Wie wir mit Impfungen unsere Kinder bestmöglich schützen können – auch vor Meningokokken

„Eins, zwei, drei!“ Blitzschnell piksen die Nadeln in die kleinen Speckbeinchen meiner Tochter. Bevor sie überhaupt merkt, was passiert ist, sind die Impfungen auch schon vorbei und sie bekommt zwei kleine Marienkäferpflaster auf die Einstichstellen. Sie weint natürlich trotzdem, es ist ja auch gemein, wenn der Kinderarzt eben noch so nett mit einem schäkert und einem in der nächsten Sekunde ins Bein pikst. Aber die Motte beruhigt sich schnell und ich bin froh, dass wir das erledigt haben.

Denn das Thema Impfungen gehört definitiv zu den Herausforderungen, die das Elternsein mit sich bringt. Aber auch, wenn wir bei vielen Themen unsicher waren: Dass wir unsere Kinder impfen lassen, war für meinen Mann und mich von vornerein klar. Impfungen gehören nun einmal zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen, die man in den ersten Lebensjahren für seine Kinder treffen kann. Trotzdem mag es natürlich keine Mama, wenn ihr Kind eine Spritze bekommt und weint. Aber da müssen wir wohl beide in dem Moment durch.

Beim Kinderarzt über alle notwendigen Impfungen informiert

Schließlich tun wir Eltern sonst ja auch alles, um unsere Kinder vor Gefahren zu schützen: Unser Tisch ist mit einem Eckenschutz ausgestattet, ein Steckdosenschutz bewahrt unsere Kinder vor Stromschlägen. Damit die Zwerge nicht die Treppe runterfallen, gibt es ein Schutzgitter, im Sommer schützen wir die Haut mit Sonnencreme – und im Auto darf der Nachwuchs natürlich nur in der Babyschale oder im Kindersitz mitfahren. Über all diese Schutzmaßnahmen haben wir gar nicht groß nachgedacht, weil sie selbstverständlich waren.

Infografik Impfungen schützen

Wir schützen unser Baby vor vielen Gefahren – deshab sollten wir es auch impfen lassen.
© GSK

Genau deshalb habe ich mich bei meinem Kinderarzt ausführlich über alle notwendigen Impfungen informiert. Auch Dr. Stephan von Landwüst, Kinder- und Jugendarzt aus Leverkusen erklärt: „Das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern ist oft noch nicht ausgereift und besonders anfällig für Infektionen“. Deshalb sind Impfungen wichtig, damit das Kind frühzeitig einen bestmöglichen Schutz gegen Infektionskrankheiten aufbauen kann. Viele Impfungen kann man Kindern schon in den ersten Lebensmonaten und -jahren verabreichen.

Neben der 6-fach-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ B und Hepatitis B kann dein Baby beispielsweise auch bereits gegen Rotaviren, Pneumokokken und Meningokokken durch Impfungen bestmöglich geschützt werden.

Frühzeitig über einen bestmöglichen Impfschutz gegen Meningokokken informieren

Besonders über die Meningokokken-Impfungen sollten Eltern sich frühzeitig informieren. Denn diese sind zwar in Deutschland selten, aber Babys und Kleinkinder haben das höchste Risiko, an den Bakterien zu erkranken.¹ In zwei Dritteln aller Fälle führt eine Meningokokken-Erkrankung zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) – und das oft innerhalb weniger Stunden. Bei einem weiteren Drittel kommt es zu einer Sepsis², also einer Blutvergiftung.

Übertragung durch Tröpfcheninfektion

Meningokokken siedeln sich im Nasen-Rachen-Raum an. Etwa jeder 10. Erwachsene trägt die Bakterien in sich, ohne selbst daran zu erkranken.³ Meningokokken können jedoch über Tröpfcheninfektionen übertragen werden. Dafür kann es ausreichen, wenn jemand, der die Bakterien in sich trägt, das Baby küsst, in seine Richtung spricht oder husten bzw. niesen muss.

Das Gemeine an der Krankheit ist, dass man nicht unbedingt sofort erkennt, wenn sich ein Baby oder Kleinkind angesteckt hat. Die ersten Anzeichen können Fieber, Erbrechen, Reizbarkeit, Schläfrigkeit oder Krämpfe sein – also leider so ähnlich wie ein grippaler Infekt.

Impfungen schützen: Mamahände halten Babyfüße

Mit Impfungen können wir unsere Kinder vor schweren Infektionskrankheiten schützen.
© GSK

Fünf verschiedende Arten von Meningokokken

In Deutschland gibt es fünf verschiedene Typen von Meningokokken und damit auch unterschiedliche Impfungen. Etwa 13 % aller Betroffenen erkranken an Meningokokken-Typ C.⁴ Die entsprechende Impfung ist eine Standardimpfung, wird von der STIKO allgemein empfohlen und von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Auch die Impfung gegen den häufigsten Meningokokken-Typ B, an dem knapp 60 % aller Betroffenen erkranken⁵, bekommen mehr als die Hälfte der Versicherten von ihrer Krankenkasse komplett oder teilweise erstattet.⁶ Nachfragen lohnt sich.

Gegen die Meningokokken-Typen A, W und Y kann man sein Kind ebenfalls impfen lassen, vor allem wenn es besonders gefährdet ist, oder wenn man gemeinsam in ein Risikogebiet reisen möchte.⁷

Beim Kinderarzt über Imfpungen informieren

Am besten fragst du frühzeitig euren Kinderarzt, wie du dein Kind bestmöglich vor Meningokokken schützen kannst.

Mehr Infos zu dem Thema bekommst Du unter www.meningitis-bewegt.de bzw. auf folgenden Kanälen:

https://www.facebook.com/MeningitisbewegtDE/
https://www.instagram.com/meningitisbewegt_de>
https://www.youtube.com/channel/UCi95w_XkDfZEiAKZ7osfogA

Mit freundlicher Unterstützung von GSK

NP-DE-BEX-ADVR-190003

¹RKI Epidemiologisches Bulletin 03/2018: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/03_18.pdf?__blob=publicationFile2
²BZgA Erregersteckbrief. Verfügbar unter: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, Juli 2018

³RKI-Ratgeber für Ärzte „Meningokokken-Erkrankungen“: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html?nn=2394130 abgerufen am 30.07.2018
⁴Robert Koch-Institut: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Stand Jahrbuch 2018, übermittelte Fallzahlen invasiver Meningokokken-Erkrankungen gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG, abgerufen am 24.04.2019
⁵Ebd.
⁶https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/Meningokokken_B_-_Krankassenliste/UEbersicht_Kostenuebernahme_Meningokokken-B-Impfstoff.pdf
⁷Epidemiologisches Bulletin 34/2018, www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/34_18. pdf?__blob=publicationFile

Wiebke Tegtmeyer

Nordisch bei nature: Als echte Hamburger Deern ist und bleibt diese Stadt für mich die schönste der Welt. Hier lebe ich zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Kindern. Ich liebe den Hafen, fotografiere gern, gehe gern zu Konzerten und zum Fußball. Bei Echte Mamas kann ich meine Leidenschaft für Social Media und Texte ausleben – und darüber freue ich mich sehr.

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