Während dein Körper Höchstleistungen erbringt, brauchen auch deine Zähne eine Extraportion Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Pflege bleiben sie trotz neuer Herausforderungen gesund.

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    Woran ich bei meiner Schwangerschaft garantiert nicht als Erstes gedacht habe? An meine Zähne! Bis mir eine ältere Kollegin von dem alten Mythos erzählte: „Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn.“ So dramatisch stimmt das zum Glück nicht. Aber wahr ist: Deine Zähne sind jetzt anfälliger und verdienen in den kommenden Monaten ein bisschen Extra-Aufmerksamkeit.

    Dr. Daniel Grotzer
    Siegel

    Unser Experte

    Dr. Daniel Grotzer

    Zahnarzt bei Procter & Gamble

    „Während der Schwangerschaft erhöhen die hormonellen Veränderungen das Risiko für Zahnfleischerkrankungen“, erklärt Zahnarzt Dr. Daniel Grotzer. Unbehandelt können die Mundbakterien im schlimmsten Fall sogar dem Baby schaden. Aber keine Sorge: Mit der richtigen Pflege beugst du solchen Problemen ganz einfach vor.

    Weshalb sind die Zähne während der Schwangerschaft so anfällig?

    Die Hormone setzen jetzt einiges in Gang: Während der Schwangerschaft wird dein ganzer Körper stärker durchblutet, und das Gewebe wird weicher. Das ist auch ganz wichtig, damit dein Baby optimal mit Sauerstoff versorgt wird und gesund wachsen kann. Genau diese hormonelle Umstellung kann allerdings  Zahnfleisch und Zähnen zu schaffen machen.

    Jetzt steigt das Risiko für:

    • Entzündungen. Die „Schwangerschafts-Gingivitis trifft bis zu 75 Prozent der werdenden Mamis. Das Zahnfleisch ist geschwollen oder blutet. Im schlimmeren Fall ist sogar der Zahnhalteapparat betroffen (Parodontitis).
    • Karies
    • Mundtrockenheit
    • angegriffener Zahnschmelz durch häufiges Übergeben

    Eine unbehandelte Entzündung kann nicht nur den Zähnen schaden

    „Entzündungsbakterien können in die Blutbahn gelangen und sich so auch auf das Baby auswirken“, erklärt Dr. Grotzer. Die Folge: ein erhöhtes Risiko für ein geringeres Geburtsgewicht oder eine Frühgeburt. Bei dir selbst steigt außerdem das Risiko für eine Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“).

    Zahnprobleme zu behandeln, kann sogar das Risiko einer Frühgeburt senken.
    Zahnprobleme zu behandeln, kann sogar das Risiko einer Frühgeburt senken. Foto: Pexels

    So bleiben deine Zähne während der Schwangerschaft gesund

    Die wichtigste Regel ist wohl keine Überraschung: gründlich Zähne putzen! Zweimal täglich mit einer Zahncreme, die Fluorid enthält. Das Mineral stärkt den Zahnschmelz und hilft, Karies vorzubeugen. Am besten einmal am Tag sollten in den Zwischenräumen außerdem Interdentalbürsten oder Zahnseide ran. Im ersten Trimester ist die Schwangerschaftsübelkeit für viele werdende Mamis der absolute Endgegner. Falls du dich übergeben musst, spül deinen Mund direkt danach besser nur mit klarem Wasser aus und warte mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde. Das schont den von der Magensäure angegriffenen Zahnschmelz.

    Elektrische Zahnbürsten putzen besser

    „Beim manuellen Putzen kommt es leicht zu Anwendungsfehlern, oder es wird zu viel Druck ausgeübt. Plaque wird weniger gründlich entfernt“, erklärt Dr. Grotzer. Moderne elektrische Zahnbürsten wie die Oral-B iO  (hier geht’s zum Einsteigermodell bei dm) vereinfachen das richtige Putzen enorm. Und sie entfernen bis zu 100 Prozent mehr Plaque.*

    Weil ich leider zu denen gehöre, die oft zu fest aufdrücken und selten auf die Uhr gucken, bin ich schon vor einigen Jahren zu so einer elektrischen Zahnbürste gewechselt. Sie signalisiert mir die richtige Dauer und warnt mich, wenn ich mal wieder zu viel Druck anwende. Das ist (nicht nur) während der Schwangerschaft ein echter Vorteil, wenn das Zahnfleisch ohnehin sensibler ist.

