„Warte, lass das mal lieber Mama machen…“

„Im Haushalt helfen“ und „Kleinkind“ – das passt nicht unbedingt zusammen. Obwohl meine kleine Tochter oft beim Putzen helfen will, schiebe ich sie meist zur Seite, weil ihr „Helfen“ eigentlich nur noch mehr Arbeit macht. So süß es ist, wenn sie mit dem Wischlappen oder Staubwedel herumfuchtelt –  alles dauert länger, und am Ende muss man eh noch einmal nachputzen. 

Wie oft habe ich schon „geh mal zur Seite, lass mich das machen“ zu meiner kleinen Tochter gesagt. Und dann in ihre traurigen Kinderaugen  geschaut, weil sie doch zeigen wollte, dass sie das auch „alleine machen kann“. Wenn sie unbedingt die Handschaufel mit dem aufgekehrten Dreck zum Mülleimer bringen wollte, und  dabei so schief gehalten hat, dass auf dem Weg die Hälfte heruntergerasselt ist. Und ich? Bin ihr hinterher geeilt und habe die Schaufel aus der Hand genommen. Weil ich das eh schon nervige Putzen nicht unnötig in die Länge ziehen wollte.

Aber eigentlich sollte ich ihren (eigentlich ja wirklich süßen) Wunsch zu helfen unterstützen: Laut einer Studie fördert das nämlich nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern sorgt auch dafür, dass sie später ohne großes Beschweren Aufgaben übernehmen. Denn wie man auch bei meiner Tochter sieht, haben Kleinkinder in der Regel total Lust darauf, den Großen zu helfen. Das Zeitfenster, in dem sie uns so nacheifern und helfen wollen, ist nur kurz, deshalb sollte man ihren Putz-Eifer fördern. Wenn nun aber gehetzte, genervte Eltern (jaa, so wie ich oft)  ständig sagen: „Wie lieb – aber bitte lass mal, ich mach das schnell!“ – dann vergeht ihnen die Lust. Verständlicherweise.

Die Wissenschaftler haben in der Studie untersucht, warum in manchen Kulturen Kinder im Alter von 6-8 Jahren im Haushalt „hilfreicher“ sind als in anderen. Ja, genau, man ahnt es schon: Der Unterschied ist einfach, wie sie an Hausarbeit herangeführt werden.

In anderen Kulturen ist es schlichtweg total normal, dass schon die Kleinsten ihre Aufgaben im Haushalt haben. Egal, wie lange sie dafür brauchen und ob sie diese tipptopp erledigen. Diese Kinder spüren: Meine Hilfe ist wertvoll und wird geschätzt!
So werden aus den kleinen Helfern, die sich ausprobieren und ihren Beitrag zum Familienleben leisten dürfen, mit den Jahren auch Kinder, die nicht nur gerne und selbstverständlich helfen, sondern auch genau wissen, wie was funktioniert. Und keine Teenies, mit denen man sich um jedes Mal Müll raustragen streiten muss. Dann mutiert man nämlich schnell zur Nörgel-Mama, die immer wieder sagt „Mach dein Bett“ oder „Bring die Wäsche weg“ usw.

Foto: ©Echte Mamas

Hier eine Auflistung von Aufgaben, die Kinder je nach Alter übernehmen können:

Worauf man achten sollte:

Wer sich ab jetzt über seine reizende „Hilfskraft“ eher freuen als ärgern will, sollte natürlich auf die Sicherheit achten – wenn die Kinder auch mit Putzmittel hantieren, dann immer (!) nur unter Mamas Aufsicht. Besser ist es, wenn man sanfte Wasch- und Putzmittel in Bioqualität benutzt. Wir sind Fans der Produkte von Frosch, nicht nur wegen der Umwelt, sondern auch, weil ich als Mama ein anderes Bewusstsein für Chemie und dem Kontakt zur Haut entwickelt habe. Der Gedanke, dass Waschmittelreste im Stoff den ganzen Tag mit der dünnen Babyhaut meiner Tochter Kontakt haben, hat mich dazu bewogen, eher hypoallergen, pH-neutral und dermatologisch getestet – wie in den Frosch Baby Produkten – zu kaufen. Und da auch ich zu Allergien neige und mir bei geruchsintensivem Weichspüler die Luft wegbleibt, bin ich bis heute bei den Wäsche-Produkten von Frosch geblieben. Und auch bei allen anderen Putzmitteln will ich, dass die Oberflächen, mit denen wir alle täglich in Berührung kommen, nicht mit giftigen Substanzen gereinigt wurden. Auch für Schnuller und Flaschensauger gibt es spezielle Reinigungsmittel von Frosch Baby, die in Bioqualität die Milchreste besonders gut lösen, aber keine ungesunden Rückstände hinterlassen, die dann im Mund meines Kindes landen.

Von Frosch Baby gibt es Spülreiniger, Wäsche-Weich und Waschmittel in Bio-Qualität / Foto: PR

Die absolute Lieblinge meiner Tochter sind allerdings zwei andere Produkte, ebenfalls von Frosch: Der Himbeere Universal Reiniger und der Glasreiniger. Kein Wunder, der Himbeere-Reiniger ist pink und duftet wunderbar nach Beere. Und der Glasreiniger – den auf’s Glas zu sprühen und mit einem Tuch zu verreiben scheint mehr Spaß zu machen als alle Spiele die sie hat.

Inzwischen machen sie mir ja auch meistens Spaß, unsere kleinen Putzrunden. Meine Tochter hat jetzt kleine Aufgaben, bei denen sie mir fast immer hilft: Sie saugt mit dem kleinen Handsauger das Sofa ab, wischt den Couchtisch sauber und hilft mir, die Wäsche in die Waschmaschine zu packen. Alles mit Feuereifer, zumindest für ein paar Minuten. Manchmal machen wir uns ein Spiel daraus, und wischen um die Wette oder zählen die Sachen, die sie wegräumt.

Wieso hatte ich da eigentlich so lange keine Lust zu?

Foto: ©Echte Mamas

 

Foto: @Echte Mamas

Und, wie sieht es bei euch aus? Helfen eure Kleinen mit im Haushalt – oder macht ihr so manches Mal auch lieber alles alleine, weil es schneller geht?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer dreijährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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