Jetzt schon? Als mein Baby die erste Nacht im eigenen Zimmer schlief

Im ersten Babyjahr fühlte ich mich hin- und hergerissen: Ich war so unfassbar happy als frisch gebackene Mama, einerseits. Doch ich ertappte mich, andererseits, auch immer öfter beim Gedanken, dass mal ein paar Stunden ohne meinen Kleinen auch was Feines wären (um ihn dann aber sofort zu vermissen, haha). Kennt ihr das auch?

So sehr ich meinen Kleinen liebe, so sehr sehnte ich mich nach einigen Monaten auch ein wenig danach, wieder ich zu sein, ein Stück Freiheit zu haben. Nicht nur eine Mama zu sein, die stillt, wickelt, spazieren geht und die Nächte wach liegt, sondern eine Frau mit eigenen Interessen und Bedürfnissen. Einen Krimi lesen, mal wieder joggen gehen und im Bett liegen, ohne dass mein Kleiner die gesamte Matratze erobert. Und Zeit für einen Themenwechsel: Klar interessiert mich der Austausch mit anderen Mamas über den besten Babybrei, aber mindestens genauso spannend (und so herrlich erfrischend) finde ich es, wenn mir meine beste Single-Freundin von ihren Online-Dating-Irrungen und -Wirrungen erzählt.

Gleichzeitig wünschte ich mir, dass mein Sohn ewig so klein blieb. Ich wollte immer bei ihm sein. Beobachten, wie er Grimassen schneidet, im Schlaf schmatzt – ich fand einfach alles toll.

Stand der Dinge: Augenringe

Was mich aber wirklich fertig gemacht hat, war der Schlafentzug. Mein Kleiner war ein unruhiger Schläfer. Wenn er sich herumwälzte und auch nur einen kleinen Mucks machte, war ich hellwach. Und mit der Zeit robbte er sich immer öfter aus dem Beistellbett zu mir. Wie eine kleine Krake machte er sich breit.

Mit Baby in einem Bett - kuschelig, aber auch unbequem

Mit Baby in einem Bett – kuschelig, aber auch unbequem. Foto: Bigstock

Als ich eines Tages am Esstisch müde über meinem Spaghettiteller hing, meinte mein Freund: „Hey… Der Kleine ist bald eins. Vielleicht wird es Zeit, dass er in seinem eigenen Zimmer schläft. Du endlich mal wieder mehr Schlaf kriegst. Und wir zwei öfter Qualitytime haben.“

Jede Mama weiß, wann es Zeit für sie ist, sich ein bisschen abzunabeln. Es ist völlig ok, wenn das 4-jährige Kind noch im Familienbett schläft. Aber auch, wenn es mit ein paar Monaten schon in seinem Kinderzimmer schlummert. Wichtig ist, dass es sich für Mutter und Kind gut anfühlt. Und ich wusste instinktiv: Für uns Drei war jetzt der richtige Zeitpunkt.

Das hat echt meine Nerven beruhigt

Trotzdem fiel mir der Schritt super schwer. Ich genoss die Nächte mit ihm trotz Schlafmangels sehr. Und sagte mir: Man kann ja beides versuchen, und mal sehen, wie es läuft. Der Kleine kann mal in seinem Bett schlafen, und mal bei uns. Und dann kam der Freitag, an dem ich wusste: Heute Nacht probieren wir es aus.

Ironischerweise hatte ich das süße Kinderzimmer meines Sohnes lange nur zum Wickeln benutzt. Jetzt würde er endlich in dem Babybettchen schlafen, nach dem ich, hochschwanger, so lange gesucht hatte. Trotzdem machte es mir ein wenig Sorgen, ihn aus den Augen zu lassen und nicht direkt bei ihm zu sein. Doch der Gedanke, dass ich mit dem Babyphone doch mit meinem Kleinen verbunden bin beziehungsweise sofort mitbekommen würde, wenn er mich brauchte, beruhigte mich sehr.