    Eine aktuelle Metaanalyse zeigt , dass die elektrische Variante im Vergleich zur Handzahnbürste außerdem Zahnfleischbluten verringert. Hier und bei der Plaque-Entfernung schnitt die angenehm leise Oral-B iO2 besonders gut ab. Deren Borsten schwingen zusätzlich zur Rotation, was für eine besonders sanfte und gründliche Reinigung sorgt. Bei allen elektrischen Zahnbürsten sollten die Bürstenköpfe alle drei Monate gewechselt werden.

    Elektrische Zahnbürsten sind nicht einfach nur praktisch, sie putzen auch viel gründlicher.
    Elektrische Zahnbürsten sind nicht einfach nur praktisch, sie putzen auch viel gründlicher. Foto: Echte Mamas

    Rechtzeitig zum Zahnarzt gehen

    Dr. Grotzer empfiehlt, am besten schon bei Kinderwunsch einen Kontrolltermin zu vereinbaren. „Bestehende Entzündungen können so direkt behoben werden. Bleiben sie unbehandelt, können sie sich negativ auf die Einnistung oder die Entwicklung des Embryos auswirken.“

    Bereits schwanger? Dann nimm am besten zeitnah auf dem Zahnarztstuhl Platz. Eine Studie zeigt, dass eine Behandlung von Zahnfleischentzündungen während der Schwangerschaft das Risiko von Frühgeburten um fast die Hälfte reduziert, außerdem nimmt das Gewicht von Babys mit niedrigem Gewicht um etwa 100 Gramm zu.

    Das Richtige knabbern und trinken  

    Du ahnst es wahrscheinlich: Fruchtsaft und Limo sind jetzt nicht die optimale Wahl. Während der Zucker die Kariesbakterien füttert, greift die Säure den Zahnschmelz an. Zum Durstlöschen sind stilles Wasser oder ungesüßter Kräutertee besser geeignet.

    Aber Hand aufs Herz: Ich hatte während meiner beiden Schwangerschaften einen echten Jieper auf Süßes. Falls du dir das Naschen genauso schwer verkneifen kannst, iss Schokolade und Co. am besten direkt nach den Hauptmahlzeiten, um die Zähne danach eine Weile zu schonen. Für zwischendurch sind zuckerfreie Kaugummis ideal, sie regen den Speichelfluss an und neutralisieren Säuren.

    Fazit: Einfach ist besser!

    Gute Zahnpflege ist also kein Hexenwerk. Der Kontrolltermin beim Zahnarzt gehört eh zum jährlichen Pflichtprogramm, und die Regeln für zahngesunde Ernährung gelten natürlich auch außerhalb der Schwangerschaft. Beim Putzen ist dafür eine elektrische Zahnbürste wie die Oral-B iO2 ein echter Gamechanger: Sobald du dich an die etwas andere Handhabung gewöhnt hast, nimmt sie dir das Grübeln über die richtige Technik und die Putzdauer komplett ab. Gerade in der Schwangerschaft – und erst recht bald als frischgebackene Mama – ist dein Kopf sicher voll. Wie schön ist es da, wenn wenigstens die Morgenroutine ein Selbstgänger  ist und deine Zahnbürste einfach für dich „mitdenkt“?

    Vergiss also den alten Mythos, dass jede Schwangerschaft einen Zahn kostet. Mit ein paar simplen Routinen bist du perfekt gewappnet – und du hast den Kopf frei für all die Vorfreude auf dein Baby.

    *gegenüber einer herkömmlichen Handzahnbürste