten ein Zimmer als Krankenzimmer auswählen, dass sie die Erreger nicht in der Wohnung verbreiten.
– Bei hochansteckenden Atemwegserkrankungen empfiehlt es sich, eine Schutzmaske zu tragen, vor allem, wenn ihr noch sehr kleine Kinder mit schwachem Immunsystem im Haushalt habt.
Becher, Besteck usw. nicht gemeinsam benutzen, bzw. immer gründlich säubern/desinfizieren.

An alle Mamas, deren Kind ständig krank ist: Haltet durch! Ihr macht einen tollen Job!

Corinna Siemokat

Ich bin Mama und Journalistin aus Leidenschaft. Ich freue mich, bei Echte Mamas Beruf und Berufung miteinander verbinden zu können. Mein Mann, unser kleiner Sohn und ich wohnen in Hamburg, der schönsten Stadt der Welt.

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