Zur Geburt hatte mir meine Hebamme den Dreamguard von Dräger empfohlen. Dieses Babyphone hatte mir immer gute Dienste geleistet, wenn mein Kleiner in unserem Schlafzimmer eingeschlafen war und ich noch etwas auf dem Sofa las oder die Wäsche machte. Also war der Dreamguard für mich auch bei diesem neuen Vorhaben ein verlässlicher Partner. Das Gerät ist nämlich nicht „nur“ ein Babyphone. Es überwacht auch die Atmung meines Sohnes: Es misst, wie sich seine Brust und sein Bauch heben und senken, und wenn was nicht okay ist, ertönt ein Alarmsignal. Das funktioniert durch einen Sensor, den ich an seinem Schlafanzug anbringe. Außerdem erkennt er die Schlafposition des Babys – gerade im ersten Lebensjahr wichtig, weil Babys am sichersten auf dem Rücken schlafen. Diese Funktion lässt sich aber auch ausstellen, wenn das Kind schon größer ist.

Wenn ihr den Dreamguard auch haben wollt, bekommt ihr ihn mit dem Code DREAMMAMA50 hier 50 Euro günstiger(gültig bis 31.12.20).

Welches Babyphone ist sicher?

Welches Babyphone ist wirklich verlässlich? Mit dem Dreamguard habe ich gute Erfahrungen gemacht. Foto: PR

Die erste Nacht im anderen Zimmer…

Nach unserem Abendritual (Baden, schmusen, vorlesen) legte ich meinen Kleinen, der schon ganz schläfrig war, hin. In sein Zimmer. Eigentlich dachte ich, dass er protestieren würde. Ich streichelte über seinen Kopf, die Aufziehuhr spielte ihr Liedchen … und schon war der Kleine weggeknackt. Einfach so. In seinem eigenen Bettchen… Dass das nicht immer so leicht klappt, ist mir klar, ich bin unendlich dankbar, dass unser erster Versuch so gut lief. Ich glaube, es war einfach genau der richtige Zeitpunkt, für mich und für ihn.

Es gab (und gibt) natürlich Abende, an denen das nicht so easy ist: Dann nehme ich ihn zu uns, wiege ihn in den Schlaf und bringe ihn später in sein eigenes Bett zurück. Und wenn er besonders doll zahnt oder einen Wachstumsschub hat, verbringt er die komplette Nacht auch wieder bei uns im Schlafzimmer. Genau diese Mischung fühlt sich für mich richtig an: Ich bin da, wenn er mich braucht. Und nehme mir Raum für mich, so oft es geht.

Und wie war meine „erste“ Nacht?

Während unseres extra-langen Fernsehabends habe ich den Dreamguard überall hin mitgenommen. Sogar via App auf die Toilette. Ja, ich weiß. Aber ich wollte auf keinen Fall den Kleinen aus den Ohren lassen. Während er in seinem Bettchen und ich in meinem schlief, stand das Babyphone auf dem Nachtisch. Zwei Mal hörte ich den Kleinen weinen und bin rüber gegangen.

Abgesehen davon muss ich sagen: Ich habe schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Und mein Freund genoss es, dass ich mich an ihn gekuschelt habe statt mich alle paar Minuten zum Kleinen umzudrehen.

Am nächsten Morgen schlich ich leise rüber ins Kinderzimmer und blickte ins Bettchen. Mein Kleiner schlief noch. Ruhig und zufrieden lächelnd. Ganz ohne mich. Jetzt wird er groß, dachte ich, und musste lachen. Ja, ich war ein bisschen melancholisch. Aber gleichzeitig auch stolz.

Wann wolltet ihr, dass euer Kind im eigenen Zimmer schläft? Hat’s geklappt? Und vor allem: Fühlte es sich für alle gut an? Schreibt doch gerne einen Kommentar!

Jennifer Meerkamp

Als Kind der 80er habe ich Kinderkassetten geliebt. Schnell war mir klar: Karla Kolumna ist immer dort, wo was los ist. Deswegen wollte ich Journalistin werden. Seit 2019 bin ich Mama und freue mich, heute Teil des Echte Mamas Teams zu sein und über Kinder zu schreiben. Die sind nämlich genau so spannend wie Schauspieler und Politiker.

Alle Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
0
Tausch dich dazu mit anderen Mamas aus!x
()
x